Monika Birkner Deine Starte-hier-Seite Potenzial

Wie du als vielseitiger Solopreneur das Potenzial einer „Starte-hier“-Seite nutzt – mit genauer Anleitung

I. Du bist vielseitig? Dann zeig es auch auf deiner Website

Du bist vielseitig. Und das möchtest du auch auf deiner Website zeigen.

Aber wie, ohne dass es in einen Bauchladen ausartet?

Hier kommt die „Starte-hier“-Seite ins Spiel. Lies in diesem Beitrag:

  • Welche Vorteile eine „Starte-hier“-Seite gerade für vielseitige Solopreneure bietet
  • Welche drei Fehler du auf jeden Fall vermeiden solltest
  • Detaillierte Anleitung für deine eigene „Starte-hier“-Seite.

Ich selbst gehöre ja auch zu den vielseitigen Solopreneuren.

Mit meiner eigenen „Starte-hier“-Seite habe ich endlich das Ventil gefunden, um mehr von meiner Vielfalt zu zeigen und vor allem auch, wie die dahinter liegende Ordnung ist.

II. Die „Starte-hier“-Seite: Das Tor zu deiner vielfältigen Welt

Eine „Starte-hier“-Seite ist eine Unterseite deiner Website. Manchmal hat sie auch den Titel „Neu hier?“.

Das Ziel ist, den Besuchern deiner Website – und ganz speziell den Neulingen – den Eintritt in deine Welt zu erleichtern.

Ich betrachte sie wie ein Onboarding in deine Welt.

Falls du den Begriff „Onboarding“ nicht kennst: Er wird zum Beispiel in der Software-Branche verwendet, wenn es darum geht, dass die Kunden sich schnell mit der Software vertraut machen. Oder im Management, wenn es um die Einarbeitung neuer Mitarbeiter geht.

Eine „Starte-hier“-Seite ist wie ein Onboarding für die Besucher deiner Website, speziell für die Neulinge. Sie bekommen gebündelt die wichtigsten Informationen, die ihnen helfen, sich in deiner Welt zurechtzufinden.

III. Fünf Gründe für eine „Starte-hier“-Seite

  • Schneller Überblick: Neue Seitenbesucher erhalten einen schnellen Überblick, wofür du stehst, und was sie auf deiner Seite finden.
  • Hilfe für Quereinsteiger: Das ist ganz besonders wichtig für die Besucher, die nicht über die Homepage (Startseite) kommen. sondern über einen Blogbeitrag.
  • Hervorhebung wichtiger Blogposts: Du kannst auf so einer Seite besonders wichtige Blogbeiträge vorstellen, so dass deine Besucher noch mehr wertvollen Content finden.
  • Längere Verweildauer: Damit animierst du deine Besucher zu längerer Verweildauer. Diese gibt auch Google ein wichtiges Signal.
  • Weitere Angebote: Du kannst deinen Besuchern auf so einer Seite eine weitere Möglichkeit bieten, deinen Newsletter zu abonnieren oder ein Freebie in Anspruch zu nehmen. Oder auch ein bezahltes Angebot.

IV. Drei zusätzliche Vorteile einer „Starte-hier“-Seite, wenn du zu den vielseitigen Solo-Unternehmern gehörst

  • Gesamtbild: Du kannst einen Gesamtüberblick über deine Vielfalt geben. Wenn jemand nur einen einzelnen Blogartikel von dir liest, hat er ja erst einmal nur eine Facette gesehen. Und dein gerade aktueller Post ist vielleicht gar nicht typisch für das, was du sonst bietest.
  • Zusammenhänge: Du kannst vermitteln, wie alle deine verschiedenen Themen und Angebote zusammenhängen und dass es sich dabei keineswegs um einen Bauchladen handelt.
  • Darstellung deiner besonderen Arbeitsweise: Wenn du schon ein Signature System hast, also eine ganz beondere, einzigartige Methodik, kann die „Starte-hier“Seite ein guter Platz sein für eine Darstellung.

V. Aber reichen denn nicht die bisherigen Seiten aus?

Das ist eine berechtigte Frage. Denn du hast dir ja viel Mühe gemacht mit deiner Website.

Doch es gibt gute Gründe für eine zusätzliche „Starte-hier“-Seite.

#1: Homepage und Starte-hier-Seite

Vielleicht hast du schon bemerkt, dass viele Websites sich immer ähnlicher werden. Das gilt insbesondere für die Homepage (= die Startseite/Einstiegsseite deiner Website).

Und es ist nicht nur ein subjektiver Eindruck.

Sondern auch wissenschaftlich erwiesen.

a) Wissenschaftlich erwiesen: Websites werden immer ähnlicher

Drei Mitarbeiter von The Conversation haben über 200.000 Screenshots von 10.000 Websites miteinander verglichen und weitere Untersuchungen, auch mit Hilfe Künstlicher Intelligenz, durchgeführt. Sie stellten fest:

  • Zwischen 2008 und 2010 waren die Unterschiede zwischen den Seiten am größten.
  • Zwischen 2010 und 2016 nahmen die Unterschiede kontinuierlich ab. Oder anders ausgedrückt: Die Seiten wurden immer ähnlicher.

Zum Nachlesen:

b) Mit einer „Starte-hier“-Seite kannst du dem Einerlei entkommen

Es gibt durchaus gute Gründe, weshalb die Einstiegsseiten oft sehr ähnlich sind. Konventionen helfen Besuchern, sich schnell zurechtzufinden.

Bei bestimmten Agenturseiten, bei denen das Kreative den Sieg davon trägt gegenüber der Nutzererfahrung, kannst du eindrücklich erleben, wie verwirrend es sein kann, wenn sämtliche Konventionen hintan gestellt werden.

Doch wenn das so ist, dass Einstiegsseiten immer ähnlicher werden, dann bietet die „Starte-hier“-Seite eine gute Chance, das Nützliche mit dem Kreativen zu verbinden.

Und dich damit abzuheben und deine Einzigartigkeit – und Vielseitigkeit – zum Ausdruck zu bringen und gleichzeitig damit deinen Besuchern Nutzen zu bieten.

Mit einer „Starte-hier“-Seite hast du viel mehr Möglichkeiten, dich in deiner Einzigartigkeit und Vielfalt zu präsentieren, als es im Rahmen einer Homepage möglich ist, die sich an verbreitete Konventionen hält.

#2: „Über-mich“-Seite und „Starte-hier“-Seite

Natürlich eignet sich auch die „Über-mich“-Seite, um mehr über dich zu erfahren.

Doch meistens geht es dabei ja vorrangig um die Person, die hinter der Seite steht.

Manche Verfechter von Personal Branding sind der Meinung, dass die eigene Person das Ausschlaggebende sei.

Ich sehe es anders.

a) Deine Besucher suchen eine Lösung

Meine Erfahrung ist: Menschen suchen Lösungen für bestimmte Situationen.

Das kann eine Hilfestellung in einem Blgopost sein. Oder eine bezahlte Unterstützung. Oder noch etwas anderes.

Die Person des Anbieters ist nicht unwichtig.

Aber auch nicht das Wichtigste.

Dass Menschen in erster Linie eine bestimmte Person suchen, ganz egal, was diese anbietet, dürfte die Ausnahme sein.

b) Auf der „Starte-hier“-Seite kannst du Vertrauen zu deiner Lösung und deiner Person schaffen

Die „Starte-hier“Seite ist eine Gelegenheit, deine Inhalte und Methoden – ggf. sogar dein Signature System, falls du eins hast – mit einem Eindruck von deiner Persönlichkeit zu verbinden.

So kann das dann zu einer runden Sache werden.

Auf deiner „Starte-hier“-Seite kannst du Vertrauen zu deiner Person und deiner Leistung erzeugen.

VI. Drei Fehler, vor denen du dich auf deiner „Starte-hier“-Seite hüten solltest

Fehler Nr. 1: Wie ein Blogger denken. Viele „Starte-hier“-Seiten zeigen lediglich eine Ansammlung von Blogartikeln. Das hat seine Vorteile. Doch du verschenkst damit die Chance, deine Besucher auf deine Angebote aufmerksam zu machen. Denke nicht wie ein Blogger, sondern denke wie ein Unternehmer.

Fehler Nr. 2: Rückwärtsgewandtes Denken. Wenn du nur auf frühere Blogartikel verweist, gibt das zwar einen wertvollen Einblick in deine früheren Arbeiten. Doch deine Positionierung und deine Angebote entwickeln sich ja immer weiter. Nutze die Chance, wenn du eine „Starte-hier“-Seite schaffst, um deine Positionierung für die Zukunft zu überdenken. Was für Kunden möchtest du in der Zukunft? Und mit welchen Angeboten und Themen möchtest du in der Zukunft auftreten?

Fehler Nr. 3: Die Gestaltung der Seite zu vernachlässigen. Wie eine Seite auf deine Besucher wirkt, ob sie sich dort gern aufhalten und ob sie dort die Informationen finden, die sie interessieren, hängt vom Zusammenspiel zwischen Inhalten und Gestaltung der Seite ab. Finde eine Lösung, die beides berücksichtigt. Um dich inspirieren zu lassen, google nach Begriffen wie „Starte-hier“ oder „Neu hier?“ Du kannst natürlich auch gerne meine eigene „Starte-hier“-Seite besuchen.

Nutze die „Starte-hier“-Seite, um dich zukunftsorientiert zu positionieren und dabei gleichermaßen deine Besucher und dein Business zu unterstützen.

VII. Anleitung: In 12 Schritten zu deiner „Starte-hier“-Seite

Wenn du systematisch vorgehst, kannst du schon bald deine eigene „Starte-hier“-Seite haben.

Oder du kannst eine bestehende Seite noch weiter aufgefrischt und angereichert haben.

# 1: Was willst du mit deiner „Starte-hier“-Seite erreichen?

Versetze dich dafür in die Situation eines Besuchers, der irgendwo einen Link zu einem Blogpost findet und so auf deine Seite gelangt.

Vielleicht ist es ein atypischer Blogpost.

Oder er zeigt nur eine winzig kleine Facette aus deinem enormen Spektrum

  • Wie kannst und willst du so einem Besucher helfen, sich ein genaueres und umfassenderes Bild zu verschaffen von dir und deinen Leistungen?
  • Und wie kannst du gleichzeitig deine Business-Ziele fördern?

# 2: Überdenke deine Positionierung

Deine Positionierung ist nichts Statisches. Sie entwickelt sich ständig weiter. Mach dir also bewusst:

  • Wofür willst du in Zukunft stehen?
  • Wer sollen deine Kunden sein?
  • Was können deine Kunden mit deiner Hilfe erreichen?
  • Und wie sieht deine Methodik aus, damit das gelingt (= Dein Signature System)?

# 3: Die Darstellung deiner Positionierung und deines Signature Systems

Überlege wir, wie du deine künftige Positionierung und dein Signature System darstellen willst.

# 4: Welche Angebote willst du zeigen?

Entscheide, welche Angebote du auf der „Starte-hier“-Seite platzieren willst.

Dazu zählen sowohl die Bezahl-Angebote als auch der Call-to-Action für ein Freebie oder deinen Newsletter.

# 5: Analysiere deine Blogartikel und wähle die aus, die du zeigen willst

Kriterien dabei können beispielsweise sein:

  • Wie weit repräsentiert der Beitrag deine künftige Positionierung?
  • Wie beliebt war er bisher?
  • Wie oft wird nach diesem Thema gesucht?

Blogartikel sind hier beispielhaft erwähnt. Die Überlegungen gelten natürlich auch für sonstigen Content auf deiner Seite.

# 6: Verpasse deinen Blogartikeln ein Update

Die „Starte-hier“-Seite ist ja so etwas wie ein Schaufenster deiner besten Beiträge.

Überprüfe daher diese Beiträge und überarbeite sie ggf. noch einmal, so dass sie auf dem neuesten Stand sind.

Wenn das regelmäßige Updaten deiner Artikel nicht Teil deiner Content-Marketing-Routine ist, kann das etwas Zeit in Anspruch nehmen.

Gute Tipps für das Updaten von Blogposts findest du in diesem YouTube-Video von Ahrefs.

# 7: Erstelle deine „Starte-hier“-Seite

Nun bist du gut vorbereitet, um deine „Starte-hier“-Seite zu erstellen bzw. von einem Profi erstellen zu lassen.

Wenn du einen Automatismus nutzt, um bestimmte Blogbeiträge zu zeigen, wird die Seite auch in Zukunft regelmäßig upgedatet.

Das spart dir manuelle Arbeit.

Ich nutze Thrive Architect (kein Affiliate-Link).

Über Schlagworte kann ich genau steuern, welche Artikel automatisch auf der Seite angezeigt werden.

# 8: Überprüfe und teste die „Starte-hier“-Seite

Überprüfe nun und teste deine Seite.

  • Sieht sie so aus, dass du sie gerne vorzeigst?
  • Sind alle wesentlichen Inhalte enthalten?
  • Ist sie SEO-optimiert?
  • Funktionieren alle Links?
  • Gibt es einen Call to Action?
  • Hat sie einen sprechenden Namen wie zum Beispiel „Starte hier“ oder „Neu hier?“

# 9: Veröffentliche deine „Starte-hier“-Seite

Wenn deine Überprüfung zur Zufriedenheit ausgefallen ist, kannst du die Seite veröffentlichen.

Vergiss nicht, sie zum Menü deiner Website hinzuzufügen, so dass sie neuen Besuchern sofort ins Auge fällt.

# 10: Mache die Seite aktiv bekannt

Wie bei allen Maßnahmen: Es ist nicht damit getan, sie zu realisieren.

Sondern damit die Welt etwas davon erfährt, braucht es deine gezielte Aktivität.

# 11: Beobachte die Ergebnisse

Natürlich ist es auch wichtig, die Ergebnisse zu beobachten und zu analysieren.

Ich selbst habe mich vor kurzem für etracker entschieden (kein Affiliate-Link). Das ist ein Tool eines deutschen Anbieters, mit dem datenschutzkonformes Tracking möglich ist, ohne dass Cookies zum Einsatz kommen.

# 12: Überprüfe und aktualisiere die Seite in regelmäßigen Abständen

Wie schon erwähnt, entwickelst du dich weiter. Auch dein Business entwickelt sich weiter.

Von daher ist es wichtig, die Seite immer mal wieder zu überprüfen.

VIII. Unterstützung gewünscht?

Vielleicht hat dir dieser Beitrag neue Perspektiven eröffnet, was noch möglich ist mit deiner Website und wie du es Schritt für Schritt umsetzen kannst.

Falls du an der einen oder anderen Stelle weitere Unterstützung wünscht, kommt Verschiedenes in Frage:

  • Unterstützung bei der Positionierung: Dir vorab über deine weitere Positionierung klar zu werden, ist auf jeden Fall wichtig. Ich biete dazu das Programm Positionierung & Transformation sowie auch maßgeschneiderte Unterstützung, je nachdem, wie deine aktuelle Situation ist.
  • Unterstützung bei der Konzeption deines Projektes: Das ist am sinnvollsten im Rahmen einer Strategie- und Sparringspartnerschaft. Melde dich über das Kontaktformular, wenn du mit mir über Details sprechen möchtest.
  • Unterstützung, das Projekt erfolgreich zu Ende zu bringen: Je nachdem, was alles in dein Projekt mit einfließt, kann es eine längere Angelegenheit werden. Gerade für vielseitige Solopreneure mit zig anderen Baustellen und immer neuen Ideen biete ich mit meinem Programm 90-Tage-Projekterfolg regelmäßige Struktur und Unterstützung im Wochenrhythmus.

Bildnachweis: Hahnsinn – Agentur für Webdesign & Branding

4 Kommentare zu „Wie du als vielseitiger Solopreneur das Potenzial einer „Starte-hier“-Seite nutzt – mit genauer Anleitung“

  1. Liebe Monika,

    ganz herzlichen Dank für dein Feedback zum Artikel und zu meiner eigenen „Starte-hier“-Seite. Ich freue mich sehr darüber.

    Viele Grüße
    Monika

  2. Liebe Monika!
    Wie immer ein sehr informativer und aufschlussreicher Artikel und ich finde Deine eigene „Starte hier“-Seite ein exzellentes Beispiel.
    Auch wenn die Entwicklung dieser Seite für mich momentan nicht obere Priorität hat, so kann mir Dein Content vielleicht zu einem späteren Zeitpunkt weiterhelfen.
    Danke und beste Grüße
    Monika

  3. Liebe Monika
    Danke, dass du die „Starte-hier“-Seite wieder einmal in mein Bewusstsein gerückt hast. Ich bin etwas zwiegespalten was sie anbelangt.
    Einserseits kann sie interessant und nützlich sein, anderseits nimmt sie Platz in der Navigation weg. Gerade bei meinen Kundinnen sehe ich immer wieder, dass wir ohnehin schon zu viele Rubriken haben. Während diese Rubriken Google auch etwas sagen, ist das bei „Starte-hier“ nicht der Fall.
    Wie immer muss individuell betrachtet werden, welches die optimale Lösung ist.
    Herzliche Grüsse aus der Schweiz
    Claudia

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