30-Sekunden-Zusammenfassung:
Dass du mit deinem Newsletter oder anderen regelmäßigen Aktivitäten aus dem Tritt gerätst, kann passieren. Es gibt manchmal Umstände, die du nicht beeinflussen kannst. Was du allerdings beeinflussen kannst: Möglichst schnell wieder zurückzukommen auf die Erfolgsspur. Nutze dazu die 5 Schritte, die ich dir hier vorstelle. Denn sonst wird es von Tag zu Tag schwieriger.

I. Beste Vorsätze – Doch dann kommt das Leben dazwischen

Du hast beste Vorsätze:

  • regelmäßig bloggen
  • regelmäßiges Marketing
  • regelmäßige Fitness

Doch dann kommt das Leben dazwischen.

Du gerätst aus dem gewohnten Rhythmus.

Und kommst nicht wieder herein.

Es entsteht ein Teufelskreis. Von Tag zu Tag schwerer zu durchbrechen.

So wie bei meiner Kollegin.

Dass du aus dem Rhythmus kommst, kann passieren. Wenn du keinen Plan hast, wie du damit umgehst und schnell wieder auf die Erfolgsspur gerätst, dann entsteht leicht ein Teufelskreis.

1. Das Beispiel meiner Kollegin: Die Situation

Es begann mit einem Newsletter.

Der Newsletter war lang. Sehr lang.

Am Anfang stand das, was man häufiger liest: Trotz bester Absichten war das Leben dazwischen gekommen und sie hatte es nicht geschafft, den Newsletter weiterhin regelmäßig zu senden.

Verständlich.

Nachvollziehbar.

Jeder kennt so etwas.

Im Grunde keine große Affaire. Doch sie hatte sich ausgewachsen.

Und daraus war ein Teufelskreis entstanden.

2. Wie sie die Situation immer schlimmer machte statt besser

Nachdem meine Kollegin (nennen wir sie Sabine) erklärt hatte, was passiert war, ging es weiter.

Sabine beschrieb ihre inneren Qualen mit dieser Situation.

Die Situation widersprach ihrem professionellen Selbstverständnis. Sie war ihr höchst peinlich.

Und sie führte dazu, dass mit jedem Tag die Ansprüche stiegen, nun einen Super-, Super-, Super-Newsletter zu schicken.

Alles andere wäre nicht gut genug gewesen.

Nur: In dem Maße, wie ihre Ansprüche an sich selbst stiegen, wuchsen auch die Herausforderungen, diese zu erfüllen.

Das führte zu einem wochenlangen Herumgeeiere.

Und am Schluss schrieb Sabine einfach das, was sie erlebt hatte – was ihr offensichtlich schwer fiel.

3. Das typische Muster

Mit anderen Worten: Nicht nur die Tatsache, dass Sabine mit ihrem Newsletter aus dem Rhythmus gekommen und ihre Leserschaft enttäuscht hatte, machte ihr zu schaffen.

Sondern noch viel mehr, dass sich diese Situation noch wochenlang verlängert hatte durch ihre überzogenen Ansprüche an sich selbst.

Und dass mit jedem Tag der Verlängerung ihre Energie und ihr Selbstbewusstsein ein weiteres Stück herunter gingen.

Mit dieser Situation ist Sabine nicht allein.

Sondern es zeigt sich hier ein typisches Muster.

Je früher es gelingt, dieses Muster zu unterbrechen und wieder zurück auf die Erfolgsspur zu geraten, desto besser ist es für alle Beteiligten.

Mit diesem Beitrag möchte ich dir eine Systematik an die Hand geben, wie du schnell wieder auf die Erfolgsspur zurück gerätst, wenn du einmal davon abkommst.

Denn Schnelligkeit ist hier wirklich Trumpf.

Jeder Tag der Verzögerung erhöht die Barrieren.

Überzogene Erwartungen an dich selbst machen es von Tag zu Tag schwieriger, wieder in den Rhythmus herein und zurück auf deine Erfolgsspur zu gelangen.

II. Der 5-Schritte-Prozess, um schnell zurück auf die Erfolgsspur zu gelangen

Die fünf Schritte, die ich in meinen Coachings und auch für mich selbst nutze, sind:

  • Annehmen, was ist – vorurteilsfrei und bewertungsfrei
  • Ursachen ergründen und deine Learnings herausdestillieren
  • Deine Pläne überprüfen und deine Systeme verbessern
  • Klar Schiff machen
  • Neu starten

Ergänzend steht hier zum Download eine Checkliste zur Verfügung, die du in Zukunft immer wieder nutzen kannst, wenn du in so einer Situation bist (kein Opt-in erforderlich):

#1: Annehmen, was ist – vorurteilsfrei und bewertungsfrei

Zunächst gilt es, die Situation so anzunehmen, wie sie ist – ohne sie zu beschönigen, aber auch ohne unnötige Selbstabwertung (“Warum bin ich so undiszipliniert?”).

Am hilfreichsten ist es nach meiner Erfahrung, die Situation von außen zu betrachten wie ein neutraler Beobachter (oder dein eigener Coach):

  • Wie ist die äußere Situation?
  • Welche Gefühle und Körperwahrnehmungen sind damit verbunden?

Bewertungen helfen an dieser Stelle nicht weiter. Denn die Situation ist ohnehin so, wie sie ist.

Und vielleicht kannst du daraus sogar etwas Wertvolles lernen.

#2: Ursachen ergründen und deine Learnings herausdestillieren

Es kann vielfältige Ursachen geben, wenn du mit einem Projekt nicht vorankommst, nützliche Gewohnheiten wieder fallen lässt, etwas “vermasselst”.

a) Mögliche Arten von Ursachen

Je klarer du die Ursachen analysierst, desto lohnender deine möglichen Learnings und Verbesserungen für die Zukunft.

  • Sind es einmalige Ursachen, zum Beispiel unerwartete Ereignisse?
  • Hakt es irgendwo dauerhaft? Überträgst du zum Beispiel bestimmte Aktivitäten immer wieder neu auf deine To-do-Liste, ohne damit je voranzukommen?
  • Tauchen Probleme immer nur in bestimmten Situationen auf? In welchen?

b) Verschiedene Ebenen von Ursachen

Die Ursachen können auf verschiedenen Ebenen liegen:

  • Spielen dein Mindset oder dein Energiezustand eine Rolle?
  • Fehlen dir bestimmte Fähigkeiten?
  • Sind deine Arbeitsprozesse,  Systeme oder persönliche Gewohnheiten sub-optimal?
  • Erfordert dein Geschäftsmodell zu viel Aufwand?

Zum einen lohnt es sich, jede einzelne Situation zu analysieren und daraus deine Learnings zu ziehen.

c) Muster erkennen

Noch spannender wird es, wenn du dir das Analysieren zur Gewohnheit machst und mehr und mehr Muster erkennst.

Beispiel:

Wenn deine Probleme immer wieder damit zu tun haben, dass du Last-Minute-Arbeiter bist oder ein People-Pleaser, der es allen Menschen recht machen will, lohnt es sich, dieses Kernproblem anzugehen.

#3: Deine Pläne anpassen und deine Systeme verbessern

Vermutlich sind deine einmal gefassten Pläne nicht mehr einzuhalten. Drücke also den Reset-Knopf und passe deine Pläne an die neuen Gegebenheiten an, um nicht sofort wieder neuen Stress zu kreieren.

a) Den Reset-Knopf drücken

Wenn du beispielsweise wöchentlich einen Blogartikel veröffentlichen wolltest, und die Frequenz einfach zu hoch ist, dann experimentiere mit einem Zwei-, Drei- oder auch Vier-Wochen-Rhythmus.

Wenn dein Launch in vier Wochen stattfinden sollte, und du schon jetzt auf dem Zahnfleisch gehst, dann verschiebe ihn noch einmal um ein paar Wochen.

b) Deine Systeme verbessern

Genauso wichtig: Schaffe dir Systeme, um deine Pläne einhalten zu können.

Unabhängig von deinem Veröffentlichungsrhythmus brauchst du ein System, wie du deine Blogposts bis dahin fertig bekommst und darüber hinaus genug Zeit für die Promotion hast.

Profis setzen deutlich mehr Zeit an für die Promotion der Blogposts als für das Schreiben.

Um mit deinem Launch erfolgreich zu sein, brauchst du sogar einen Mix verschiedener Systeme.

Im Detail hängt es davon ab, wie du vorgehst.

Doch in der Regel hast du Content in irgendeiner Form, sendest eine Reihe von E-Mails heraus, hast eine Verkaufsseite und noch einiges mehr.

Lesetipp: Marketing wie ein Schweizer Uhrwerk – Das Marketing-Mindset, das dahinter steckt

c) Selbst wenn es um vermeintlich einfache Änderungen geht

Selbst wenn du etwas vermeintlich ganz Einfaches planst, brauchst du dafür ein System.

Beispielsweise höre ich von Klienten öfter, dass sie früher aufstehen wollen, um morgens sofort “an” ihrem Business zu arbeiten.

Doch ohne ein unterstützendes System funktioniert das nicht.

Es bedeutet eine Umstellung des gesamten Tagesrhythmus, gegebenenfalls mit Auswirkungen für die ganze Familie. Es bedeutet auch Klarheit, wie du die gewonnene Zeit am frühen Morgen nutzen willst.

Es bedeutet u. U. Grenzen zu ziehen, zum Beispiel das E-Mail-Programm noch nicht zu öffnen, oder die neuesten Facebook-Posts noch nicht zu lesen.

Lesetipp: E-Mail-Liste vernachlässigt? Wie du eine kalt gewordene Newsletter-Liste wieder beleben kannst

#4: Klar Schiff machen

Bevor es an die weitere Umsetzung geht, empfehle ich meinen Klienten gern, erst einmal klar Schiff zu machen.

WiIl sagen: Das Chaos, das möglicherweise entstanden ist, zu bereinigen.

  • Wichtige Mails  und Anrufe zu erledigen.
  • Fällige Rechnungen bezahlen.
  • Ordnung und Überblick zu schaffen.
  • Was immer es in deinem Fall sein mag.

Ziel ist, den Kopf frei zu haben für deine neu geplanten Projekte.

Zu viel Unerledigtes würde dich von vornherein ausbremsen.

Das heißt nicht, dass du alles zu Ende bringen musst. Das Löschen von Aktivitäten kann ebenfalls ein wichtiger Schritt sein.

#5: Neu starten ohne Druck

Nun bist du bereit für den Neustart.

Eingangs hatte ich das Beispiel der Beraterin erwähnt. Und wie sich den Neustart durch überhöhte Anforderungen an sich selbst sehr schwer gemacht hatte.

Zum Abschluss nun ein Beispiel von einer Fitness-Trainerin. Sie hat einen guten Weg gefunden, sich den Neustart leicht zu machen.

Ihr Rhythmus war durch eine Schwangerschaft unterbrochen worden.

Nach Geburt das Babys schaffte sie es nicht, so schnell wieder auf die Trainingsmatte zu kommen, wie sie es vorgehabt hatte.

Doch sie nahm es leichter.

Vor allem nahm sie den Druck aus der Situation heraus.

Sie machte sich klar, dass ihr ganzer Lebensstil auf Fitness gründet.

Und dass es auf lange Sicht nicht viel ausmacht, ob sie ein paar Wochen länger oder kürzer für die Umstellung braucht. Denn sie dachte in Zeitspannen von Jahrzehnten.

Daher nahm sie sich die Zeit, die sie brauchte. Zum Beispiel für Mittagsschlaf. Und fühlte sich gut dabei.

Mittlerweile ist sie voll zurück auf Fitness-Kurs.

Der vorstehende 5-Schritte-Prozess hilft dabei, schnell wieder zurück auf die Erfolgsspur zu gelangen.

III. Wie willst du vorgehen?

Eins ist sicher: Es wird auch in Zukunft Zeiten geben, wo du schwungvoll und wie geplant vorankommst.

Und es wird Zeiten geben, wo Sie aus dem Rhythmus gerätst

Ich hoffe, dass die Beispiele und Anregungen in diesem Beitrag dir helfen, schnell wieder zurück auf die Erfolgsspur zu gelangen.

Dieser Beitrag erschien erstmals am 12. März 2019. Letztes Update am 03.12. 2020.

Ich bin Monika Birkner und unterstütze vielseitige Solopreneure, gerade wegen ihrer Vielfalt erfolgreich zu sein und ein Business zu schaffen, das größer ist als sie selbst.

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