Angst vor Technik? Für viele Solopreneure ist das ein echtes Hindernis, um ihr Business so voranzubringen, wie sie es wünschen. Je früher du diese Angst überwindest, umso besser. Denn ohne Technik geht es nicht mehr. Mehr noch: Moderne Technik kann dein bester Freund sein als Solopreneur. Und du kannst eine ganz neue Schlüsselkompetenz entwickeln, auch wenn du heute alles andere als ein Techie bist. Der Beitrag zeigt dir, wie du dorthin kommst.

Der Umgang mit Technik wird mehr und mehr zur Schlüsselkompetenz, die über deinen Erfolg als vielseitiger Solo-Unternehmer oder Multipreneur entscheidet.

Doch für viele ist das ein unvertrautes und Unbehagen auslösendes Terrain.

Das muss nicht so bleiben.

Mehr noch: Es darf nicht so bleiben. In diesem Artikel

  • erläutere ich, warum es ohne Technik nicht mehr geht
  • begründe ich, warum Technik dein bester Freund ist
  • zeige ich dir, wie du Schritt für Schritt lernst, die Technik zu meistern
  • gebe ich Tipps zur Frage „Outsourcing ja oder nein?“
  • sensibilisiere ich dich für die vier  häufigsten Fehler beim Umgang mit Technik.

I. Vom „Nicht-Techie“ zum Technik-Fan – auch für dich möglich

Ich bin von Haus aus alles andere als ein „Techie“.

Doch in den 20 Jahren meiner Selbstständigkeit habe ich mir so viel angeeignet, dass ich an bestimmten Stellen mehr weiß als mancher Experte.

Auch in meiner Arbeit mit meinen Beratungs- und Coaching-Klienten nehmen technische Dinge erheblichen Raum ein und ich gebe gern mein Wissen weiter.

Mein heutiges Business beruht zu schätzungsweise 90 Prozent auf Technik.

Und das schon so seit vielen, vielen Jahren, da ich früh begonnen habe mit Telefoncoaching, Telefonseminaren/ Webinaren, Online-Kursen, Online-Marketing  und vielem mehr.

Mittlerweile ist vieles wesentlich einfacher geworden.

Von daher: Wenn ich es geschafft habe, mich in technische Fragen einzuarbeiten und sogar zum Technikfan zu werden, dann wirst du es auch schaffen:-).

II. Sieben Gründe, warum es ohne Technik nicht geht 

Wenn du als vielseitiger Solopreneur oder Multipreneur langfristig am Markt erfolgreich sein willst, ist Technik unverzichtbar.

Grund Nr. 1: Du brauchst Technik, um deine Leistungen zu erstellen

Tendenziell wird es keinen Coach oder Berater geben, der ohne zusätzliche Produkte auskommt.

In den USA ist der Trend schon seit Jahren zu erkennen. Durch Corona hat er sich noch massiv verstärkt.

Oftmals handelt es sich um Videokurse, doch sind auch andere Formate denkbar wie Audio, pdf-Workbooks, Webinare und Webinaraufzeichnungen.

In jedem Fall brauchst du dafür Technik.

Selbst wenn du heute noch klassische 1:1-Beratung machst, so wollen Kunden doch vermehrt andere Lösungen wie zum Beispiel Coaching via Skype oder Zoom.

Unter Corona-Bedingungen ist das ja so etwas wie das New Normal geworden.

Grund Nr. 2: Du brauchst Technik, um deine Leistungen auszuliefern

Wenn du Produkte irgendwelcher Art kreierst, brauchst du eine Plattform, um diese auszuliefern.

Im Falle eines Videokurses brauchst du eine Plattform, wo die Videos ihre Heimat haben.

Das kann ein Service sein wie Wistia oder Vimeo, der deinen Kunden ermöglicht, sich das Video anzusehen.

Es kann auch eine Kurs-Plattform sein, wo du zusätzlich Arbeitsmaterialien zum Download bereitstellst.

Mittlerweile gibt es ja reichlich deutsche Anbieter von Kurs- und Membership-Plattformen wie zum Beispiel Elopage, Coachy, Coachannel, Memberspot und andere.

Grund Nr. 3: Du brauchst Technik, um deine Leistungen zu vermarkten

Ob du ein Blog betreibst einen Podcast veröffentlichst, Video-Marketing betreibst, auf den Social Media aktiv bist – ohne Technik kommen du nirgendwo aus.

Hinzu kommt E-Mail-Marketing, das eine tragende Säule in deinm Gesamt-Marketing einnehmen sollte.

Selbst wenn du persönlich Technik nicht magst, so nutzen doch deine Kunden sie zusehends.

Denke zum Beispiel an das Informationsverhalten über Social-Media-Kanäle und die Nutzung von mobilen Geräten.

Grund Nr. 4: Du brauchst Technik, um dich selbst zu organisieren und dein Business zu steuern

Ich habe immer noch einen handlichen Papierkalender und liebe ihn. Doch ohne meinen Online-Buchungs-Kalender käme ich schwer zurecht, ganz zu schweigen von den anderen Tools wie Notion, Todoist, Clockify und andere.

Es gibt mittlerweile viele Tools, die bei der Informationsbeschaffung, der Informationsverarbeitung, der Angebots- und Rechnungserstellung, der Buchhaltung und sonstigen Aktivitäten in Ihrem Backoffice helfen.

Grund Nr. 5: Du brauchst Technik für deine Weiterbildung

Webinare, Online-Kurse, Online- oder Telefoncoaching, Podcasts, Blogartikel – alles das wäre ohne Technik nicht möglich.

Grund Nr. 6: Du brauchst Technik für deine Informationsverarbeitung

Was machst du mit all deinen Notizen aus Bücher, Webinaren, Online-Kursen etc.? Wenn du sie nicht auf Papier speicherst, brauchst du dafür Technik, zum Beispiel ein Tool wie Evernote oder Notion.

Grund Nr. 7: Du brauchst Technik, um Ihr Unternehmen verkaufsfähig zu machen

Für einen Erwerber ist es wichtig, dass er das Unternehmen auch ohne deine aktive Mitwirkung fortführen kann.

Gut dokumentierte und idealerweise auch automatisierte Prozesse sind dafür sehr wichtig.

Und die funktionieren nicht ohne Technik

III. Technik für vielseitige Solopreneure & Multipreneure: Dein bester Freund

Die vorstehende Übersicht beabsichtigt nicht, dir Angst zu machen. Es handelt sich lediglich um eine Bestandsaufnahme von Entwicklungen, die nicht mehr umkehrbar sind.

Sich zähneknirschend damit anzufreunden, ist das eine.

Ich gehe noch einen Schritt weiter und sage: Technik ist dein bester Freund. Hier ein paar Gründe für diese Behauptung:

  • Reichweite: Technik, zum Beispiel in Form von Social Media-Plattformen, ermöglicht dir, deine Reichweite zu erhöhen.
  • Zeitversetzte Kommunikation: Deine Außenkommunikation, ob via Einzel-Mail, E-Mail-Kampagnen, Social Media-Postings, lässt sich von deiner Arbeitszeit abkoppeln. Das heißt: Du kannst diese Dinge dann bearbeiten, wenn du dafür Zeit hast, statt wie bei persönlichen Treffen oder Telefonaten zeitgleich mit der anderen Person agieren zu müssen.
  • Skalierbares Geschäftsmodell und persönliche Zufriedenheit: Durch die Umwandlung von Dienstleistungen in Produkte kannst du Einnahmequellen schaffen, die von deiner Arbeitszeit abgekoppelt sind und mit denen dein Geschäftsmodell skalierbar wird. Unabhängig von den positiven Auswirkungen, die das auf dein Business hat, kann es auch persönlich sehr befriedigend sein, das Wissen zu systematisieren und in Produkte zu verpacken.
  • Expertenstatus: Produkte und deren Ableger in Form von Marketing-Content helfen dir, dich als Experte zu positionieren und auch, deine Expertise immer mehr zu erweitern. Denn durch die Umwandlung deines Wissens in Produkte beziehungsweise Content musst du dich vertieft damit auseinander setzen.
  • Medienunternehmer werden: Du kannst beliebige Medien  nutzen, die noch vor wenigen Jahren Profis vorbehalten waren und sehr viel Geld kosteten. Heute ist es für verhältnismäßig wenig Geld möglich, dass du deine eigenen Bücher und eBooks veröffentlichst, deinen eigenen Radio- oder Fernsehsender hast und vieles mehr. Letztlich kannst du damit zum einflussreichen Medienunternehmer werden mit weitgehender eigener Kontrolle über deine Inhalte und deren Darbietung, statt lediglich fremde Inhalte zu konsumieren. Durch Interviews, Gastbeiträge etc.  kannst du auch anderen (sonstige Experten, Partner, Kunden) eine Plattform zur Verfügung stellen für deren Inhalte.
  • Wachstum ohne Mitarbeiter: Auch ohne Einstellung von festen Mitarbeitern kann dein Unternehmen wachsen.

IV. Durch Technik wird Solopreneurtum erst möglich

Den letzten Aspekt, Wachstum ohne Mitarbeiter, finde ich ganz besonders wichtig.

Als ich mich 2001 selbstständig machte, wurden  Solo-Unternehmer (den Begriff gab es damals noch gar nicht) als Leute angesehen, die es zum „echten“ Unternehmer nicht geschafft hatten.

Heute sind Solopreneure eine wichtige Gruppe in Wirtschaft und Gesellschaft geworden und das individuelle wie kollektive Selbstbewusstsein ist deutlich angestiegen.

Ich selbst kam aus dem Management und wollte eins nicht, nämlich wieder Mitarbeiter führen, so wie ich es lange getan hatte.

Moderne Technik macht es möglich, viele Aktivitäten, für die man früher Personal gebraucht hätte, automatisch erledigen zu lassen.

Moderne Technik ermöglicht auch, Dinge selbst zu tun, für die man früher einen Profi gebraucht hätte.

Canva ist ein typisches Beispiel dafür. Damit kann jeder schöne Bilder kreieren. Mit ThriveThemes, LeadPages und ähnlichen Angeboten kann jeder professionelle Websites gestalten.

V. Neun Wege, Technik meistern zu lernen und zur neuen Schlüsselkompetenz zu entwickeln

„Alles schön und gut“ denkst du vielleicht. „Aber trotzdem ist mir Technik ein Buch mit sieben Siegeln und ich finde keinen rechten Zugang dazu.“

Ich verstehe das. Mir ging es ja lange Zeit ähnlich. Doch wie ich schon sagte: Wenn ich es gelernt habe,  mit Technik umzugehen und sie zu lieben, ist es für dich erst recht möglich.

Denn begünstigend kommt ja hinzu, dass die Technik immer einfacher wird und man immer weniger Vorwissen benötigt.

Die folgenden neun Möglichkeiten haben sich für mich besonders bewährt, um Technik meistern zu lernen:

Nr. 1:  Nur Tools auswählen, die intuitiv für dich verständlich sind

Es gibt unzählige Tools.  Du brauchst dich nicht herumzuquälen.

Achte schon bei der Auswahl eines Tools darauf, wie intuitiv verständlich dieses für dich ist.

Was als intuitiv bedienbar empfunden wird, ist von Person zu Person unterschiedlich. Ich kenne Tools, die manche super-easy finden und mit denen ich nicht zurechtkomme. Und umgekehrt.

Stehe zu deinem eigenen Stil.

Nr. 2:  Anwenderberichte lesen

Es lohnt sich, vor der Auswahl von Tools nach Anwenderberichten zu recherchieren.  Vor allem nach solchen, die auf Details eingehen.

Es nützt dir nichts, wenn jemand dir ohne weitere Begründung ein Tool empfiehlt.

Du kannst es vergleichen mit Rezensionen bei Amazon: „Gutes Buch“ sagt wenig aus. Wenn jemand aber auf die Details eingeht, kannst du dir selbst ein Bild machen.

Erspare dir unnötigen Frust, indem du aus den Erfahrungen anderer lernst.

Nr. 3:  Klares Anforderungsprofil für das Tool

Ein technisches Tool kann dein wichtigster Mitarbeiter werden.

Auch für diesen würdest du vorab ein Anforderungsprofil erstellen.

Mache es auch bei einem Tool. Manchmal kannst du das von vornherein. In anderen Fällen brauchst du dazu erst den Input aus den Anwenderberichten.

Mit einem klaren Anforderungsprofil erkennst du schnell, ob ein Tool für dich geeignet ist.

Nr. 4:  Tutorials zur Einarbeitung

Auch wenn die Bedienung einfach ist,  kann es  Kleinigkeiten geben, die man vorab wissen sollte.

Es gibt heute zu fast jedem Thema Videotutorials, entweder vom Anbieter oder von Anwendern auf YouTube.

Die Zeit, die du dafür investierst, zahlt sich schnell aus: Durch besseren Überblick, durch mehr Sicherheit und durch Vermeidung unnötiger Fehler.

Tutorials, die von Anwendern stammen, finde ich oft hilfreicher als die Infos des Anbieters. Nicht jeder Anbieter hat offenbar genug Vorstellungsvermögen, sich in die Sicht eines Anwenders zu versetzen.

Suche vor allem nach Tutorials von Anwendern.

Nr. 5:  Online-Kurse als Alternative

Wenn es keine kostenlosen Tutorials gibt, lassen sich oft auch preiswerte Online-Kurse finden.

Auf Udemy beispielsweise findet sich ein umfangreiches Angebot.

Nr. 6:  Vom Einfachen zum Komplexen

Es ist ratsam, zunächst einmal mit Grundfunktionen zu beginnen.

Wenn du versuchst, von Anfang an die gesamte Komplexität eines Tools zu nutzen, kannst du dich leicht verheddern.

Auf der anderen Seite kann es sinnvoll sein, schon einmal zu wissen, welche weiteren Potenziale noch vorhanden sind.

Nr. 7:  Facebook-Gruppen zur Unterstützung

Manche  Anbieter haben eigene Facebook-Gruppen, zum Beispiel Elopage.

Oft gibt es auch Nutzergruppen unabhängig von einer offiziellen Anbietergruppe.  Beispiele dafür sind die Gruppen für ThriveThemes oder WordPress.

Gerade für kleine Tricks und Tipps, die einen sonst viel Zeit kosten können, haben sich solche Gruppen sehr für mich bewährt.

Im Gegenzug kann man dort auch andere unterstützen, so dass alle schneller vorankommen.

Denn produktiv und erfolgreich als Solopreneur bist du heute nicht länger mit Einzelkämpfer-Mentalität.

Sondern Solo-Unternehmertum wird immer mehr zum Teamsport.

Nr. 8:  Support des Anbieters nutzen

Die Qualität und Schnelligkeit des Supports ist für mich ein gleichrangiges Auswahlkriterium neben dem Tool selbst.

Mache dir möglichst schnell ein Bild davon. Manche Anbieter reagieren innerhalb von Stunden, schicken Videos zur Illustration und tun alles, um behilflich zu sein. Doch es gibt auch andere.

Nr. 9:  Punktuelles Training durch Experten

In verschiedenen Fällen habe ich mir auch schon Experten gesucht und diese für eine Einführung in ein Tool oder für die Übernahme bestimmter Teilaufgaben gebucht.

Diese kleine Investition macht sich schnell bezahlt, wenn sie mir Stunden an Einarbeitung einspart.

VI. Dein Mindset entscheidet

Wichtig ist letztlich das Mindset. Wenn du dir einredest, dass das alles schwierig ist und du es nie lernen wirst, ist es auch schwierig.

Wenn du hingegen offen und mit einer gewissen Neugierde herangehst und dir sagst, dass du es auch lernen kannst, wenn andere es geschafft haben, ist das schon die halbe Miete.

VII. Outsourcing ja oder nein?

„Ich möchte mich mit Technik gar nicht beschäftigen. Am liebsten hätte ich eine Person, die das alles für mich erledigt“. Derartige Aussagen höre ich oft.

Meine eigene Haltung dazu hat sich im Laufe der Jahre verändert, nicht zuletzt aufgrund negativer Erfahrungen in verschiedenen Fällen.

Heute bin ich sehr skeptisch und zurückhaltend, was das Outsourcen von Technik-Angelegenheiten betrifft.

Denn abgesehen von der persönlichen Schlüsselkompetenz, die der Umgang mit Technik mehr und mehr darstellt, wird Technik auch mehr und mehr zum integralen Bestandteil von Geschäftsmodellen.

Die Technik stellt oft die Schaltzentrale dar.

Negative Konsequenzen von Outsourcing können sein:

  • Du verstehst nicht, was du eigentlich machst und wie die internen Zusammenhänge sind. Du weißt damit nicht, ob deine Outsourcing-Partner wirklich klug vorgehen. Du weißt nicht, wie Sie das Ganze optimieren kannst.
  • Du machst dich in wichtigen Angelegenheiten von anderen Personen abhängig. Wenn du etwas schnell ändern musst und die Person nicht verfügbar ist, bist du aufgeschmissen.
  • Bestimmte Dinge solltest du selbst in der Hand behalten. Dazu gehört für mich Marketing. Dazu gehört für mich auch Technik, soweit diese mit strategischen Entscheidungen verbunden ist. E-Mail-Marketing ist ein typisches Beispiel dafür. Wie du dein E-Mail-Marketing organisierst, solltest du nicht fremden Personen überlassen. Dazu spielt es eine zu entscheidende Rolle. Als ich vor einigen Jahren zu einem anderen E-Mail-Anbieter wechselte, dachte ich, mir die Einarbeitung ersparen zu können durch Outsourcing. Es war ein Fehler, der noch schlimmer dadurch wurde, dass ich verschiedene Dienstleister einsetzte und jeder es auf seine Art machte.

Relativ unproblematisch bis sogar nützlich kann Outsourcing in Angelegenheiten sein, wo jemand eine begrenzte Aufgabe übernimmt, die nicht in deine Unternehmenssteuerung eingreift,

  • zum Beispiel unterstützende Aufgaben wie Erstellen von Präsentationscharts, Formatierung von Dokumenten, Hochladen von Materialien u.dgl.
  • oder Aufgaben, die nur einmalig oder eher selten anfallen und wo es zu aufwändig wäre, dir selbst die Kompetenz zu erarbeiten.

VIII. Diese vier Fehler solltest du vermeiden

Zum Schluss will ich Sie noch für vier Fehler sensibilisieren, die du besser vermeidest.

  1. Keine Einbindung in deine Gesamtstrategie: Wieder ein neues Tool. Alle Welt schwärmt davon. Die Versuchung kann groß sein, sich davon anstecken zu lassen. Besser ist es, eine klare Gesamtstrategie für dein Business zu haben nebst klarem Anforderungsprofil für die technischen Tools, die du benötigst, und dich nur dann mit etwas zu beschäftigen, wenn das zu deiner Strategie passt. Und auch erst zu dem Zeitpunkt, wo es für dich passt. Erst die Strategie, und dann alles Weitere – das ist der Grundsatz, von dem ich mich in meinen Coachings leiten lasse.
  2. Nach dem idealen Tool zu suchen: Das ideale Tool gibt es nicht. Jedes Tool hat seine Vor- und Nachteile. Es gilt, diese gegeneinander abzuwägen. Auch hierbei zahlt es sich wieder aus, ein klares Anforderungsprofil zu haben.
  3. Ständig zu wechseln: Es kostet immer wieder eine gewisse Einarbeitungszeit, ein neues Tool kennen zu lernen. Und auch das neue Tool wird nicht ideal sein (s. vorheriger Punkt).
  4. Nie zu wechseln: Der Markt ändert sich schnell. Ständig gibt es neue Entwicklungen. Wer stur an dem festhält, was er hat, und die neuen Entwicklungen ignoriert, kann sich damit ins Abseits stellen.

IX. Zusammenfassung und weitere Schritte

So viel zu meinen Erfahrungen und den Konsequenzen, die ich daraus gezogen habe. Kurz zusammengefasst:

  • Ohne Technik geht es nicht mehr.
  • Mehr noch: Moderne Technik ist dein bester Freund als vielseitiger Solopreneur oder Multipreneur
  • Wichtigste Voraussetzung ist dein Mindset: Hältst du dich klein durch den Gedanken „Oh, wie schwierig das alles ist. Das lerne ich nie“? Oder erlaubst du dir, neue Fähigkeiten zu entwickeln und in ein neues Selbstbild hereinzuwachsen?
  • Technische Skills erwirbst du nicht über Nacht. Doch Schritt für Schritt ist das möglich. Besonders dann, wenn du den 9 Schritten folgst, um technische Tools auszuwählen und dich einzuarbeiten.
  • Outsourcing von Technik kann verlockend sein. Doch es hat auch seine Tücken. Ich selbst habe diverse Situationen erlebt, wo ich mich durch die Abhängigkeit von anderen noch hilfloser gefühlt habe, als wenn ich mir von vornherein selbst die nötigen Fähigkeiten angeeignet hätte. Speziell wenn es um wichtige strategische Bereiche wie zum Beispiel Marketing geht, solltest du die Fäden in der Hand haben.
  • Wichtig ist auch, Technik-Entscheidungen nicht isoliert zu sehen von deiner Gesamtstrategie und nicht isoliert von den Veränderungen am Markt.

Ich hoffe, der Beitrag hat dir Lust gemacht, dich näher mit Technik zu beschäftigen, auch wenn es anfangs noch ungewohnt sein mag.

Welche neuen Chancen könnten sich für dich ergeben, wenn du ein positives Verhältnis zur Technik gewinnen könntest?

Wenn du mit mir zusammenarbeiten möchtest, zum Beispiel in der 1:1-Strategiepartnerschaft, gehört zur Strategie immer auch die Umsetzung. Auch im Freedom Business Club kannst du jederzeit Unterstützung in technischen Fragen bekommen.

Der Beitrag erschien ursprünglich am 12.11.2016. Letzte Aktualisierung am 29.07.2021.

Ich bin Monika Birkner und unterstütze vielseitige Solopreneure & Multipreneure, gerade wegen ihrer Vielfalt erfolgreich zu sein und ein Business zu schaffen, das größer ist als sie selbst.

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