Für vielseitige Solopreneure & Multipreneure

Bewahre dein Solo-Business vor diesen 10 Risiken

Wenn du dein Business liebst, dann bewahre es vor vermeidbaren Risiken.

Der erste Schritt ist, dass du dir die möglichen Risiken bewusst machst.

Dabei geht es nicht um Schwarzmalerei. Doch die rosarote Brille hilft auch nicht. Sondern der realistische Blick, gepaart mit strategischem Denken und pragmatischen Maßnahmen.

Die 10-Punkte-Checkliste: Risikomanagement für Solopreneure

Die 10-Punkte-Checkliste ist ein guter Startpunkt. Sie hilft dir selbst. Sie ist auch wichtig, wenn du dein Business verkaufsfähig machen und dem Erwerber Sicherheit geben willst.

Idealerweise wandelst du dann die Schwachpunkte in Projekte um und arbeitest sie Stück für Stück ab. Und nun los!

Nr. 1: Wie bist du gewappnet gegen Ausfall deiner Hardware?

Beispiele:

  • PC-Crash
  • Laptop wird gestohlen
  • Mobiltelefon geht verloren

Kannst du nahtlos mit anderer Hardware weiter machen? Wie sind deine Geräte synchronisiert? Welchen Schaden könnte jemand anrichten, der unbefugt Zugriff auf deine Hardware erhält?

Nr. 2:  Wie gut bist du vorbereitet auf Datenverlust?

Beispiele:

  • Datenverlust in Zusammenhang mit Ausfall oder Beschädigung der Hardware
  • Datenverlust durch Softwarefehler oder Anwendungsfehler
  • Datenverlust wegen unzureichender Datensicherung

Auf welche Weise und wie oft sicherst du deine Daten, vor allem sensible Daten? Wie weitreichend und zuverlässig ist der Schutz, den du dadurch genießt? Wie einfach lassen sich die Daten im Falle eines Schadens wieder herstellen?

Nr. 3: Wie bist du für das Risiko eines Angriffs von außen gerüstet?

Beispiele:

  • Dein WordPress-Blog oder dein Online-Shop wird gehackt
  • Virenbefall deines PC
  • Einbruch in dein Büro

Welche vorbeugenden Sicherheitsmaßnahmen hast du getroffen? Sind alle deine Maßnahmen, zum Beispiel Antivirenprogramm, auf dem aktuellsten Stand? Wie schnell und nahtlos könntest du nach einem Angriff weiter arbeiten?

Nr. 4: Wie ist die Risikostreuung auf der Kundenseite?

Beispiele:

  • Ein großer Firmenkunde wird verkauft und beauftragt dich nicht länger
  • Bei einem wichtigen Kunden gibt es personelle Veränderungen und die neuen Verantwortlichen bringen ihre eigenen Berater, Trainer, Coaches herein
  • Ein wichtiger Kunde wird zahlungsunfähig oder zahlt verspätet

Wie empfindlich würde sich so eine Situation auf deinen eigenen Umsatz und Gewinn auswirken sowie auf Partner, Freelancer, Mitarbeiter? Wie schnell könntest du den Ausfall kompensieren? Wie lange könntest du den Ausfall auch ohne neue Einnahmen finanziell überbrücken?

Nr. 5:  Welche Risiken bestehen auf Dienstleisterseite?

Beispiele:

  • Du hast vitale Funktionen an einen anderen Solo-Unternehmer ausgelagert und dieser ist in Urlaub, wird krank oder stirbt
  • Dein Dienstleister verfügt über wichtige Daten oder Rechte, zum Beispiel in Bezug auf deine Website, und du selbst hast darauf keinen Zugriff
  • Dein Dienstleister ist nicht zuverlässig

Wärest du in der Lage, beim Ausfall deines Dienstleisters die nötigen Funktionen selbst zu übernehmen? Könntest du ohne Weiteres einen anderen Dienstleister mit der Fortführung beauftragen? Wie gut sind die Prozesse und Daten dokumentiert?

Nr. 6:  Wie wetterfest ist dein Geschäftsmodell?

Beispiele:

  • Du hast nur eine einzige Einnahmequelle. Oder sehr viele, die sich gegenseitig kannibalisieren
  • Deine Einnahmen hängen in hohem Maße von Launches ab. Läuft ein Launch nicht gut, bringt das dein Business in eine kritische Situation
  • Deine Einnahmen basieren weitgehend auf dem Tausch „Zeit-gegen-Geld“

Wie kurzfristig könntest du neue Einnahmen generieren, wenn deine bisherige Einnahmequelle wegbricht? Wie sehr ist dein Geschäftsmodell von saisonalen Einflüssen abhängig? Hast du ein gut durchdachtes und gut strukturiertes Angebots-Portfolio, das dich rundum absichert?

Nr. 7:  Wie risikobehaftet ist dein Marketing?

Beispiele:

  • Du hast deine Aufträge in der Vergangenheit aufgrund von Empfehlungen erhalten und dein wichtigster Empfehlungsgeber bricht weg
  • Du nutzt ausschließlich einen einzigen Social Media Kanal und dieser verliert an Bedeutung, ändert seine Richtlinien oder dein Konto dort wird gesperrt
  • Du hast keine eigene E-Mailliste

Auf wie vielen „Füßen“ steht dein Marketing? Wie würde sich der Wegfall deiner bisher dominanten Marketingmethode auf deine weitere Kundengewinnung auswirken? Wie ist überhaupt deine innere Einstellung zu Marketing?

Nr. 8: Wie steht es um finanzielle Risiken?

Beispiele:

  • Zahlungsprobleme eines Kunden
  • unerwartete Ausgaben größeren Ausmaßes
  • Stornierung eines Auftrages / Rückerstattung in größerem Ausmaß bei Online-Geschäften

Hast du eine gut funktionierende Liquiditätsplanung? Wie lange könntest du unerwartete finanzielle Belastungen überbrücken? Wie schnell könntest du neue Einnahmen generieren?

Nr. 9: Wie bist du gegen juristische Risiken abgesichert?

Beispiele:

  • Risiken in Zusammenhang mit Datenschutz, Cookies usw.
  • Haftungsrisiken
  • Abmahnrisiken

Hältst du dich informiert über die wichtigsten Regelungen und Veränderungen juristischer Art, die für dein Business relevant sind? Welche Vorsichtsmaßnahmen hast du getroffen? Wie gehst du mit dem inneren Widerstand um, dich mit Themen dieser Art zu befassen?

Nr. 10: Was passiert, wenn du selbst ausfällst?

Beispiele:

  • eigene Krankheit
  • Betreuung von kranken oder pflegebedürftigen Eltern
  • Wunsch oder Notwendigkeit einer Auszeit

Würde dein Business auch ohne dich Einnahmen generieren? Gibt es eine Vertretungsregelung und wie gut würde sich ein Vertreter zurechtfinden? Wie gut sind deine Prozesse dokumentiert?

Wenn du dein Business liebst, ist dein Risikomanagement wichtig

Ich will mit alledem nicht den Teufel an die Wand malen. Doch alle erwähnten Beispiele sind aus dem Leben gegriffen. Einige habe ich  selbst erlebt. Andere wurden mir von Klienten berichtet.

Und natürlich kann es noch weitere Risiken geben, die hier nicht aufgeführt sind.

Wenn du dein Business ernst nimmst und es liebst, gehört Risikomanagement mit dazu.

Wie du die Risiko-Wahrscheinlichkeit einschätzt, ist deine Sache. Ebenso, welche Konsequenzen zu daraus ziehst.

Man kann sich nicht gegen alles absichern. Und manche Maßnahmen mögen sich nicht sofort umsetzen lassen. Oder der Aufwand steht nicht in vernünftiger Relation zur Risikowahrscheinlichkeit oder dem etwaigen Schaden.

Doch die bewusste Auseinandersetzung mit diesen Themen ist aus meiner Sicht wichtig, wenn du dein Business liebst, es weiter professionalisieren und ausbauen willst.

Vorteil der Vielseitigkeit

Wenn es um Risiken geht, können vielseitige Solopreneure & Multipreneure im Vorteil sein. Beispielsweise kenne ich etliche Vielseitige, die deshalb gut durch die Corona-Zeit gekommen sind, weil sie ihr Business auf mehrere Füße gestellt haben, statt sich nur auf eine einzige Einnahmequelle zu verlassen.

Auch im Marketing kann sich die Vielseitigkeit auszahlen.

Dem stehen natürlich dann wieder Risiken aus Bauchladen und Verzettelung gegenüber.

Ich unterstütze dich, dein Business als Ganzes zu gestalten, zu entwickeln und abzusichern

Zu einem beträchtlichen Teil kannst du durch geschickte Gestaltung deines Geschäftsmodells und deiner Systeme ein Business schaffen, das deine Vielfalt ausdrückt, profitables Wachstum ermöglicht und gegen vermeidbare Risiken geschützt ist.

Meine besondere Stärke ist, das Business als Ganzes zu betrachten und zu entwickeln. Für diese Themen bieten sich sowohl die 1:1-Zusammenarbeit als auch der Freedom Business Club an. Lass und gern miteinander sprechen, wie deine Situation ist und was am besten für dich passt.


Der Beitrag erschien erstmals am 24.10.2015. Komplett überarbeitet am 28.01.2022.

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