Digitale Produkte & Launch-Strategien: Dein Guide

Wie du digitale Produkte & Launches nutzen kannst, um mit deiner Vielfalt erfolgreich zu sein und ein verkaufsfähiges Business zu schaffen

30-Sekunden-Zusammenfassung

Digitale Produkte verschiedenster Art (vom E-Book über Online-Kurse bis zu exklusiven Membership-Modellen) sind nicht erst seit Corona auf dem Vormarsch. Doch erleben sie seitdem einen weiteren Aufschwung.

Egal ob du schon digitale Produkte nutzt oder nicht - dieser Guide wird dir neue Perspektiven vermitteln sowie praktische Tipps.

Ich kann das mit Sicherheit sagen, weil ich selbst erstmals 2004 einen Online-Kurs herausgebracht habe und danach noch viele andere.

Seitdem hat sich viel getan, ob in Bezug auf Technik oder sonst. Daher ist es wichtig, immer auf dem Laufenden zu bleiben.

Der Guide vermittelt dir wichtige Insights aus meinen eigenen Erfahrungen über die Jahre hinweg als auch aus meiner Vertrautheit mit der Szene und neuen Trends.

Damit auch du  digitale Produkte und Launches nutzen kannst,  um gerade wegen deiner Vielfalt erfolgreich zu sein und ein verkaufsfähiges Business zu schaffen.

Weshalb sich digitale Produkte lohnen

Mögliche Gründe für digitale Produkte

Digitale Produkte können in vielerlei Formaten kommen, zum Beispiel Online-Workshops, Online-Kurse, Membership-Modelle, Productized Services und mehr.

Die Motivation dafür kann verschiedenster Art sein:

  • mehr Unabhängigkeit vom Tausch "Zeit-gegen-Geld"
  • der Wunsch, eigenes Wissen und eigene Erfahrungen weiter zu geben
  • der Wunsch, mehr Menschen zu erreichen
  • ortsunabhängiges Arbeiten
  • Alternativen zu Präsenz-Angeboten, noch verstärkt durch Corona
  • und weitere Motive.

Hinzu kommt, dass durch Corona viele potenzielle Kunden bereit geworden sind, sich auf Online-Formate einzulassen, die es sich vorher nicht vorstellen konnten. 

Das heißt, der Markt hat sich verbessert. Allerdings hat sich auch der Wettbewerb erhöht.

Spezielle Vorteile für vielseitige Solopreneure

Für vielseitige Solopreneure kommen noch zusätzliche Gesichtspunkte hinzu:

  • Wenn du gern mal was Neues beginnst, dann kannst du natürlich das Bisherige sang- und klanglos fallen lassen. Doch es wäre schade, denn du hast viel Arbeit herein gesteckt. Indem du daraus ein digitales Produkt machst, kannst du andere an deinen Erfahrungen teilhaben lassen. Und selbst noch die Früchte daraus ernten, auch materiell.
  • Die Einnahmen aus digitalen Produkten erleichtern dir auch den Übergang ins Neuland. Denn dort steht ja erst einmal Einarbeitung an. Und in dieser Zeit laufen deine Kosten weiter. Die Gelder aus digitalen Angeboten können da sehr nützlich sein.
  • Hinzu kommt: du kannst dich ohne schlechtes Gewissen dem Neuen widmen und damit deine Vielfalt weiter verwirklichen. Denn du hast das Bisherige zu einem guten Abschluss gebracht.

Vorteile für das verkaufsfähige Business

Digitale Produkte sind auch eine hervorragende Vorbereitung für das verkaufsfähige Business.

Denn sie machen dein Business unabhängig von deiner Person.

Ein Erwerber deines Unternehmens kann weiterhin Einnahmen erzielen, auch wenn du selbst nicht mehr mit an Bord bist.

Ganz besonders interessant ist es für den Erwerber, wenn du ein Geschäftsmodell und Marketing-Systeme geschaffen hast, die relativ regelmäßige Einnahmen sicher stellen.

Digitale Angebote, Abo-Modelle, Membership-Angebote etc. eignen sich dafür besonders gut.

Ein Abo-Modell oder Membership-Angebot mit planbaren Einnahmen auf kontinuierlicher Basis kann auch den Verkaufspreis nach oben beeinflussen.

Denn es garantiert dem Erwerber mehr als jedes andere Modell weitere Einnahmen in Zukunft.

Weiterführende Beiträge: Wichtige Grundlagen 

Vielseitige Solopreneure neigen oft dazu, Neues zu beginnen und nicht genügend die Früchte aus dem Bisherigen zu ernten:
Säen & Ernten in Einklang bringen

Case Study meiner amerikanischen Kollegin, die ihr Online-Kurs-Business verkauft hat:
Verkaufsfähiges Business durch Online-Kurse

Verkauf eines kleinen Tanzstudios nach der Umwandlung in ein Membership-Modell:
Vom kleinen Tanzstudio zum verkaufsfähigen Unternehmen

Noch ein Beispiel vom Verkauf eines Membership-Business:
Ein Membership-Modell als Schlüssel für den Unternehmensverkauf

Welches digitale Angebot passt zu dir?

Online-Kurse

Online-Kurse gibt es in vielfachen Variationen:

  • von Selbstlernkursen bis zu Kursen mit intensiver Begleitung und Betreuung
  • kurz & kompakt bis hin zu Kursen über 6 - 12 Monate oder noch länger
  • von niedrigpreisig bis zu mehreren Tausend Euro
  • für alle möglichen Zielgruppen
  • zu allen möglichen Themen, Business ebenso wie sehr persönliche Themen
  • in allen möglichen Formaten: vom E-Mail-Kurs bis zum hoch-professionellen Multi-Media-Kurs.

Ziel ist in der Regel, dass der Teilnehmer etwas Bestimmtes lernt und umsetzt und so in seinem Leben oder beruflich voran kommt.

Vor allem die Umsetzung ist wichtig. Daher solltest du darauf besonderen Wert legen und den Teilnehmern nicht nur theoretisches Wissen vermitteln. 

Abo- und Membership-Angebote

Membership-Angebote sind ein Spezialfall von Abo-Angeboten, wie du sie von Zeitungen, schwarzen Socken etc. kennst.

Bei Online-Memberships geht es meist um Content verschiedenster Art zu einer bestimmten Thematik, ob als Videos, Workbooks, Tutorials. Dazu bekommt der Teilnehmer regelmäßig etwas Neues.

Ergänzt wird das oft, aber nicht zwangsläufig, durch Community-Aspekte:

  • eine Plattform für Austausch der Mitglieder
  • regelmäßige Zoom-Calls, Webinare, Office Hours o. dgl.
  • evtl.  ein Mitgliederverzeichnis

Auch individueller Support, ob als persönliches Coaching oder als technische Unterstützung, kann enthalten sein.

Eine Membership kommt vor allem dann in Frage, wenn fortlaufender Bedarf ist.

Productized Service

Ein Productized Service ist ein "produktisierter" Service. 

Statt jedem Einzelkunden etwas Individuelles zu liefern, wird das Angebot standardisiert und auf eine klar umrissene Zielgruppe zugeschnitten.

Das erlaubt u.a.

  • effizientere eigene Arbeit
  • weniger Vorhalten von Tools und Know-how, die nur selten gebraucht werden
  • einfachere Delegation von Aufgaben an Freelancer oder Mitarbeiter.

Oft ist ein Productized Service ein "Done-for-You"-Service wie zum Beispiel Website-Betreuung, regelmäßige Content-Erstellung oder dgl.

Für die Kunden ist damit die Sicherheit verbunden, dass der Anbieter sein Handwerk wirklich versteht und der Kunde nicht als "Versuchs-Kaninchen" herhalten muss.


Weiterführende Beiträge: Verschiedene Arte von digitalen Angeboten

Die Vorteile eines Abo-Modells:
Was ein Abo-Modell für dein Business tun kann

Lohnt sich ein Online-Kurs bei all den kostenlosen Leistungen?
Weshalb Kunden trotz kostenloser Leistungen einen Online-Kurs kaufen

Es kommt nicht nur darauf an, einen Online-Kurs zu produzieren und Kunden dafür zu gewinnen, sondern auch darauf, die Kunden zum Erfolg zu führen:
Sind Online-Kurse tot?

Erfahrungen von Katrin Linzbach mit ihrem Online-Kurs sowie ihrem Kartenset:
Kartenset, Online-Kurs und höhere Preise

Interview mit Ivan Blatter zu Premium-Preisen:
Ivan Blatter und sein Premium-Produkt

Erfahrungen von Sabine Piarry bei Aufbau ihrer Online-Akademie:
Interview mit Sabine Piarry zur Entwicklung ihrer Online-Akademie

Was ist ein Productized Service und was unterscheidet ihn von einem Online-Kurs?
Interview mit Maik Pfingsten zum Productized Service

Weshalb dieser neue Trend zu kuratierten Angeboten gerade für vielseitige Solopreneure interessant sein kann:
Neue Chancen für kuratierte Angebote aufgrund des Content Shocks

Standardisierung von Leistungen muss Individualität nicht ausschließen
Wie du deine Leistungen standardisieren und dennoch individuell halten kannst

Wichtige Voraussetzungen für digitale Produkte

Positionierung & Gesamt-konzept für dein Business

Klarheit über deine Positionierung ist eine unabdingbare Voraussetzung. Häufig wird das vernachlässigt. 

Das kann dann dazu führen, dass du monatelang an einem Kurs arbeitest.

Und dann feststellst, dass du damit eine andere Zielgruppe ansprichst als bisher. Vielleicht ist die bisherige Zielgruppe nicht hinreichend online-affin. 

Oder du merkst, dass du gar nicht hinreichend klar bist über deine Zielgruppe für den Kurs und deren Situation.

Auch das Gesamtkonzept für dein Business ist wichtig.

  • Wo steht dein digitales Angebot im Rahmen deines Gesamt-Portfolios? 
  • Wie ist es mit den übrigen Angeboten verknüpft?
  • Wie passt es zu deiner längerfristigen Strategie?

Zeit schaffen für dein digitales Produkt

Ein digitales Produkt zu kreieren, kostet viel Zeit und Energie. Ganz besonders am Anfang, wenn du es das erste Mal machst.

Du kannst dann getrost davon ausgehen, dass du das Zwei- bis Vierfache der veranschlagten Zeit benötigst.

Mal hie und da ein bisschen daran zu arbeiten, zieht den Prozess oft sehr in die Länge.

Es kann auch dazu führen, dass dein Angebot überhaupt nie fertig wird.

Wenn du es ernst meinst, dann ist es wichtig, dir möglichst regelmäßige Zeitblocke freizuschaufeln.

  • Das ist einerseits ein organisatorisches Thema. 
  • Oft allerdings noch mehr ein Mindset-Thema. Zum Beispiel, wenn du bisher Kundentermine und Kundenarbeiten als absolut prioritär betrachtet hast.

Von Anfang an auch an die Vermarktung denken

So kreativ und befriedigend auch der Schaffensprozess sein mag, so wäre es dennoch fatal, dich nur darauf zu konzentrieren.

Denn du möchtest ja dein Produkt auch verkaufen.

Schaff dir also frühzeitig die Voraus-setzungen, damit du dein Angebot auch verkaufen kannst. 

Ein häufiger Engpass ist, dass das bisherige Netzwerk zu klein ist.

Eine engagierte Community ist unerlässlich.

Und zwar nicht nur in den Social Media. Sondern auch als Abonnenten deiner E-Mail-Liste.

Denn E-Mails spielen gerade für den Launch eine entscheidende Rolle, letztlich aber für dein gesamtes Marketing  - auch außerhalb von Launch-Zeiten. 

Beginne also frühzeitig, deine E-Mail-Liste aufzubauen und zu pflegen.

Weiterführende Beiträge: Voraussetzungen für digitale Produkte

Ein Marketing-Mindset ist auf jeden Fall wichtig:
Wie du dir ein Marketing-Mindset schaffst - Interview mit Marketing-Berater Andreas Pfeifer

Neue Positionierungs-Strategien besonders für Berater, Coaches, Dienstleister:
Wenn Personal Branding und Experten-Positionierung nicht passen

Plane nicht am Markt vorbei:
Die 5 besten Wege, um die Bedürfnisse deiner Zielgruppe zu erkennen

Am besten schaffst du dir ein System, um deine Kunden besser zu verstehen:
Den Nerv der Kunden treffen - Interview mit Marcus Klug

Auch als vielbeschäftigter Berater oder Dienstleister Zeit finden, um deinen Online-Kurs zu erstellen - Interview mit Stefan Brandt:
Online-Kurs: Zeit finden und möglichst wenig Stress damit erleben


Wie du die Deep-Work-Prinzipien von Cal Newport als Solopreneur umsetzen kannst:
Mit Hilfe von "Deep Work" Zeit finden für deine wichtigen Projekte

Wie du neben dem Tagesgeschäft Zeit findest, an deinem Business zu arbeiten (insbes. Ziff. 7):
Total Business Transformation

Dranbleiben an Projekten:
Drei Herausforderungen beim Dranbleiben und wie du sie löst

Wenn dein Produkt nicht fertig wird:
Der wichtige Unterschied zwischen Prokrastination und Inkubation

Die neue Schlüsselkompetenz für Solopreneure:
Der Umgang mit Technik als neue Schlüsselkompetenz für Solopreneure

Vielleicht hast du es noch nie so gesehen: 
Moderne Technologien sind der beste Freund für Solo-Unternehmer

Doch Umgang mit Technik beschert auch Frusterlebnisse
Meine besten Tipps gegen Technik-Frust

Extra-Tipps für deine digitalen Produkte

Mit einem Signature System ist es viel einfacher

Wenn du im Rahmen deiner Positionierung ein Signature System entwickelt hast, wird alles Weitere viel, viel einfacher.

Ein Signature System ist deine spezielle Methode, wie du deine Kunden zur gewünschten Transformation führst, und dir damit einen Namen machst.

  • Denkst du möglicherweise bei Aufräum-Methoden an Mari Kondo? 
  • Oder beim Zeitmanagement an David Allen mit seinem Getting Things Done?
  • Oder bei Innovationen an die Blue Ocean Strategie?

Das sind alles Beispiele von Signature Systemen.

Sie geben dem Anbieter einen unglaublichen Vorteil im Markt.

Und sie erleichtern die Produkt-entwicklung. Ganz egal, um welches Produkt es dabei geht.

Denn du hast die Vorarbeit bereits geleistet und deine Produkte sind lediglich Variationen davon.

Nutze das Rundenprinzip, statt dich zu überfordern

Ein digitales Produkt stellt hohe Anforderungen:

  • Du musst dafür Zeit freischaufeln.
  • Du arbeitest in einem ganz anderen Modus als mit deiner Dienstleistung.
  • Du musst den Stoff eingrenzen, an deine Zielgruppe anpassen und sinnvoll strukturieren.
  • Du musst die Inhalte produzieren und dich in Technik einarbeiten.
  • Du musst dein Produkt verkaufen.
  • Du musst eine Bezahlmöglichkeit schaffen.
  • Du brauchst eine Plattform, um dein Produkt zur Verfügung zu stellen.
  • Du musst schauen, wie deine Kunden klar kommen, und ggf. nachbessern.

Wenn du das alles beim allerersten Produkt versuchst, kann das leicht eine Überforderung sein.

Von daher empfehle ich, zunächst einmal mit einer einfachen Variante zu beginnen, und dann von Runde zu Runde anspruchsvollere Wege zu integrieren.

Erst verkaufen? Oder erst produzieren?

Oft wird empfohlen, erst einmal das Produkt zu verkaufen. Und es erst dann zu produzieren. Das hat gewisse Vorteile, zum Beispiel

  • dass du siehst, wieweit überhaupt Interesse besteht
  • dass du schon während der Produktionsphase Einnahmen hast
  • dass du dir selbst Druck machst, das Ganze auch tatsächlich zu realisieren.

Dieses Vorgehen ist aber nicht immer die beste Lösung. Denn

  • gerade am Anfang kannst du schwer einschätzen, wie lange du überhaupt brauchst
  • dadurch können sehr viel unnötiger Druck und Stress entstehen
  • es gibt auch andere Wege, die Kaufbereitschaft zu testen
  • letztlich sagt die Reaktion nicht unbedingt etwas über dein Produkt, sondern mehr über dein Marketing. Möglicherweise würde das Angebot mit einer anderen Marketingbotschaft ein Renner.

Wie ein Signature System dich unterstützt bei digitalen Produkten

Ein Signature System ist für digitale Produkte so etwas wie eine Plattform im Automobilbau.

Es bietet die Grundlage, auf der du alle möglichen Produkte entwickeln kannst. Denn die Basis ist immer gleich: Dein System, wie du die Kunden zur gewünschten Transformation führst.

Die Infografik stammt aus dem Beitrag: Ein Signature System als Game Changer für dein Business.

Monika Birkner Infografik_ Ein Signature System = zig Produkte 2

Weiterführende Beiträge: Extra-Tipps für deine digitale Produkte

Einen Kurzüberblick zum Signature System erhältst du hier (Ziff. 5):
Total Business Transformation

Der Artikel geht auch auf das Rundenprinzip sein (Ziff. 6):
Total Business Transformation

Praktische Beispiele, wie du in mehreren Runden  zum skalierbaren Business kommst:
Skalierbares Business in Etappen

In diesem Interview gibt Marit Alke wertvolle Tipps zum Start mit Online-Kursen:
Interview mit Marit Alke: ist ein Online-Kurs richtig für dich? Und wie startest du am besten?

Mögliche Zwischenschritte oder auch Alternativen auf dem Weg zum Online-Business:
21 Alternativen bzw. Zwischenschritte auf dem Weg zum Online-Business

Weshalb ein Launch? Und wie geht das?

Was ist ein Launch?

Der Begriff "Launch" oder "Produkt-Launch" ist nicht auf Online-Business beschränkt.

Launches wurden auch offline schon seit Jahrzehnten praktiziert. 

Online wurde der Launch vor allem durch Jeff Walker und seine Product Launch Formula (PLF) bekannt.

Das Besondere an einem Launch ist: Er ist eine Bündelung und Inszenierung von Aktivitäten, die alle zum Ziel haben, Aufmerksamkeit und Spannung zu erzeugen. So dass dann der Kauf eine Erlösung von der Spannung ist.

Ein typischer Launch verläuft in mehreren Etappen. Stark vereinfacht sind diese:

  • Der Markt wird vorbereitet, dass etwas Neues und Exzeptionelles kommt.
  • Durch speziellen Content lernen potenzielle Kunden neue Lösungs-möglichkeiten für ihre Probleme kennen.
  • Sobald die eigentliche Kaufphase beginnt, gibt es ein Trommelfeuer an weiteren Informationen. Das ist die Zeit, wenn sehr viele E-Mails in Folge kommen, zum Ende hin sogar mehrfach am Tag.

Weshalb ist ein Launch sinnvoll?

Gerade wenn du schon in der Empfänger-Situation gewesen bist und sehr viele Mails in kurzer Zeit erhalten hast, magst du dir die Frage stellen, ob das denn wirklich sein muss. Es kann sogar sein, dass du dich schlicht genervt gefühlt hast.

Derartige Erfahrungen können dazu führen, einen Launch sehr skeptisch anzugehen oder gänzlich in Frage zu stellen.

Doch ein gut gemachter Launch kann sehr powervoll sein.

Es kann sein, dass du einige E-Mail-Abonnenten verlierst. Doch du gewinnst:

  • hohe Aufmerksamkeit im Markt
  • neue Abonnenten für deine E-Mail-Liste
  • Kunden für dein Produkt

Meist tun sich durch einen Launch noch weitere Chancen auf.

Ich habe zum Beispiel dadurch immer wieder auch Kunden für 1:1-Arbeit gewonnen, die sonst nicht auf mich aufmerksam geworden wären. Das Gleiche gilt für Interview- und Kooperationsanfragen u. dgl.


Wichtige Erfolgsfaktoren für einen Launch

Ein Launch ist keineswegs ein Selbstläufer. Es gibt eine Reihe von Faktoren, die für den Erfolg maßgeblich sind, u.a.

  • frühzeitige und umfassende Vorbereitung der Inhalte, Materialien, Abläufe
  • hoher, am besten ausschließlicher Fokus auf den Launch
  • sorgfältige Orchestrierung aller Maßnahmen, so dass ein "Buzz"-Effekt möglich wird
  • den Verknappungseffekt, der durch die zeitlich limitierte Kaufmöglichkeit und ggf. weitere Faktoren eintritt
  • Follow-up-Mails: meine Abschlussraten stiegen immer signifikant mit jeder weiteren Follow-up-Mail
  • zumindest dann, wenn du mehr Erfahrung mit Launches hast, können Affiliate-Partner den Erfolg deutlich steigern. Allerdings will das ebenfalls gut vorbereitet sein, erfordert hohen Aufwand und kann im Endeffekt dazu führen, dass du durch die Affiliate-Provisionen und sonstige Ausgaben nicht viel gewinnst. Allerdings können die neuen E-Mail-Abonnenten ein langfristiger Gewinnsein.

Eine Auswahl häufiger Launch-Strategien

Der E-Mail-Launch

Es ist durchaus möglich, einen Launch allein mit E-Mails durchzuführen.

Das kann eine Option sein, wenn du dich mit den anderen Möglichkeiten und dem dazu gehörigen technischen Aufwand derzeit überforderst fühlst.

Es setzt allerdings eine hinreichend große und auch engagierte E-Mail-Liste voraus.

Denn wenn die Liste nicht groß genug ist oder deine Mails zu wenig geöffnet werden, dann kannst du logischerweise nicht viel erwarten.

Außerdem ist wichtig, wie du deine Mails schreibst.

Ein Launch folgt einer gewissen Choreografie. Mehr dazu gleich unten.

Außerdem ist es wichtig, deine Kunden sehr gut zu kennen.

Und auch, dass du in der Lage bist, eine klare und überzeugende Botschaft zu entwickeln und zu kommunizieren.

Der Webinar-Launch

Webinare sind eine gute Möglichkeit für einen Launch, ob solo oder in Verbindung mit weiteren Maßnahmen.

Du bist mit den Teilnehmern in persönlichem Kontakt und kannst auch Fragen beantworten. Wichtige Erfolgsfaktoren sind u.a.:

  • dass du genügend Anmeldungen und auch aktive Teilnehmer für die Webinare gewinnst
  • dass dein Webinar auf der einen Seite echten Wert bietet und du gleichzeitig selbstbewusst und professionell dein Angebot verkaufst. Das kann sich gerade am Anfang wie ein ziemlicher Spagat anfühlen.
  • Der Übergang zwischen beiden Teilen kann eine besondere Herausforderung sein. Plane diesen sehr genau im Vorfeld. Und übe ihn am besten mehrmals.
  • Follow-up-Mails spielen ebenfalls eine wichtige Rolle. Wenn sie gut gemacht sind, kommt darüber oft die Mehrzahl der Verkäufe zustande.

Der Launch über eine Online-Challenge

Eine Online-Challenge ist ein Event über meist 5 Tage. Die Teilnehmer bekommen täglich eine kleine Aufgabe, so dass sie durch die Challenge schon erste Erfolge erzielen. Oft wird dazu eine Facebook-Gruppe genutzt.

Am Ende der Challenge wird dann der Online-Kurs bzw. das sonstige digitale Angebot verkauft.

Eine Challenge kann sehr viel positive Energie entfalten und Interesse an mehr wecken, zumal die Teilnehmer dich durch den intensiven Austausch schon gut kennen lernen. Wichtige Erfolgsfaktoren sind u.a.

  • geschickte Wahl des Challenge-Themas
  • die Aufgaben so zu gestalten, dass die Teilnehmer Erfolgserlebnisse erzielen
  • eine positive Energie in der Gruppe zu schaffen, die die Teilnehmer unterstützt und motiviert, aktiv dabei zu bleiben
  • bei alledem den Verkauf nicht aus den Augen zu verlieren.

Weiterführende Beiträge: Launch-Strategien

Erfahrungen mit einer sehr erfolgreichen Online-Challenge:
Interview mit Frank Katzer zu den Erfolgsfaktoren für seine Challenge

Wenn du deine E-Mail-Liste vernachlässigt hast, dann beginne früh genug, das wieder gut zu machen:
Drei Beispiele, um eine "kalt" gewordene E-Mail-Liste wieder zu reaktivieren

Mögliche Herausforderungen im Rahmen eines Launches

Strategische Gestaltung

Ein gut gemachter Launch ist eine strategische Herausforderung. Diese betrifft sowohl die Inhalte als auch die Organisation und Orchestrierung der verschiedenen Maßnahmen.

Eine gute Einführung bietet das Buch "Launch" von Jeff Walker, dem "Vater" der Online-Launches (auch in Deutsch erhältlich).

Jeff Walker Launch Original

Emotionale Herausforderungen

Nicht zu unterschätzen sind die emotionalen Herausforderungen, und zwar auf verschiedenster Ebene, zum Beispiel:

  • Gefühle von Überforderung (Overwhelm) wegen all der vielen Punkte, die vorzubereiten und zu beachten sind
  • Herausforderungen mit der Technik, gerade wenn du bisher nicht so technik-affin warst.
  • Bei einem typischen Launch steht sehr viel auf dem Spiel. Das erhöht den Erfolgsdruck.
  • Umgang mit Pannen, die unweigerlich zwischendurch auftreten.
  • Sorge, dass sich Leute scharenweise aus deiner E-Mail-Liste abmelden, wenn du plötzlich vermehrt E-Mails sendest.

Das Gute ist: Je mehr du dir dieser Herausforderungen bewusst bist, desto bessere Chancen hast du, dafür schon im Vorfeld Lösungen zu finden.

Denn für alles gibt es Lösungen:-).

Es kauft keiner

Nicht jeder Launch ist ein Erfolg. Es kann passieren, dass keiner kauft. Oder nur sehr wenige. Wenn du alles auf eine Karte gesetzt hast, dann kann das sehr bitter sein.

Doch es ist auch kein Weltuntergang. Auch sehr namhafte Anbieter haben irgendwann solche Erfahrungen gemacht. Und dann daraus gelernt und danach bessere Ergebnisse erreicht.

Einige Fragen, die du dir stellen kannst:

  • War das Angebot attraktiv genug? War es klar genug beschrieben? Passte es für die Zielgruppe, die du ansprechen wolltest?
  • Waren die Ziel evtl. von vornherein unrealistisch, auch im Hinblick auf deine bisherigen Kontakte zu deiner Zielgruppe?
  • Hattest du den Launch strategisch genug geplant? Die Inhalte? Die Kanäle? Die Sequenzen?
  • Hast du den Launch so durchgeführt wie geplant? Wie bist du mit unerwarteten Ereignissen umgegangen?
  • Wie war deine Launch-Energie?

Wie ich dich unterstützen kann

Ich hoffe, dass dieser Guide dir Lust gemacht hat auf digitale Produkte & Launches und dir Inspiration sowie praktische Tipps mit auf den Weg gegeben hat.

Gern unterstütze ich dich bei der Planung und Umsetzung davon.

Denn es gibt natürlich im Detail noch sehr viel mehr zu bedenken und  zu beachten, als ich in diesem Guide vermitteln konnte.

Gern können wir in einem persönlichen Gespräch deine Situation besprechen.

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