Für vielseitige Solopreneure & Multipreneure

Geht’s dir mit deinem Business zu langsam voran? [UPDATE]

Wenn du das Gefühl hast, es gehe nicht schnell genug voran mit deinem Business, dann willkommen im Club. 

Mir scheint, dass dieses Gefühl ziemlich verbreitet ist. Ich selbst war auch lange Zeit davon befallen. 

Doch mittlerweile hat sich das geändert. 

In diesem Beitrag erfährst du, an welchen Stellschrauben ich gedreht habe. Andere zum Teil, als du vielleicht denkst:-).


I. Gefühle sind kein zuverlässiger Ratgeber

Ich muss ein bisschen aufpassen an dieser Stelle. Denn prinzipiell halte ich Gefühle für sehr wertvolle Signalgeber.

Und genau das ist es: Signalgeber.

Nicht mehr.

Sie sollten nicht die Hauptrolle übernehmen.

Bei Formulierungen wie "Mir geht es gefühlt nicht schnell genug voran" ist Obacht geboten, dass die Gefühle sich nicht verselbstständigen.

Und zwar aus mehreren Gründen:


Grund #1: Gefühle und Realität müssen nicht übereinstimmen.

Wie oft ist die Zeit gefühlt "wie im Flug" vergangen oder "wie im Zeitlupentempo".

Und in beiden Fällen sind es 60 Minuten (oder jeder beliebige Zeitraum).


Grund #2: Es fehlt der  Beurteilungsmaßstab

Wenn du sagst "nicht schnell genug" oder "zu langsam": Woran misst du das? 

Solange du keinen konkreten Beurteilungsmaßstab hast, kannst du nicht überprüfen, ob dein Tempo angemessen ist oder nicht.

Das Gefühl alleine ist kein geeigneter Beurteilungsmaßstab.


Grund #3: Du schaffst dir Dauer-Frust

Wer ständig mit dem schwammigen Gefühl unterwegs ist, eigentlich schneller sein zu müssen, ohne es aber konkretisieren zu können, schafft sich Dauer-Frust und oft sogar doppelter Art:

  • Zum einen wegen vermeintlich zu langsamen Tempos
  • und dann auch deshalb, weil es nicht greifbar ist. Ein Gefühl ohne Bodenhaftung, könnte man sagen.

Keine angenehme Situation. 

Und auch überflüssig. Denn es gibt Möglichkeiten, anders mit der Situation umzugehen.


Nimm deine Gefühle als Ausgangspunkt und als Signal, genauer hinzusehen. Doch verwechsele deine Gefühle nicht mit der Realität.

II. Halte dich an Fakten

Statt dich auf schwammige Gefühle zu verlassen, halte dich lieber an konkrete Fakten.

Noch besser: An messbare Fakten.

Denn damit schaffst du Vergleichswerte, an denen du dich orientieren kannst.


Schritt #1:  Ziele überprüfen

Willst du zu viel in zu kurzer Zeit? Besonders bei  vielseitigen Solopreneuren ist das recht verbreitet. 

Wenn sich das dann nicht realisieren lässt, sind Frustrationen vorprogrammiert

Ich bin durchaus ein Freund ambitionierter Ziele. 

Doch ich weiß, dass ich nicht alles gleichzeitig schaffen kann.

Daher nutze ich seit langem einen 90-Tage-Rhythmus: Jeweils für 90 Tage plane ich drei konkrete Ziele, die ich erreichen will. 

Und genauso wichtig: Ich mache mir einen Plan, wie ich sie erreichen will.


Schritt #2:  Erfolgserlebnisse fabrizieren

In letzter Zeit nutze ich noch bewusster und konsequenter die Methode, mir drei konkrete Aufgaben pro Tag vorzunehmen, die mich meinen Zielen näher bringen. 

Und damit sofort morgens zu beginnen.

Meist gelingt es mir auch, diese drei Aufgaben zu erledigen.

Und das bedeutet: Ich schaffe mir Erfolgs-Erlebnisse.

Zu den realen Fortschritten kommt das gute Gefühl hinzu, dass ich meinen Zielen wieder ein Stück näher gekommen bin.

Daraus entsteht Schwung für die weiteren Schritte.


Schritt 3:  Fortschritte würdigen

Wir sind von Natur aus so ausgerichtet, dass wir eher das Negative wahrnehmen.

Die Erfolge und Fortschritte zu würdigen, erfordert mentale Disziplin.

Es ist wichtig, sie aufzubringen.

So dass du deine Einschätzungen auf Fakten gründest und nicht auf schwammige Gefühle.

Und keine Sorge: Du wirst dadurch kein "durch-die-rosarote-Brille-Gucker".

Sondern es kommt noch ein wichtiger Schritt hinzu.


Indem du dir Erfolgs-Erlebnisse und Fortschritts-Erfahrungen verschaffst, kommst du real voran. Und gleichzeitig kommst du in einen anderen inneren Zustand. Von dort aus ist weiterer Erfolg viel leichter möglich, als wenn du eine "komme-nicht-schnell-genug-voran"-Mentalität kultivierst.

III. Packe die Schwachstellen an

Zur Anerkennung der Realität gehört durchaus, auch die Schwachstellen zu sehen.

Mit dem Vorgehen, das ich oben beschrieben habe, hast du dafür nun eine verlässliche Grundlage.

  • Statt dich auf das Gefühl zu verlassen, nicht schnell genug voranzukommen, kannst du deinen Plan mit dem Ist überprüfen. 
  • Bei Abweichungen kannst du die Gründe analysieren. Unrealistisch geplant? Prokrastination? Etwas Dringendes dazwischen gekommen, das erst mal Vorrang hatte?
  • Von da aus kannst du gezielte Maßnahmen einleiten, damit es beim nächsten Mal runder läuft.


Wenn du klare Ziele und Maßstäbe hast, kanns du Schwachstellen leicht identifizieren und beherzt anpacken.

IV. Deine Planung als Grundlage

Eine zwar ambitionierte, aber dennoch realistische Planung ist die Grundlage, von wo aus alles Weitere einfacher wird.

Wie schon erwähnt, nutze ich dazu seit Jahren eine 90-Tage-Planung.

Gern lade ich dich ein, beim nächsten 90-Tage-Planungs-Workshop dabei zu sein.

  • Du wirst dir klar über deine längerfristigen Ziele.
  • Du erstellst deinen Plan für die nächsten 90 Tage.
  • Du stellst die Weichen für erfolgreiche Realisierung. 


Dieser Beitrag erschien erstmals am 16.02.2017 und wurde nach kompletter Überarbeitung neu veröffentlicht am 20.05.2022.

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