Den Online-Kurs erst verkaufen & dann erstellen? Klingt gut. Ist aber nicht immer gut. Es gibt drei Stressfaktoren, über die niemand spricht. Erst wenn du diese kennst, kannst du deine Vorgehensweise fundiert entscheiden. Du erfährst auch eine wenig bekannte Methode, die dir unnötigen Stress erspart und außerdem die Qualität sowie Erfolgsaussichten deines Kurses steigert.

I. Weshalb wird so oft empfohlen, einen Online-Kurs erst zu verkaufen & dann zu erstellen?

Im wesentlichen sind es drei Argumente:

  • Um deine Kurs-Idee zu testen und das Flop-Risiko reduzieren.
  • Um dir positiven Druck zu schaffen, den Kurs endlich fertig zu stellen.
  • Um schon Geld zu verdienen, während du den Kurs erstellst.

Auf den ersten Blick klingen diese Argumente bestechend. Doch aus jahrelanger Erfahrung mit Kursen kann ich sagen, dass sie mit Vorsicht zu genießen sind.

II. Drei Stressfaktoren, wenn du den Kurs erst verkaufst & dann erstellst

Die möglichen Herausforderungen, wenn du den Kurs erst verkaufst & dann erstellst:

  • Zeitlicher Stress
  • Themen-Stress
  • Vermittlungs-Stress.

III. Zeitlicher Stress

Einen Kurs zu erstellen, kostet Zeit. Von Kurs-Erstellern höre ich immer wieder, dass sie im Tagesgeschäft zu wenig Zeit finden.

Ändert sich das über Nacht, wenn du plötzlich eine Deadline hast?

Vielleicht.

Vielleicht auch nicht.

Wenn die Diskrepanz zu groß ist zwischen dem Zeitbedarf und den realen Möglichkeiten, dann erhöhst du nur den Stress.

  • Wie realistisch kannst du den Zeitbedarf einschätzen für deinen Kurs? Idealerweise anhand von echten Daten aus der Vergangenheit. Sonst multipliziere deine Schätzung mit 3. Denn alles dauert immer länger, als du vorher denkst.
  • Wie viele Stunden pro Woche kannst du realistischerweise am Kurs arbeiten? Idealerweise kannst du auch das anhand echter Daten (Zeitprotokolle) einschätzen. Es hängt u.a. davon ab, wie viel Zeit du für andere Commitments brauchst. Und wie lange am Stück du konzentriert am Kurs arbeiten kannst.
  • Wie viel Zeit brauchst du für sonstige kursbezogene Aktivitäten? Zum Beispiel für die Betreuung der Teilnehmer? Die Auswahl und Einrichtung der Kurs-Plattform? Die Aneignung technischer Skills?

IV. Themen-Stress

Selbst wenn du eine ausgewiesene Expertise auf deinem Gebiet hast, bist du damit nicht zwangsläufig für einen Kurs gerüstet.

„Wenn man anderen etwas beibringt, lernt man selbst am meisten.“ So sagt man nicht ohne Grund.

  • Denn zum einen tauchst du noch tiefer ein in die Materie.
  • Brauchst vielleicht ein Wissens-Update an der einen oder anderen Stelle.
  • Darüber hinaus hast du einen anderen Blickwinkel als zuvor: Nämlich den Blickwinkel, wie du deine Expertise anderen vermitteln kannst.

Plötzlich erkennst du Lücken in deinem Konzept.

Oder Ungereimtheiten.

Oder du merkst, dass es gar nicht so einfach ist, das Wissen aus deinem Kopf in eine verständliche Form zu bringen.

  • Wie sattelfest bist du in deinem Thema? Hast du dich schon in der Tiefe damit auseinander gesetzt? Oder ist es noch relativ neu für dich?
  • Wie viel Erfahrung hast du schon in der Darstellung deines Themas? Hast du darüber schon geschrieben oder gesprochen? Gibt es schon Präsentationen, Skripte oder dergleichen? Oder ist das Wissen bisher vorwiegend in deinem Kopf?
  • Bist du auf dem neuesten Stand? Bestimmte Themen haben eher Evergreen-Charakter. Doch bei Themen wie Facebook-Marketing, SEO u.ä. musst du dein eigenes Wissen laufend aktualisieren.

V. Vermittlungs-Stress

Ein Online-Kurs dient nicht der Informationsvermittlung. Die Informationen können deine Teilnehmer alle im Netz finden.

Der Wert eines Online-Kurses ergibt sich daraus,

  • dass die Informationen geprüft sind
  • dass sie gut organisiert sind
  • dass die Teilnehmer in die Umsetzung kommen.

Viele Kurs-Ersteller struggeln an dieser Stelle. Denn es macht einen Riesen-Unterschied, ob du selbst etwas weißt. Oder ob du es anderen auch verständlich und so darbieten kannst, dass sie die gewünschte Transformation erleben.

  • Ist dir klar, welche konkrete Transformation deine Teilnehmer durch den Kurs erleben sollen? Viele Kurs-Ersteller denken vorwiegend daran, was sie selbst vermitteln wollen, statt sich auf die Teilnehmer auszurichten.
  • Wie viel Erfahrung hast du, deine Inhalte für unterschiedliche Persönlichkeiten aufzubereiten? Menschen haben unterschiedliche Präferenzen, zum Beispiel in Bezug auf Video, Text oder Audio oder auch das Maß der Eigenständigkeit.
  • Wie viel Erfahrung hast du, deine Teilnehmer in die Umsetzung zu bringen? Dazu braucht es ein ganz anderes Skillset als für die Informationsvermittlung. Und auch entsprechende Materialien wie Schritt-für-Schritt-Anleitungen, Workbooks etc.

VI. Wie hoch ist dein Stress-Risiko, wenn du erst den Kurs verkaufst und dann erstellst?

Wie hoch dein Stress-Risiko ist, kannst du anhand der vorstehenden Fragen einschätzen. Ganz prinzipiell gilt:

  • Je weniger du bisher regelmäßig Zeit gefunden hast, an deinem Kurs zu arbeiten, desto größer ist das Risiko, dass das auch jetzt nicht gelingt. Oder nur mit Brachialmaßnahmen wie durchgearbeiteten Nächten.
  • Je weniger ausgeprägt deine Expertise und Erfahrung, sie an andere weiter zu geben, desto größer ist das Risiko, dass sich bei der Erstellung des Kurses Verzögerungen ergeben. Entweder leidet dann die Qualität. Oder du kannst deine Termine nicht einhalten.
  • Je weniger Erfahrung du hast, dein Wissen teilnehmergerecht und umsetzungsfähig aufzubereiten, desto größer ist das Risiko, dass du das auf die Schnelle auch nicht lernst und damit dein Kurs ein wesentliches Wert-Kriterium nicht erfüllt.

VII. Kurs-Entwicklung ohne Stress: Mein Ansatz

Bei den zahlreichen Kursen, die ich im Laufe der Jahre erstellt habe, habe ich reichlich Stress erlebt. Insbesondere dann, wenn der Kurs noch nicht fertig war im Zeitpunkt des Verkaufs.

Mein heutiger Ansatz ist daher ein ganz anderer: Nämlich organische Entwicklung.

Konkret bedeutet das, etappenweise in die Kurs-Entwicklung hereinzuwachsen.

  • Etappe 1: Klarheit über deine Kunden, die Transformation und deine Methode, die Kunden zur Transformation zu führen (= dein Signature System). Wenn du dir diese Punkte erarbeitet hast, hast du schon eine solide Grundlage.
  • Etappe 2: Premium-Leistungspakete für 1:1-Kunden. Diese basieren auf dem Signature System. In der Einzelarbeit kannst du dann nach und nach bestimmte Inhalte weiter standardisieren, dazu Videos und sonstige Materialien erstellen. Und du lernst eine Menge über deine Kunden:-)
  • Etappe 3: Gruppen- und Live-Formate. Hier kannst du deine Angebote noch weiter „produktisieren“ und auch mit noch mehr Menschen testen.
  • Etappe 4: Der erste Online-Kurs. Viel Vorbereitungsarbeit ist bereits erledigt. Du hast nicht nur deine Idee getestet, sondern bereits die Umsetzung. Der weitere Aufwand ist überschaubar.
  • Etappe 5: Membership-Angebote. Damit schaffst du noch nachhaltigere Transformation für deine Kunden und kannst dein Business weiter skalieren.

VIII. Weitere Vorteile dieses Vorgehens

Das organische, etappenweise Vorgehen erspart dir nicht nur viel Stress. Es verschafft dir auch die Vorteile, die du davon erwartest, wenn du erst den Kurs verkaufst & dann produzierst:

  • Die Idee ist hinreichend getestet. Darüber hinaus ist sie mit den Erfahrungen aus der Kundenarbeit angereichert und verfeinert.
  • Dein Kurs wird fertig – und zwar ohne unnötigen Druck.
  • Du verdienst die ganze Zeit Geld, ohne monatelang in Vorleistung gehen zu müssen.

Und noch weitere Vorteile:

  • Du produzierst Qualität.
  • Du schaffst ein positives Image.
  • Du vermeidest unnötige Imageschäden. Ich selbst habe schon 3 x einen Kurs gekauft, der noch nicht ganz fertig war. Einer wurde ständig nachgebessert. Die beiden anderen sind nie fertig geworden. Was meinst du, welchen Eindruck ich habe von den Anbietern?

IX. Lust, mehr von meiner Methode kennen zu lernen?

Das organische, etappenweise Vorgehen liegt all meiner Arbeit zugrunde, egal ob in der 1:1-Strategie-Partnerschaft oder in meinem Positionierungs-Programm oder im Freedom Business Club. Allerdings nicht starr, sondern personalisiert. Denn jede Situation ist unterschiedlich. Lass uns gern über deine Situation miteinander sprechen.

Ich bin Monika Birkner und unterstütze vielseitige Solopreneure & Multipreneure, gerade wegen ihrer Vielfalt erfolgreich zu sein und ein Business zu schaffen, das größer ist als sie selbst.

Bleib auf dem Laufenden

Strategien &  Tipps für vielseitige Solopreneure & Multipreneure

Außerdem: Die TOP 10 Tools, die ich für mein Online-Business nutze

14-tgl. Versand über den deutschen Anbieter Quentn. Datenschutz

Alle 14 Tage. Versand über Mailchimp. Datenschutz.

WordPress Cookie Hinweis von Real Cookie Banner