Positionierung: Vielseitigkeit kommunizieren

Mit meinen Klienten, besonders den vielseitigen unter ihnen, mache ich gern einen kleinen Test zur Positionierung.

Oft ist er augenöffnend.

Neugierig? 

I. Kleiner Test zur Positionierung

Machen Sie einmal Folgendes:  Schauen Sie sich ihre Blogposts, Tweets und sonstigen Social Media Botschaften aus der Brille eines potenziellen Kunden an.

Gehen Sie nicht in die Tiefe. Es kommt auf den ersten Eindruck an. 

Erschließt sich Ihrem potenziellen Kunden auf Anhieb, wie alle Ihre Themen zusammenhängen? Oder gewinnt er den Eindruck von Kraut und Rüben, von Bauchladen?

Können neue Kunden oder ein potenzieller Erwerber Ihres Business auf Anhieb erkennen, worum es geht und wofür Ihr Unternehmen steht?


II. ...damit Sie Ihre Positionierung nicht ruinieren

Wenn Letzeres der Fall ist, lohnt sich dieser Beitrag ganz besonders für Sie. Denn hier geht es darum, wie Sie Ihre Positionierung - und ganz besonders Ihre Vielfalt - besser kommunizieren.

Letztlich ist das auch wichtig für ein verkaufsfähiges Business. Denn wenn Ihr potenzieller Erwerber nicht erkennt, wofür Sie eigentlich stehen, wird er wenig Neigung verspüren, Ihr Unternehmen weiter unter die Lupe zu nehmen. 

Der kleine Test ist deshalb so wichtig, weil Sie sehr leicht Ihre mit Mühe aufgebaute Positionierung  wieder ruinieren können, wenn die Folgeaktivitäten damit nicht im Einklang stehen oder zumindest nicht so wahrgenommen werden.

Vielseitige Solopreneure sind dafür besonders anfällig.

Wenn Sie Ihre Vielfalt nicht gut kommunizieren, können Sie die Positionierung,
die Sie sich mühsam aufgebaut haben, in kurzer Zeit wieder ruinieren.


III. Die Herausforderung: In den Einzelaktivitäten das Ganze sichtbar machen

Je umfassender das Dach Ihrer Positionierung ist, umso größer ist die Herausforderung bei den Einzelaktivitäten. Ich unterteile gern in drei Schwierigkeitsgrade:

1. Enge Positionierung

Einzelaktivitäten und Dachpositionierung stimmen überein, solange Sie bei Ihrem Grundthema bleiben.

Beispiel: Spezialist für Projektmanagement.

Hier steht ein breites Spektrum an Einzelthemen zur Verfügung, die sich jedoch alle dem Oberthema zuordnen lassen.

2. Breites Dach, aber gemeinsames Thema

Auch hier lässt sich in der Regel der Zusammenhang erkennen.

Beispiel: Fitness

Sie können über Sport, Ernährung, Schlaf und ähnliche Themen schreiben und der Zusammenhang bleibt erkennbar.


3. Breites Dach und verschiedenartige Unterthemen

Hier kann leicht passieren, dass der Außenstehende den Zusammenhang nicht erkennt und nur einen Bauchladen wahrnimmt.

Beispiel: Ich selbst mit meinen Angeboten zum verkaufsfähigen Business

Ich unterstütze Solopreneure, ein verkaufsfähiges Business zu schaffen.

Dazu gehören Themen, die direkt mit der Verkaufsfähigkeit zu tun haben wie zum Beispiel dieses Interview oder dieses Interview.

Dazu gehört aber auch alles andere:

+ Produktivität
+ Premium-Positionierung
+ skalierbares Geschäftsmodell/skalierbares Wachstum
+ Marketing  

und noch viel mehr,  jeweils unter dem besonderen Aspekt, wie dadurch die Verkaufsfähigkeit gefördert oder behindert werden kann. Auch das Älterwerden als Solopreneur spielt eine Rolle.

Meine besondere Stärke und Einzigartigkeit liegt gerade darin, alles zu einem integralen Gesamtkonzept zusammengefügt zu haben.

Doch wie lässt es sich kommunizieren, wenn ich über ein Einzelthema blogge?

Oder noch krasser: Wie lässt es sich in 140 Zeichen in einem Tweet kommunizieren?

Wie umfassend ist das Dach Ihrer Positonierung? Davon hängt
der Schwierigkeitsgrad ab, Ihre Vielfalt zu kommunizieren.



IV. Drei Lösungsansätze

Es gibt sicherlich kein Patentrezept für diese Situationen. Picken Sie sich aus den folgenden Anregungen das heraus, was für Ihre Situation passt. Und kommentieren Sie gern Ihre eigenen Erfahrungen und/oder Beispiele von anderen.


1. Sich selbst immer wieder an die Positionierung erinnern

Was Sie auf jeden Fall tun können und auch tun sollten: Sich selbst immer wieder an Ihre Positionierung zu erinnern.

Wen wollen Sie ansprechen?

Was ist Ihre Botschaft?

Was wollen Sie erreichen?

Hier habe ich beschrieben, wie Sie die Customer Journey nutzen können, um Themen zu finden.


2. Ihren Lesern die Zusammenhänge explizit erläutern

Ihren Lesern, Zuhörern und Zuschauern explizit die Zusammenhänge zu erläutern, ist auf jeden Fall nützlich.

Ich selbst spreche zunehmend in meinen Artikeln zu Einzelthemen ausdrücklich an, welche Bedeutung diese Themen für das verkaufsfähige  Business haben (auch in diesem Beitrag. Haben Sie es gesehen?)

Auch wenn ich an anderen Stellen, zum Beispiel auf Facebook, auf meine Blogposts und Podcasts hinweise, versuche ich, den Zusammenhang zum verkaufsfähigen Business herzustellen. 

In 140 Zeichen auf Twitter funktioniert es allerdings nicht mehr (sehen Sie unten, was ich mir dazu habe einfallen lassen).


3. Ihren Lesern sonstige Hilfen geben, die Zusammenhänge zu erkennen

Darüber hinaus lohnt es sich zu überlegen,  wie Sie es Ihren Lesern noch auf andere Weisen erleichtern können, die Zusammenhänge zwischen den Einzelaktivitäten  und Ihrem Gesamtkonzept zu erkennen.

Möglichkeiten dazu können sein:

a) die Sidebar in Ihrem Blog: Dort können Sie über sich und Ihre Angebote schreiben, weitere Artikel erwähnen oder Ihre Freebies. Ich selbst nutze sie nicht, weil ich meine Leser nicht ablenken will

b) die Autorenbox unter Ihren Posts: Dort können Sie auch auf Ihre Angebote hinweisen

c) Pop-ups: Nicht jeder mag sie. Doch Testen lohnt sich sicher. Denn es gibt ja dafür die verschiedensten Formate, einige davon recht dezent.  Steht noch auf meiner Agenda.

d) Hinweise im Artikel oder am Ende des Artikels:  Ein Beispiel, mit dem ich gerade experimentiere, finden Sie am Ende dieses Artikels.

e) Themenseiten: Mit Themenseiten experimentiere ich ebenfalls gerade. Angeregt dazu wurde ich durch das Beispiel von ProBlogger.

f) Farbkonzepte: Tony Robbins markiert auf seiner Seite die Blogbeiträge der verschiedenen Kategorien in unterschiedlichen Farben. Sein Themenspektrum ist wahrlich vielseitig. Seine Bekanntheit trägt natürlich weiter dazu bei, dass viele einfach wissen, was sie alles von ihm erwarten können.

g) sonstige visuelle Elemente: Ihre Corporate Identity bildet eine gewisse Klammer, auch wenn diese sich erst einmal äußerlich zeigt und nicht unbedingt etwas über die Inhalte aussagt.

Ich selbst experimentiere gerade mit besonderen visuellen Posts bei Twitter und auch in anderen Netzwerken, die hohen Wiedererkennungswert haben und inhaltlich auf einzelne Aspekte des verkaufsfähigen Business hinweisen. Schauen Sie einmal, ob Sie sie entdecken:-).

h) Videos: In einem kleinen Video lässt sich mehr unterbringen als auf einer einzelnen Seite. Das habe ich zum Beispiel genutzt für mein neues Cover-Video bei Facebook, das ich anstelle des statischen Titelbildes eingesetzt habe. Klicken Sie auf das Titelbild, um es abzuspielen. Sie können auch Musik dazu hören, wenn Sie wollen. Klicken Sie dazu auf das kleine Lautsprecher-Symbol unten. Wenn es Ihnen gefällt, dürfen Sie die Seite auch gerne liken:-).

Auch wenn Sie viele Themen unter Ihrem Dach vereinen, gibt es etliche
Möglichkeiten, um mit den Einzelthemen auch das Ganze zu
kommunizieren. Es beginnt mit der eigenen Ausrichtung und umfasst sowohl explizite Hinweise wie auch weitere Orientierungshilfen verschiedenster Art.



V. Was machen Sie selbst? Welche weiteren Beispiele kennen Sie?

Wenn Sie selbst zu den vielseitigen Solopreneuren gehören, haben Sie vielleicht schon eigene Methoden entwickelt, wie Sie Ihre Vielseitigkeit so kommunizieren, dass das übergreifende Dach und Gesamtkonzept erkennbar wird.

Oder Sie kennen inspirierende Beispiele von anderen.

Teilen Sie Ihre eigenen Erfahrungen und/oder Beispiele von anderen in den Kommentaren.

Als Solopreneur ein verkaufsfähiges Business schaffen

In diesem Blog dreht sich alles darum, wie Sie als Solopreneur ein verkaufsfähiges Business schaffen und dadurch auch schon kurzfristig erfolgreicher werden. Entdecken Sie neue Perspektiven zu bekannten Themen sowie ganz neue Möglichkeiten. Klicken Sie die Buttons bzw. das Bild an, um zur Themenübersicht zu gelangen, den Newsletter zu abonnieren oder der Freedom Business Community bei Facebook beizutreten.

Für vielseitige Solopreneure: Möglichkeiten, die eigene Vielfalt zu kommunizieren

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Wie man sich seine Positionierung ruinieren kann #Solopreneure

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Bauchladen muss nicht sein. Wie vielseitige Solopreneure ihr Dach kommunizieren können

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Bildnachweise: Pixabay

Danke fürs Teilen:-)
Monika Birkner
 

Monika Birkner unterstützt erfahrene Solopreneure, ein verkaufsfähiges Business zu schaffen und dadurch bereits kurzfristig erfolgreicher zu werden. Sie verbindet ganzheitliche Strategie mit den Systemen zur Umsetzung. In ihrem Blog und ihren Podcasts zeigt sie neue Perspektiven auf, wie Solopreneure anders an ihr gesamtes Business und alle Einzelthemen herangehen können. Für ihre Kunden bietet sie 1:1-Coaching, Membership-Programme und Online-Kurse. Mehr auf der Seite: https://MonikaBirknerFreedomBusiness.de

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Andreas Giermaier - 15. September 2017

Hm Positionierung. wohl eines der wichtigsten Themen im Marketing überhaupt. Und doch geht es schlicht darum, dass dein Gegenüber DICH zu einem bestimmten Thema in seinem Gehirn verknüpft. DANN kannst du unschärfer werden… Bestes Beispiel ist hierbei meine wichtige Mentorin Vera F Birkenbihl: sie wurde ursprünglich durch ihr Kommunkationstraining bekannt (Insel-Modell etc). Dann erweiterte sie dies (logisch) zu Verhandlungen, Verkauf, weiter zu Körpersprache und NLP. Auch Body-Mind- war ihr Thema. so hatte sie schon ende der 1970er über „FREUDE DURCH STRESS“ geschrieben was bis heute erst laaangsam Eingang in die „konventionelle“ Business Denke führt…
und ihre METHODEN (also wie lernt das Gehirn am besten) und wie werd ich erfolgreich & glücklich (positive psych) kam danach … also was sagen Sie dazu? ist das eine „Rote Faden“ Positionierung (wie sie Tanja Klein und Ruth Urban in ihrer #coachyourmarketing Methode zur Positionierung beschreiben? (Junfermann Verlag, 2016)

Ein PS noch zu IHRER Positionierung: sie sagten Sie nutzen nun das neue THRIVE plugin, wofür. mir scheint das ist das „beste wo gibt“ für onlinemarketing „zeugs“ aber Sie haben es nicht im einsatz soweit ich bisher sehe? das würde man doch an der veränderten optik der seite merken?

Reply
    Monika Birkner - 15. September 2017

    Hallo Herr Giermaier,

    danke schön für dieses Beispiel.

    Den Thrive Architect habe ich im Einsatz. Doch vorher hatte ich schon den Thrive Content Builder. Im Backend macht sich der Unterschied deutlich bemerkbar. Und im Frontend habe ich auch schon einige Dinge neu ausprobiert.

    Viele Grüße
    Monika Birkner

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