Stellen Sie sich vor, Sie seien selbstständig und suchten einen Coach, der Sie unterstützt, erfolgreicher zu werden.

Sie recherchieren im Internet nach „Coaching“ und finden 117.000.000 Google-Einträge (testen Sie es ruhig mal:-)).

Ooops. Wollen Sie Ihren Browser sofort wieder schließen?

Nein, Sie wollen Hilfe. Also lassen Sie sich nicht entmutigen, sondern grenzen Ihre Recherche weiter ein.

Gleichwohl bleibt die Auswahl noch groß.

Dass Sie es als Suchender nach Coaching-Leistungen schwer haben, sich zurechtzufinden, liegt daran, dass viele Anbieterseiten gleich mehrere Probleme haben:

Problem Nr. 1: Typische Coaching-Websites ähneln sich

Sie fangen an, einzelne Websites zu besuchen.

Was finden Sie dort?

1) Definitionen, was Coaching ist.

Die Definitionen klingen ziemlich ähnlich: „Begleitung bei Veränderung“ – „Unterstützung bei der Erreichung von Zielen“ – „keine Ratschläge“ – „Hilfe zur Selbsthilfe“ und ähnliche allgemeine Aussagen.

Hmm, ist ja schön und gut. Was machen Sie damit?

2) Lange Listen von Ausbildungen, die der oder die Betreffende absolviert hat.

Nach dem Besuch der ersten Seiten beginnen Sie, diese in Gruppe A oder Gruppe B einzuteilen. In die Gruppe A ordnen Sie alle die ein, die systemisches Coaching, Neurolinguistisches Programmieren (NLP) und ähnliche Methoden erwähnen.

Offenbar sind diese Methoden weit verbreitet. Allerdings kommen Sie aus einer ganz anderen Branche. Ihnen sagen diese Begriffe nichts. Und da sie auf so vielen Seiten stehen, bieten sie auch keine Auswahlhilfe.

In Gruppe B finden sich exotische Methoden. Diese geben Ihnen noch mehr Rätsel auf.

Was haben Sie also von diesen langen Listen? Sollen Sie einfach den Coach mit den meisten Ausbildungen auswählen?

3) Informationen über die Person und vielleicht noch weitere Rubriken.

Hier finden Sie vielleicht die eine oder andere Information, die Ihnen bei der Auswahl weiterhilft.

Problem Nr. 2: Wenig Entscheidungshilfe für den potenziellen Klienten

Diese Darstellung ist natürlich bewusst überspitzt. Es gibt durchaus Websites von Coaches, die sehr aussagekräftig sind.

Doch für viele Seiten dürfte die obige Beschreibung weitgehend zutreffen.

Was machen Sie als Suchender? Wonach entscheiden Sie?

Vielleicht wollen Sie schon aufgeben. Zumindest ist Ihnen erst einmal nach einer Pause zumute.

Wie es anders geht – mit einem Signature System (und was das ist)

Doch hoppla.

Plötzlich entdecken Sie eine Seite, die anders ist.

Hier verspricht Ihnen ein Coach, dass Sie mit seiner Hilfe innerhalb von 4 Wochen neue Kunden gewinnen. Noch mehr: Er beschreibt eine systematische Vorgehensweise, wie Sie dabei vorgehen. Das Ganze hat Hand und Fuß für Sie. Sie überlegen nicht lange, sondern nehmen mit ihm Kontakt auf.

Dieser Coach nutzt das, was ich Signature System nenne.

Ein Signature System ist eine systematische und diesem Coach eigene Vorgehensweise, wie er seine Klienten vom Ausgangspunkt A zum Zielpunkt Z führt und dabei durch die Systematik typischerweise reproduzierbare Ergebnisse erhält, selbst wenn jede Situation natürlich individuell ist.

Warum die klassische Vorgehensweise schlecht funktioniert

Viele Coaches verdienen nicht das, was sie eigentlich verdienen möchten.

Viele Coaches versuchen, „Coaching“ zu verkaufen. Sie stellen sich nicht in die Schuhe des Klienten und machen sich nicht klar, was der Klient eigentlich will, nämlich die Lösung für seine Situation und eine möglichst große Gewissheit, dass er hier die ersehnte Hilfe bekommt.

  • Für den potenziellen Klienten bedeutet das, dass er (oder sie) große Mühe hat, einen passenden Coach zu finden, auch wenn es reichlich Coaching-Angebote gibt. Machen Sie einmal den Test: Fragen Sie Ihre Klienten, wie einfach – oder schwierig – es war, einen passenden Coach zu finden.
  • Für den Coach (männlich oder weiblich) bedeutet es: Er erhält nicht genug Aufträge, selbst wenn es genügend Menschen gibt, für die seine Leistung gut geeignet wäre. Denn er beziehungsweise sein Angebot erscheinen austauschbar.

Warum ein Signature System dem Coach wie dem Klienten nützt

Ein Signature System bietet den Ausweg.

Ein Signature System ist das, was in dem obigen Beispiel beschrieben ist. Es zeigt dem Klienten genau, was er zu erwarten hat.

Der Klient erfährt, welche Ergebnisse möglich sind und wie diese erreicht werden, nämlich mit Hilfe einer bewährten und diesem Coach eigenen Vorgehensweise, eines „Systems“.

  • Ein Signature System hilft dem Coach, sich klar zu positionieren und von anderen abzuheben. Er erscheint nicht mehr austauschbar und sehr attraktiv für seine Wunschkunden.
  • Ein Signature System ist außerdem das Herzstück eines langfristig profitablen Geschäftsmodells. Aus dem Signature System lassen sich weitere Leistungen und Produkte ableiten: Gruppenangebote, Coachingprogramme als Selbstlernkurse, Zertifizierungen anderer Coaches und mehr.
  • Auf Dauer hilft ein Signature System also, der „Zeit-gegen-Geld-Falle“ zu entkommen. Wenn die erste Hürde in der Selbstständigkeit genommen ist, nämlich genug Klienten zu gewinnen, ist der „Zeit-gegen-Geld“-Tausch die zweite Hürde. Auch diese Hürde lässt sich nehmen, aber nur dann, wenn man zumindest zusätzlich zum Tausch „Zeit-gegen-Geld“ auch Produkte anbietet oder mit Partnern arbeitet.

Ein Signature System zu haben, ist also für jeden Coach eine fundamentale Voraussetzung für langfristigen Erfolg.

Die „Black Box“ wird transparent

Und noch ein Vorteil: Die Black Box wird transparent.

Ganz allgemein „Coaching“ zu verkaufen, gibt dem Kunden eine Black Box. Er kann nicht einschätzen, was in der Black Box enthalten ist. Er muss sich überraschen lassen.

Ein Signature System macht die Black Box transparent.

Der Kunde sieht, dass der Coach nach einer bestimmten Systematik vorgeht, die bestimmte Ergebnisse erwarten lässt. Der Kunde entwickelt Vertrauen.

Meine eigenen Erfahrungen

Ich habe selbst mit beiden Formen meine Erfahrungen gesammelt. Eine systematische Vorgehensweise lässt sich wesentlich leichter verkaufen und in der Regel auch preislich anders einordnen, als wenn man lediglich eine Anzahl Stunden verkauft.

Hinzu kommt noch ein weiterer Vorteil: Ein Signature System gibt mir selbst auch mehr Vertrauen in den Prozess. Ich weiß, dass diese Vorgehensweise typischerweise bestimmte Ergebnisse produziert.

Ein allgemeiner Coaching-Prozess, der sich möglicherweise stark an dem orientiert, was der Klient gerade mitbringt, ist auch für mich als Coach weitaus offener vom Ablauf und den Ergebnissen.

Wenn ich einen offenen Prozess anbiete, kann ich ehrlicherweise keine konkreten Ergebnisse in Aussicht stellen, sondern letzten Endes nur meine Zeit und mein Engagement verkaufen.

Doch wie attraktiv ist das?

Ein Signature System hilft vor dem Verkauf, während des Coachingprozesses und danach

Also nochmals zusammen gefasst die Vorteile eines Signature Systems:

  • Im Vorfeld: Klarheit für den potenziellen Klienten, was er erwarten kann, und für den Coach eine Positionierung am Markt außerhalb der Austauschbarkeit
  • In der Zusammenarbeit: eine Vorgehensweise, auf die sich beide immer wieder beziehen können
  • Nach der Zusammenarbeit: Möglichkeit für weiterführende Leistungen, die dem Klienten zusätzlichen Wert schaffen und dem Coach die Möglichkeit bieten, sich aus der „Zeit-gegen-Geld“-Falle zu befreien.

Und die ganze Zeit über: Klarheit und Ehrlichkeit, Berechenbarkeit und Vertrauen.

Drei konkrete Beispiele für ein Signature System

Gibt es Beispiele für ein Signature System? Hier sind drei Beispiele amerikanischer Coaches, deren Entwicklung ich seit vielen Jahren beobachte.

Beispiel Nr. 1: Michael Port – Book Yourself Solid

Die Methode ist in seinem gleichnamigen Buch beschrieben, das es mittlerweile in verschiedenen Varianten gibt.

Er bietet u.a. Mentoring und Coaching mit ihm und von ihm ausgebildeten Kollegen an, außerdem ein Zertifizierungsprogramm.

Hier ist der Link zur Website.

Beispiel Nr. 2: C.J. Hayden – Get Clients Now

Das 28-Tage-Marketing-Programm von C. J. Hayden gibt es ebenfalls als Buch, außerdem als Coaching-Programm.

Wie Michael Port es tut, bietet auch sie die Möglichkeit, als lizensierter Partner das Programm zu unterrichten.

Hier ist der Link zur Website.

Beispiel Nr. 3: Fabienne Fredrickson und ihr Mann Derek – Client Attraction Business School

Die Business School ist relativ neu. Das Flaggschiff von Fabienne Fredrickson ist das Client Attraction Programm, aus dem sich dann weitere Programme entwickelten und auch die Business School.

UPDATE: Mittlerweile hat sie die frühere Client Attraction Programme übergeführt in ein neues Signature System: Boldheart.

Hier ist der Link zur Website.

Update 10/2018: Die Ausbildung zum Facilitator wird derzeit nicht angeboten

Signature System: Wichtige Voraussetzungen

Damit ein Signature System die oben beschriebenen Effekte hat, sind verschiedene Voraussetzungen nötig:

Anderes Mindset: Klientenzentriert

Ein Signature System setzt ein anderes Denken voraus, als es viele Coaches praktizieren.

Ein Signature System orientiert sich am Klienten und daran, mit Hilfe des Wertes, den man Klienten bietet, ein erfolgreiches Business aufzubauen.

Viele Coaches bleiben hingegen in solchen Fragen stecken wie „Ist das jetzt Coachen oder Beraten, was ich tue“? – „Nenne ich mich Coach, Mentor oder Supervisor?“

Alles das ist für den Verkauf der Leistungen letztlich nicht relevant. Denn der Kunde ist an der Lösung für sein Problem interessiert, nicht an Begrifflichkeiten.

Sauber herausgearbeitetes und erprobtes System

Ein Signature System hilft beim „ehrlichen“ Verkaufen, weil vorher klar ist, was den Klienten erwartet.

Der Klient geht nicht das Risiko der „Black Box“ mit dem allgemeinen Namen „Coaching“ ein.

Voraussetzung ist natürlich, dass das Signature System sauber definiert und realistisch beschrieben ist.

Natürlich bleibt ein Rest Ungewissheit, denn Menschen und ihre Situationen sind immer einzigartig.

Doch insgesamt bietet ein Signature System ein solides Fundament, auf dem sich ein erfolgreiches Coaching-Business entwickeln lässt, das sogar gute Chancen hat, eines Tages verkaufsfähig zu sein.

Unterstützung gesucht?

Ich weiß, dass sowohl der Begriff Signature System wie auch die Denk- und Vorgehensweisen, die damit verbunden sind, für Sie höchstwahrscheinlich ganz neu sind.

Gern unterstütze ich Sie, Ihr Signature System zu finden und daraus ein skalierbares und verkaufsfähiges Business zu bauen.

Nehmen Sie Kontakt mit mir auf, um Einzelheiten möglicher Unterstützung zu besprechen. Ein Signature System kann Ihnen helfen,

  • Ihr derzeitiges Business zu optimieren
  • Ihr Unternehmen weiter zu skalieren
  • Ihr Business verkaufsfähig zu machen.

Für alle drei Phasen habe ich Methoden und Tools, um Sie zu unterstützen.

Der Beitrag erschien erstmals im Januar 2015. Letztes Update am 11.06.2018

 

Ich bin Monika Birkner und unterstütze vielseitige Solopreneure & Multipreneure, gerade wegen ihrer Vielfalt erfolgreich zu sein und ein Business zu schaffen, das größer ist als sie selbst.

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