Marketing mit Zinseszins-Effekt

Ideales Marketing ist ein Selbstläufer. Es bringt beständig neue Kunden, ohne viel Aufmerksamkeit zu erfordern. Die Vorteile davon wirken sich über die gesamte Lebensdauer Ihres Business aus. Ja, sie steigern sich sogar noch im Laufe der Jahre bis dahin, dass sie die Verkaufsfähigkeit Ihres Business verbessern.

Ich betrachte das gern als Zinseszins-Effekt des Marketings.

In diesem Beitrag erfahren Sie,

  • was die Besonderheiten sind von Marketing mit Zinseszins-Effekt
  • wie Sie noch heute damit beginnen können, es für sich zu etablieren
  • und was für ein Tool Sie dafür brauchen.

Um das zu erklären, eignet sich die Analogie zum Geld sehr gut.

Was Marketing und Geld gemeinsam haben

So wie es drei Arten gibt, mit Geld umzugehen, gibt es auch drei Arten, Ihr Marketing zu betreiben:

  • mit Verlust
  • mit Gewinn
  • mit Gewinn und Zinseszins-Effekt.

Ähnlich wie beim Geld hängen die Ergebnisse, die Sie erzielen, natürlich in hohem Maße von Ihrer individuellen Vorgehensweise ab.

Gleichwohl ist es auch eine Sache der grundsätzlichen Strategie und Systematik. Manche Formen des Marketings haben von vornherein größere Chancen auf Gewinne oder sogar auf Zinseszins-Effekt als andere.

Marketing mit Verlust

Als typische Beispiele dafür sehe ich so etwas wie Snapchat, Instagram Stories, Facebook Stories usw., wo die Inhalte nach 24 Stunden wieder verschwinden.

Das heißt, Sie haben Zeit investiert für diese Marketingmaßnahme. Doch die Chance ist verhältnismäßig klein, dass jemand Ihr Werk gerade in dieser Zeit sieht.

Und selbst wenn es geschieht, hat das keine nachhaltige Wirkung. Denn am nächsten Tag ist Ihr Werk nicht mehr vorhanden.

Marketing mit Gewinn

Typische Beispiele dafür sind Vorträge, Webinare, Blogartikels, Podcasts, Bücher u.ä.

Sie können Gewinn bringen in Form von mehr Sichtbarkeit und Bekanntheit, neuen Kontakten, auch neuen Kunden.

Doch auch hier fehlt in der Regel die nachhaltige Wirkung.

Ein Blogartikel oder Podcast, den Sie vor einem Jahr veröffentlicht haben, hat geringe Chancen, heute gefunden zu werden. Es muss schon jemand aktiv danach suchen oder Sie müssen diesen Artikel oder Podcast noch einmal aktiv promoten.

Bei Einmal-Vorträgen, Einmal-Webinaren usw. ist die Situation im Prinzip noch krasser. Denn die Inhalte sind von vornherein nur einem beschränkten Kreis zugänglich. Ein Blogartikel oder Podcast ist immerhin nach der Erst-Veröffentlichung noch weiter im Netz vorhanden.

Marketing mit Zinseszins-Effekt

Zum Marketing mit Zinseszins-Effekt zähle ich alles, was einmal produziert wird und dann automatisch für Sie weiter arbeitet. Ich bezeichne das auch gern als Marketing-Asset. Ein Marketing-Asset ist für mich so etwas wie ein Marketing-Mitarbeiter, der ständig für Sie im Einsatz ist.

Dazu zählen in besonderem Maße Blogartikel, die automatisch immer wieder in Ihren Social Media Kanälen gepostet werden.

Je mehr solcher Artikel Sie einsetzen, desto größer die Chance, dass jeder einzelne davon viele Menschen erreicht. Denn selbst wenn jemand ihn heute verpasst hat, wird er vielleicht nächste Woche oder nächsten Monat oder in einem Jahr auf ihn aufmerksam.

Außerdem kommen immer neue Menschen in Ihr Netzwerk. Diese werden ebenfalls auf Ihren Artikel aufmerksam.

Hinzu kommt ein zusätzlicher Verstärkungs-Effekt durch die Summe der Einzelartikel. Wer regelmäßig etwas Wertvolles von Ihnen liest, wird immer neugieriger werden, mehr von Ihnen zu erfahren.

Wie Sie Ihr Marketing mit Zinseszins-Effekt noch heute starten können

Je nachdem, wo Sie heute stehen, kommen unterschiedliche Maßnahmen in Frage:

1) Sie haben schon sehr viel Content

Wenn Sie schon etliche Blogartikels, Podcasts oder dergleichen produziert haben, können Sie deren Effekt sehr schnell steigern. Sie brauchen dazu ein spezielles Tool, mit dem Sie Ihren Content immer wieder publizieren können.

Unten stelle ich einige Tools im Überblick vor, mit denen ich schon gearbeitet habe bzw. arbeite. Diese Vorgehensweise eignet sich allerdings vorwiegend für Artikel mit Evergreen-Charakter. Bei Beiträgen mit aktuellem Bezug gilt es, entweder den Automatismus zeitlich zu begrenzen oder diese Artikel nur manuell zu promoten.

2) Sie haben erst wenig Content

Wenn Sie erst vor kurzem gestartet sind mit einem Blog oder Podcast oder nur unregelmäßig etwas veröffentlicht haben, ist es wichtig, zunächst einmal mehr Content zu schaffen.

Vielleicht gibt es schon einiges, auf das Sie zurückgreifen können, zum Beispiel Unterlagen aus Ihren Seminaren, Materialien, die Sie für die Arbeit mit Ihren Kunden verwenden oder Ähnliches.

Was Sie in dieser Phase auch tun können: Bei der Auswahl eines Social Media Planungstools darauf achten, dass es auch eine Funktion hat, Content automatisch erneut zu posten (mehr dazu unten).

3) Sie haben noch gar keinen Content

In diesem Fall wäre der erste Schritt, ein Blog, einen Podcast oder dergleichen zu starten und regelmäßig weiteren Content zu produzieren.

Das Tool, das Sie benötigen

Sie können natürlich früheren Content von Zeit zu Zeit manuell neu verbreiten. Doch erstens ist das unnötig mühselig und zweitens funktioniert das ab einer bestimmten Größenordnung nicht mehr.

Was Sie brauchen, ist ein Tool, das das wiederholte Posten in Social Media für Sie automatisiert durchführt.

Die Begriffe für diese Funktion variieren:

  • Re-Posten
  • Queue
  • ReQueue
  • Auto-Post
  • Auto-Publishing
  • Repeated Posts

der ähnliche Begriffe.

Was nicht gemeint ist: Die einfache Planungsfunktion (Scheduling).

Was auch nicht gemeint ist: Das so genannte Recyceln von Content (auch teilweise Re-Purposing genannt), indem Sie zum Beispiel einen Blogartikel überarbeiten und neu publizieren oder ihn in weiteren Formaten nutzen.

Sondern gemeint ist, dass Sie den Original-Artikel immer wieder neu über Ihre Social Media Kanäle verbreiten.

Tools, mit denen ich gearbeitet habe oder arbeite

Ich habe mit einigen dieser Tools Erfahrungen gesammelt. An dieser Stelle will ich einen kurzen Überblick über die Vor- und Nachteile geben, die ich erlebt habe.

Ich gehe bewusst nicht allzu sehr auf die Einzelheiten ein. Denn zum einen ist es eine sehr subjektive Angelegenheit, mit welchem Tool man am besten klar kommt.

Und ich finde es wichtig, sich diese Subjektivität auch zu gestatten. Denn mit solch einem Tool arbeitet man ständig zusammen. Wenn man sich damit nicht richtig wohlfühlt, funktioniert es weniger gut, als wenn man es wirklich liebt.

Zum anderen entwickeln sich diese Tools immer weiter, so dass es sinnvoll ist, sich an der Quelle zu informieren, also auf der jeweiligen Website.

Ausführlichere Übersichten finden Sie in dieser Blogserie von Birgit Schultz, in der verschiedene Planungstools für Social Media im Detail vorgestellt werden, darunter auch solche mit wiederkehrendem Posting. Dieser Artikel im Elokenz-Blog (in Englisch) geht speziell auf solche Tools ein, die automatisch wiederholt posten.

Die Tools, die ich hier vorstelle, sind

  • Meet Edgar
  • CoSchedule
  • Smarter Queue
  • Blog2Post
  • Agorapulse
  • RecurPost

Zwei Kategorien von Tools

Bevor ich auf die einzelnen Tools zu sprechen komme, noch kurz ein Hinweis auf die zwei grundsätzlichen Unterschiede zwischen den einzelnen Tools: Ich nenne sie kalenderbasiert bzw. postbasiert.

1) Kalenderbasierte Tools

Diese Kategorie ist dadurch gekennzeichnet, dass Sie einen Planungskalender haben.

Dort sind feste Zeiten für die Veröffentlichung eingetragen, ggf. differenziert für unterschiedliche Arten von Beiträgen wie zum Beispiel Blogposts, Zitate, Bilder usw..

Sie füllen mit Ihren Blogartikeln einen Pool an Posts (oft als Library bezeichnet). Von dort aus gehen Ihre Posts sozusagen in eine Warteschlange (Queue) und werden dann veröffentlicht, wenn der nächste Time Slot frei ist. Es ist ähnlich wie am Flughafen, wo die Flugzeuge auch auf das passende Zeitfenster warten müssen. 

Beispiele dafür sind:

  • Meet Edgar
  • Smarter Queue
  • Agorapulse
  • RecurPost

2) Postbasierte Tools

In dieser Kategorie sind die einzelnen Social Media Posts die Basis und es werden pro Post bestimmte Zeiten entweder von Ihnen festgelegt oder vom System ermittelt.

Beispiele dafür sind:

  • CoSchedule
  • Blog2Post

Ich persönlich ziehe die erste Kategorie vor. Allerdings habe ich festgestellt, dass es für mich nicht so gut funktionierte, zu viele unterschiedliche Arten von Posts zu planen, wie das teilweise von den Tools ermöglicht bzw. sogar vorgeschlagen wird, also zum Beispiel Blogartikels, Zitate, Bilder und dergleichen.

Heute wandern alle meine Beiträge in einen gemeinsamen Pool und werden dann herausgeschickt, wenn die Zeit gekommen ist.

Die Tools im Einzelnen

MeetEdgar

https://meetedgar.com

MeetEdgar war das erste Tool, das ich für das wiederholte Posten nutzte. Mittlerweile nutze ich es nicht mehr.

Vorteile:

  • Aufbau einer Bibliothek an Beiträgen mit Veröffentlichungskalender
  • Flexibilität, die Beiträge neu zu mischen oder auch Beiträge zu überspringen
  • unbegrenzte Zahl an Beiträgen

Nachteile:

  • Ich persönlich bin mit MeetEdgar einfach nicht richtig warm geworden, zumal ich zu der Zeit auch CoSchedule im Einsatz hatte und es vorzog, direkt vom Blog aus zu posten.

  • Ich bin mir auch nicht sicher, in welchem Maße dieses Tool weiter entwickelt wird. Im Vergleich zu vielen anderen Tools sehe ich wenig Innovationen.

CoSchedule

https://coschedule.com/

Mit CoSchedule verbindet mich eine wechselvolle Beziehung. Von bestimmten Funktionen bin ich immer wieder sehr angetan. Doch komme ich auch immer wieder an einen Punkt, wo ich mehr Vorteile in anderen Tools sehe. Wie es sich endgültig mit uns entwickelt, wird sich noch zeigen.

Vorteile:

  • Man kann Beiträge direkt aus dem Blog planen und muss nicht ein extra Tool aufsuchen.
  • Ein sehr umfassendes Tool für Planung und Management von Marketing-Projekten, auch im Team.
  • Die ReQueue-Funktion kann extra hinzugebucht werden.
  • Die ReQueue-Funktion sucht automatisch die besten Zeiten für die Posts, die man in diese Funktion einfügt.
  • Update am 11.09.2017: Was mir wirklich gefällt an CoSchedule: die Innovationsgeschwindigkeit und immer wieder neue nützliche Funktionen. Ich habe mich daher entschlossen, dieses Tool als Haupttool zu nutzen.

Nachteile:

  • Recht hoher Preis, wenn man auch die ReQueue-Funktion nutzt.
  • Ich finde es teilweise recht schwierig, sich in der Fülle der Support-Materialien zurechtzufinden, zumal das Tool sich ständig ändert.

SmarterQueue

https://smarterqueue.com/

Auf SmarterQueue war ich aufmerksam geworden bei der Suche nach einer Alternative zu MeetEdgar. Ich habe aber wenig damit gearbeitet.

Vorteile:

  • Niedriger Preis
  • Importfunktion erleichtert den Wechsel von anderen Tools
  • Ansonsten ähnlich wie MeetEdgar

Nachteile:

  • Ich mag die optische Gestaltung nicht. Sie wirkt auf mich unaufgeräumt und verleidet mir die Lust, damit zu arbeiten.

Blog2Social

https://www.blog2social.com

Dieses Tool füllt eine Lücke. Allerdings gab es zu der Zeit, als ich damit gearbeitet habe, noch Einschränkungen.  Insbesondere die fehlende Kalenderfunktion hat mich sehr gestört. Mittlerweile ist sie vorhanden, wie ich bei der Vorbereitung dieses Artikels gesehen habe. Ich werde sie mir sicher noch näher anschauen. Update am 11.09.2017: Sie hat sogar eine Drag- and-Drop-Funktion, was das Arbeiten damit noch einfacher macht.

Vorteile:

  • deutsches und deutschsprachiges Tool
  • ermöglicht auch Posten auf XING (was in den anderen Tools nicht geht)
  • arbeitet mit einer sehr großen Zahl an Netzwerken zusammen
  • Update am 11.09.2017: Mittlerweile gibt es immer mehr neue Funktionen, die das Arbeiten mit dem Tool noch einfacher machen.
  • Update am 11.09.2017: Ein nicht zu unterschätzender Vorteil ist auch der einfache Workflow, weil man alle Netzwerke auf einer Seite hat und die Posts in kurzer Zeit und mit wenigen Klicks vorbereiten kann.

Nachteile:

  • Bei größerer Anzahl von Blogbeiträgen wird es etwas mühselig, den einzelnen Beitrag herauszusuchen und zu teilen

  • Was mich zunächst sehr gestört hat, war das Fehlen einer Kalenderfunktion. Mittlerweile ist sie vorhanden.

AgoraPulse

https://www.agorapulse.com/

Das ist das Tool, mit dem ich aktuell – allerdings erst seit kurzem – arbeite und das mein Favorit ist unter allen, die ich bisher kennen gelernt habe. Allerdings ist es noch zu früh, einen endgültigen Eindruck zu formulieren.

Vorteile:

  • einfaches, übersichtliches, elegantes Design
  • flexibles automatisches Posten im Rahmen im Rahmen eines Kalenders mit der Möglichkeit, Posts zu verschieben
  • Social Inbox, wo ich alle Reaktionen pro Netzwerk an einer Stelle sehe und darauf reagieren kann. Das finde ich sehr komfortabel.
  • übersichtliches und umfassendes Reporting
  • sehr guter Customer Support, der in kürzester Zeit antwortet und sogar später nochmals nachfasst

Nachteile:

Bisher habe ich keine entdeckt. Update am 11.09.2017:  Ich habe mich von Agorapulse doch wieder verabschiedet.  Es gab Probleme mit Links in meinen Posts, die sich offenbar bei bestem Bemühen nicht beheben ließen. Dieselben Links funktionieren mit anderen Tools. Schade. 

RecurPost

https://recurpost.com

In dieses Tool habe ich nur kurz hereingeschaut, noch nicht damit gearbeitet.

Vorteile:

  • macht übersichtlichen Eindruck
  • kostenfrei

Nachteile:

auf den ersten Blick keine gefunden.

Wie viel darf so ein Tool kosten?

Ich weiß, dass viele ihre Tools anhand des Preises auswählen. Für mich ist der Preis nicht das entscheidende Kriterium. Sondern es kommt darauf an, was ich dafür erhalte.

Zum einen, was ich dafür erhalte an Marketing-Unterstützung.

Wiederkehrende Posts zu haben, bedeutet für mich, wie in diesem Artikel erläutert, Marketing-Assets aufzubauen, die kontinuierlich für mich arbeiten und die auch im Falle eines Unternehmensverkaufs dienlich sind.

Der andere Aspekt ist, wie gut ich mit dem Tool zurechtkomme und wie viel Freude es macht, damit zu arbeiten.

Ein scheinbar preiswertes Tool kann sehr schnell teuer werden, wenn es zu umständlich oder schwer verständlich ist in der Handhabung.

Für mich ist auch die äußere Gestaltung wichtig, um gerne mit einem Tool zu arbeiten.

Drei wichtige Erfolgsfaktoren

Wir haben uns damit beschäftigt, welche verschiedenen Arten von Marketing es gibt, gemessen an dem Return on Investment: mit Verlust, mit Gewinn, mit Gewinn und mit Gewinn und Zinseszins-Effekt.

Diese Betrachtung ist gleichzeitig ein Beispiel dafür, wie sich die Ausrichtung auf ein verkaufsfähiges Unternehmen für alle möglichen Entscheidungen im Business praktisch auswirkt. Sie hilft mir sehr, bestimmte Entscheidungen sehr schnell zu treffen.

Wie Sie das umsetzen können, hängt davon ab, wo Sie aktuell in Ihrem Business stehen im Hinblick auf vorhandenen Content: Schon viel, wenig oder gar kein Content vorhanden.

Außerdem habe ich meine subjektiven Erfahrungen und Einschätzungen zu diversen Tools mitgeteilt.

Nun noch zu drei wichtigen Erfolgsfaktoren.

Erfolgsfaktor Nr. 1: Ausreichend Content

Sie brauchen eine ausreichend große Menge an wertvollem Evergreen-Content. Andernfalls nerven Sie Ihre Leser mit immer denselben Botschaften.

Wenn Ihr Content sehr auf aktuelle Themen eingeht, zum Beispiel die letzten Änderungen bei Facebook, eignet er sich nicht für automatisches Neuposten, es sei denn, dass Sie sehr, sehr sorgfältig dafür sorgen, alle Artikel immer auf dem aktuellen Stand zu halten.

Erfolgsfaktor Nr. 2: Richtige Frequenz finden sowie Anpassung an das Netzwerk

Die richtige Frequenz hängt zum einen ab von der Menge an Content, die Sie haben, und auch von den Einstellungen in Ihrem Kalender.

Wenn Sie 200 Posts haben, dauert es länger, bis Ihre Leser eine Wiederholung sehen, als wenn Sie 50 Posts haben.

Wenn Sie 2 mal pro Tag posten, dauert es auch länger, bis Ihre Leser den gleichen Post sehen, als wenn Sie 10 mal am Tag posten.

Außerdem spielt das soziale Netzwerk eine Rolle. Auf Twitter können Sie häufiger einen Post wiederholen als auf Facebook.

In dem Zusammenhang spielt auch eine Rolle, die Posts auf das jeweilige Social Media Netzwerk auszurichten und nicht einfach automatisch über alle Netzwerke hinweg dieselbe Nachricht zu verbreiten.

Erfolgsfaktor Nr. 3: Pflege Ihres Systems

Sehr, sehr wichtig. Auch Evergreen-Artikel können veralten. Oder Links funktionieren nicht mehr. Oder das Interesse an diesem Thema ist nicht mehr vorhanden.

Es gilt, sowohl die Blogartikel regelmäßig zu überprüfen als auch die Statistiken auszuwerten und ggf. bestimmte Artikel aus dem Verkehr zu ziehen.

Extra-Tipp: Abhängigkeit von einem Tool so gering wie möglich halten

Abhängigkeit von einem Tool ist ein nicht unerhebliches Risiko.

Denn Sie wissen nicht, wie sich das Tool weiter entwickelt. Wie es gepflegt wird. Wie der Preis sich verändert.

Sie wissen auch nicht, was es an neuen Tools geben wird. Der Markt ist ständig in Bewegung.

Wenn Sie sehr viele Posts in so einem Tool untergebracht haben, wird ein Wechsel immer schwieriger oder die Neigung dazu sinkt immer mehr.

Neue Tools, die einen Wechsel erleichtern, wie zum Beispiel SmarterQueue, können eine Hilfe sein.

Besser noch: Sie verlassen sich nicht darauf.

Mein persönliches System nach mehreren Wechseln

Ich bin dazu übergegangen, für jeden Blogartikel auch alle Social Media Posts im selben Dokument festzuhalten.

Im Falle eines weiteren Wechsels wird es dann immer noch ein Aufwand sein, alles einzugeben.

Doch ich brauche dann nicht mehr danach zu suchen, sondern es ist alles vorbereitet.

Und auch das ist etwas, das einem potenziellen Erwerber meines Business zugutekommt:-).

Ihre nächsten Schritte

  • Wie denken Sie über das Marketing mit Zinseszins-Effekt? Ist es ein attraktives Konzept für Sie? Was könnte es für Ihr Business tun?
  • Was wäre für Sie der nächste Schritt, um es einzuführen? Oben habe ich erste Tipps für verschiedene Stadien Ihrer Businessentwicklung und vor allem Ihres Content Marketings gegeben.
  • Welche Fragen, eigene Erfahrungen und Gedanken haben Sie dazu? Teilen Sie diese gern hier in den Kommentaren.

Als Solopreneur ein verkaufsfähiges Business schaffen

In diesem Blog dreht sich alles darum, wie Sie als Solopreneur ein verkaufsfähiges Business schaffen und dadurch auch schon kurzfristig erfolgreicher werden. Entdecken Sie neue Perspektiven zu bekannten Themen sowie ganz neue Möglichkeiten. Klicken Sie die Buttons bzw. das Bild an, um zur Themenübersicht zu gelangen, den Newsletter zu abonnieren oder der Freedom Business Community bei Facebook beizutreten.

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Danke fürs Teilen:-)
Monika Birkner
 

Monika Birkner unterstützt erfahrene Solopreneure, ein verkaufsfähiges Business zu schaffen und dadurch bereits kurzfristig erfolgreicher zu werden. Sie verbindet ganzheitliche Strategie mit den Systemen zur Umsetzung. In ihrem Blog und ihren Podcasts zeigt sie neue Perspektiven auf, wie Solopreneure anders an ihr gesamtes Business und alle Einzelthemen herangehen können. Für ihre Kunden bietet sie 1:1-Coaching, Membership-Programme und Online-Kurse. Mehr auf der Seite: https://MonikaBirknerFreedomBusiness.de

Hier klicken, um zu kommentieren 14 Kommentare
Andreas - 1. September 2017

Liebe Monika,
eine sehr gute Anregung, die ich mir auf jeden Fall merken werde! Ich finde, dass zu dieser Art Marketing aber auch alles gehört, was mit SEO zu tun hat, ich generiere momentan meine Kunden ebenso automatisch über die Suchmaschinen. Die Kanäle übre Social media werde ich mir aber auch noch erschließen. (-; Danke und liebe Grüße!

Reply
    Monika Birkner - 2. September 2017

    Lieber Andreas,

    danke schön für den Kommentar. Der Artikel ist nicht abschließend. SEO spielt generell und auch in diesem Zusammenhang ebenso eine Rolle. Da der Artikel aber ohnehin schon lang geworden ist, habe ich mich bewusst beschränkt. Danke auf jeden Fall für die Ergänzung.

    Herzliche Grüße
    Monika

    Reply
David Goebel - 29. August 2017

Hallo Monika,

ich nutze seit ein paar Wochen das Tool Recurpost. Gordon Schönwälder hat mich drauf gebracht.
Es läuft problemlos und ich komme mit den kostenlosen Funktionen noch zurecht. Ab einer gewissen Menge an Post-Updates muss man nämlich updaten.

Den Gedanken zum ZinsesZins liebe ich. Allerdings dachte ich dabei zuerst an virale Inhalte, die die Leser gerne selber verbreiten. Ich teste im Moment „Social Locker“, um Extra-Inhalte gegen ein Like oder Share sofort freizuschalten. Ansonsten schalte ich sie nach ein paar Minuten frei. Ist auch sowas wie ZinsesZins.

Hier ein Beispiel für Social Locker:
http://sinnstiften.biz/10-dinge-die-du-uebers-flipchart-zeichnen-wissen-musst/

eine weitere Idee für ZinsesZins ist, Artikel in eine Artikelserie zu verpacken und per Autoresponder zu verteilen. So leitest du regelämißge Leser an deinen besten Artikel vorbei.

SinnSTIFTende Grüße,
David

Reply
    Monika Birkner - 29. August 2017

    Hallo David,

    danke schön für deine Erfahrungen und Gedanken.

    Ich freue mich, dass du mit RecurPost gut zurecht kommst.

    Was den Zinseszins betrifft, da gibt es natürlich noch mehr Möglichkeiten, als ich sie im Artikel angesprochen habe. Ich habe dort bewusst eine thematische Begrenzung vorgenommen. Sonst wäre es ein noch längerer Artikel geworden:-).

    Die Idee, Artikel per Autoresponder zu verteilen, gefällt mir gut. Dann kann man sie in verdauliche Häppchen aufteilen.

    Social Locker habe ich schon ein paar Male im Einsatz gesehen und war bisher nicht so begeistert davon. Denn ich mag es nicht, unter Druck gesetzt zu werden. Und erst recht nicht, wenn ich – wie schon öfter erlebt – zum Liken oder Teilen aufgefordert werde, bevor ich überhaupt eine Gelegenheit hatte, mir ein Bild zu machen.

    Du setzt es sehr schön ein. Zum einen bietest du schon vorab eine Menge Mehrwert, bevor der Social Locker kommt. Zum anderen gibst du eine mehrfache Wahlmöglichkeit: Sofort liken/teilen oder warten oder weggehen, ohne den Artikel gelesen zu haben. Bin gespannt auf deine weiteren Erfahrungen damit.

    Herzliche Grüße
    Monika

    Reply
      David Goebel - 29. August 2017

      Danke Monika, mir ging das mit Social Locker auch so.
      Zuerst faszinierte mich die technische Möglichkeit. Dann sprach der soziale Aspekte dagegen.

      Pflicht war für mich, dass ich auf jeden Fall das Versprechen, das ich in der Überschrift abgebe, auf jeden Fall einhalte. Egal, ob mein Leser teilt oder shared. Die gesperrten Sachen sind quasi als Bonus obendrauf.

      Die Sache mit der zeitlichen Entsperrung war eigentlich ein Zufall. Manche Leser hatten Probleme, die Inhalte freizuschalten. Deshalb bin ich auf die Idee mit dem Zeitschloss gekommen. Also entweder bekommt die Seite ein Like oder eine gute Verweildauer 🙂

      Es versteht sich von selbst, dass der Inhalt es auch Wert sein muss. Aber wir sehen auch anderes.

      Herzliche Grüße,
      David

      Reply
      Monika Birkner - 30. August 2017

      Genau, David, wir sehen auch anderes. Darum bin ich von deiner Vorgehensweise und der Haltung dahinter auch so angetan.

      Herzliche Grüße
      Monika

      Reply
Wolfgang Tabak - 28. August 2017

Hallo Monika,
wie vermeiden wir, daß der Leser den Eindruck bekommt: „Kalter Kaffee, habe ich doch schon gelesen.“ – vor allem, wenn im Post ein Datum steht oder auf eines Bezug genommen wird?
Unabhängig davon: SUPER ARTIKEL!
Tschööö
Wolfgang

Reply
    Monika Birkner - 1. September 2017

    Hallo Wolfgang,

    eine sehr gute Frage:-).

    Ohne den Anspruch, sie umfassend zu beantworten, hier einige Möglichkeiten:

    a) echten Evergreen-Content nutzen, bei dem das Datum zweitrangig ist.

    b) Die Beiträge regelmäßig auffrischen und updaten und das möglichst schon am Anfang erwähnen, so dass die Leser nicht den Eindruck von „kaltem Kaffee“ gewinnen

    c) das Datum weglassen. Ist zumindest eine theoretische Möglichkeit. Ich halte nicht so viel davon, weil ich als Leser gern wissen möchte, von wann ein Artikel ist, gerade bei Themen, die sich häufig ändern. Ein Facebook-Tipp, der 3 Jahre alt ist, ist heute im Zweifel nicht mehr relevant.

    d) ggf. einen neuen Artikel schreiben und dorthin umleiten

    e) Im Social Media Post schon darauf hinweisen, warum der Artikel noch oder gerade jetzt aktuell ist. Vielleicht lässt sich ein Bezug zu aktuellen Ereignissen oder einer aktuellen Diskussion herstellen:

    Wahrscheinlich gibt es noch mehr Möglichkeiten. Wichtig ist auf jeden Fall, was ich ja auch erwähnt habe, nicht blind auf Automatisierung zu setzen, sondern auch noch ein gewisses Maß an Kontrolle und auch manuellem Eingreifen beizubehalten.

    Herzliche Grüße und auch herzliches Dank für das Feedback
    Monika

    Reply
Christine Radomsky - 25. August 2017

Herzlichen Dank für den informativen Artikel, Monika. 65 Blog-Artikel haben wir in 16 Monaten erstellt, doch die meisten nur 1-2 Mal auf SM gepostet. Was für eine Verschwendung! Seit kurzem nutzen mein Partner und ich RecurPost und Social Pilot (wegen Xing), beides bei Birgit Schulz entdeckt. Du bestärkst mich, dass wir auf dem richtigen Weg sind. 😉

Reply
    Monika Birkner - 27. August 2017

    Liebe Christine,

    danke schön für das Feedback. Ich freue mich sehr, dass ich dich in dem neuen Vorgehen bestärke. Denn so viele Artikel in so kurzer Zeit zu erstellen und sie dann in der Versenkung verschwinden zu lassen – das wäre wirklich schade. Weiterhin so produktives Schaffen und auch eifriges Verbreiten eurer Artikel.

    Herzliche Grüße
    Monika

    Reply
Bianka Maria Seidl - 25. August 2017

Liebe Monika,

ganz herzlichen Dank für diesen überaus wertvollen Beitrag und die vielen praxiserprobten Beispiele. Für mich kommt das jetzt gerade im richtigen Moment, da ich mich derzeit
zum ersten Mal so richtig mit Marketing beschäftige und heute hast du mir eine Tür aufgemacht, denn jetzt weiß ich, was ich mit all den zahlreichen Artikeln, die in den letzten 5 Jahren entstanden sind anfangen werde – und das in strukturierter Form :-).

Ganz herzlichen Dank. Ich melde mich bei dir. Die Zeit dafür reift schon :-).

Bianka

Reply
    Monika Birkner - 25. August 2017

    Liebe Bianka,

    herzlichen Dank für deinen Kommentar.

    Ich freue mich, dass sich eine Tür für dich geöffnet hat. Dann wünsche ich dir gute Schritte und gute Ergebnisse, wenn du durch die Tür hindurchgehst.

    Herzliche Grüße
    Monika

    Reply

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