Samstagmorgen.

Der PC startet nicht.

Das zweite Mal innerhalb von  zwei Wochen.

Mittlerweile läuft er wieder. Doch das Ganze hat viel Zeit und Nerven gekostet.

Nun bin ich jemand, die jeder Situation auch ihre guten Seiten abgewinnen kann. Von daher habe ich in verschiedener Weise von den Erfahrungen profitiert.

Zu den positiven Ergebnissen gehört die folgende Checkliste, die ich an dieser Stelle gern teile.

 

Kennen Sie die Risiken für Ihr Business?

Die Checkliste soll Sie sensibilisieren für Risiken, die Sie speziell als Solo-Unternehmer haben.

Technische Risiken sind nur ein Teil davon.

Es gibt noch etliche andere Risiken.

Was Sie dann aus Ihre Erkenntnissen machen, ist Ihre Sache.

 

Auch als Solo-Unternehmer brauchen Sie Business Continuity Management

Meine eigene Erkenntnis ist: Risikomanagement ist ein notwendiger Bestandteil auf dem Weg zum Freedom Business.

Risikomanagement bedeutet, mein Business (und mich selbst) wichtig genug zu nehmen, um es gegen vermeidbare Risiken abzusichern.

In großen Unternehmen spricht man von Business Continuity Management. Gemeint ist damit, dass das Business im Falle eines Falles weiter laufen kann.

Für uns Solo-Unternehmer ist das genauso wichtig.

 

Risikomanagement auch wichtig für verkaufsfähiges Unternehmen

Und auch im Falle eines Verkaufs dürfte vorhandenes Risikomanagement positiv ins Gewicht fallen.

Denn es sichert auch den Erwerber ab.

Und das ist ja, was er wünscht.

Er möchte möglichst hohe Sicherheit, dass das Business weiterhin ertragreich ist.

 

Die 8-Punkte-Checkliste

Am besten nutzen Sie die folgende Checkliste als ersten Anhaltspunkt, um Ihr Bewusstsein für mögliche Risiken zu schärfen.

Vielleicht gibt es in Ihrem Business noch andere Risiken als die erwähnten.

Idealerweise wandeln Sie dann die Schwachpunkte in Projekte um und arbeiten Sie Stück für Stück ab. Und nun los!

 

Nr. 1: Wie sind Sie gewappnet gegen Ausfall Ihrer Hardware?

Beispiele:

  • PC-Crash
  • Laptop wird gestohlen
  • Mobiltelefon geht verloren

Können Sie nahtlos mit anderer Hardware weiter machen? Wie sind Ihre Geräte synchronisiert? Welchen Schaden könnte jemand anrichten, der unbefugt Zugriff auf Ihre Hardware erhält?

 

Nr. 2:  Wie gut sind Sie vorbereitet auf Datenverlust?

Beispiele:

  • Datenverlust in Zusammenhang mit Ausfall oder Beschädigung der Hardware
  • Datenverlust durch Softwarefehler oder Anwendungsfehler
  • Datenverlust wegen unzureichender Datensicherung

Auf welche Weise und wie oft sichern Sie Ihre Daten, vor allem sensible Daten? Wie weitreichend und zuverlässig ist der Schutz, den Sie dadurch genießen? Wie einfach lassen sich die Daten im Falle eines Schadens wieder herstellen?

 

Nr. 3: Wie sind Sie für das Risiko eines Angriffs von außen gerüstet?

Beispiele:

  • Ihr WordPress-Blog oder Ihr Online-Shop wird gehackt
  • Virenbefall Ihres PC
  • Einbruch in Ihr Büro

Welche vorbeugenden Sicherheitsmaßnahmen haben Sie getroffen? Sind alle Ihre Maßnahmen, zum Beispiel Antivirenprogramm, auf dem aktuellsten Stand? Wie schnell und nahtlos könnten Sie nach einem Angriff weiter arbeiten?

 

Nr. 4: Wie ist die Risikostreuung auf der Kundenseite?

Beispiele:

  • Ein großer Firmenkunde wird verkauft und beauftragt Sie nicht länger
  • Bei einem wichtigen Kunden gibt es personelle Veränderungen und die neuen Verantwortlichen bringen ihre eigenen Berater, Trainer, Coaches herein
  • Ein wichtiger Kunde wird zahlungsunfähig oder zahlt verspätet

Wie empfindlich würde sich so eine Situation auf Ihren eigenen Umsatz und Gewinn auswirken sowie auf Partner, Freelancer, Mitarbeiter? Wie schnell könnten Sie den Ausfall kompensieren? Wie lange könnten Sie den Ausfall auch ohne neue Einnahmen finanziell überbrücken?

 

Nr. 5:  Welche Risiken bestehen auf Dienstleisterseite?

Beispiele:

  • Sie haben vitale Funktionen an einen anderen Solo-Unternehmer ausgelagert und dieser ist in Urlaub, wird krank oder stirbt
  • Ihr Dienstleister verfügt über wichtige Daten oder Rechte, zum Beispiel in Bezug auf Ihre Website, und Sie selbst haben darauf keinen Zugriff
  • Ihr Dienstleister ist nicht zuverlässig

Wären Sie in der Lage, beim Ausfall Ihres Dienstleisters die nötigen Funktionen selbst zu übernehmen? Könnten Sie ohne Weiteres einen anderen Dienstleister mit der Fortführung beauftragen? Wie gut sind die Prozesse und Daten dokumentiert?

 

Nr. 6:  Wie risikobehaftet ist Ihr Marketing?

Beispiele:

  • Sie haben Ihre Aufträge in der Vergangenheit aufgrund von Empfehlungen erhalten und Ihr wichtigster Empfehlungsgeber bricht weg
  • Sie nutzen ausschließlich einen einzigen Social Media Kanal und dieser verliert an Bedeutung, ändert seine Richtlinien oder Ihr Konto dort wird gesperrt
  • Sie haben keine eigene E-Mailliste

Auf wie vielen „Füßen“ steht Ihr Marketing? Wie würde sich der Wegfall Ihrer bisher dominanten Marketingmethode auf Ihre weitere Kundengewinnung auswirken? Wie ist überhaupt Ihre innere Einstellung zu Marketing?

 

Nr. 7: Wie steht es um finanzielle Risiken?

Beispiele:

  • Zahlungsprobleme eines Kunden
  • unerwartete Ausgaben größeren Ausmaßes
  • Stornierung eines Auftrages / Rückerstattung in größerem Ausmaß bei Online-Geschäften

Haben Sie eine Liquiditätsplanung? Wie lange könnten Sie unerwartete finanzielle Belastungen überbrücken? Wie schnell könnten Sie neue Einnahmen generieren?

 

Nr. 8: Was passiert, wenn Sie selbst ausfallen?

Beispiele:

  • eigene Krankheit
  • Betreuung von kranken oder pflegebedürftigen Eltern
  • Wunsch oder Notwendigkeit einer Auszeit

Würde Ihr Business auch ohne Sie Einnahmen generieren? Gibt es eine Vertretungsregelung und wie gut würde sich ein Vertreter zurechtfinden? Wie gut sind Ihre Prozesse dokumentiert?

 

Risikomanagement gehört zur Arbeit „am“ Unternehmen

Ich will mit alledem nicht den Teufel an die Wand malen. Doch alle erwähnten Beispiele sind aus dem Leben gegriffen. Einige habe ich  selbst erlebt. Andere wurden mir von Klienten berichtet.

Wenn Sie Ihr Business ernst nehmen, gehört Risikomanagement mit dazu.

Wie Sie die Risiken einschätzen, ist Ihre Sache. Man kann sich nicht gegen alles absichern. Und manche Maßnahmen mögen sich nicht sofort umsetzen lassen.

Doch die bewusste Auseinandersetzung mit diesen Themen ist aus meiner Sicht Teil der Arbeit „am“ Unternehmen und ein wichtiger Schritt zur weiteren Professionalisierung.

Was haben Sie schon erlebt und daraus gelernt? Welche Lösungen nutzen Sie?

 

Ich bin Monika Birkner und unterstütze vielseitige Solopreneure & Multipreneure, gerade wegen ihrer Vielfalt erfolgreich zu sein und ein Business zu schaffen, das größer ist als sie selbst.

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