Der Umgang mit Technik wird mehr und mehr zur Schlüsselkompetenz, die über Ihren Erfolg als Solo-Unternehmer entscheidet. Doch für viele ist das ein unvertrautes und Unbehagen auslösendes Terrain. Das muss nicht so bleiben.

Mehr noch: Es darf nicht so bleiben. In diesem Artikel

  • erläutere ich, warum es ohne Technik nicht mehr geht
  • begründe ich, warum Technik Ihr bester Freund ist
  • zeige ich Ihnen, wie Sie Schritt für Schritt lernen, die Technik zu meistern
  • gebe ich Tipps zur Frage „Outsourcing ja oder nein?“
  • sensibilisiere ich Sie für die vier  häufigsten Fehler beim Umgang mit Technik.

Vom „Nicht-Techie“ zum Technik-Fan – auch für Sie möglich

Ich bin von Haus aus alles andere als ein „Techie“. Doch in den 15 Jahren meiner Selbstständigkeit habe ich mir so viel angeeignet, dass ich an bestimmten Stellen mehr weiß als mancher Experte.

Auch in meiner Arbeit mit meinen Beratungs- und Coaching-Klienten nehmen technische Dinge erheblichen Raum ein und ich gebe gern mein Wissen weiter.

Mein heutiges Business beruht zu schätzungsweise 90 Prozent auf Technik. Und das schon seit vielen, vielen Jahren, da ich früh begonnen habe mit Telefoncoaching, Telefonseminaren/Webinaren, Online-Kursen, Online-Marketing  und vielem mehr.

Mittlerweile ist vieles wesentlich einfacher geworden. Von daher: Wenn ich es geschafft habe, mich in technische Fragen einzuarbeiten und sogar zum Technikfan zu werden, dann werden Sie es auch schaffen:-).

Sechs Gründe, warum es ohne Technik nicht geht 

Wenn Sie langfristig am Markt erfolgreich sein wollen, ist Technik für Sie als Solo-Unternehmer unverzichtbar.

Grund Nr. 1: Sie brauchen Technik, um Ihre Leistungen zu erstellen

Tendenziell wird es keinen Coach oder Berater geben, der ohne zusätzliche Produkte auskommt.

In den USA ist der Trend schon seit Jahren zu erkennen.

Oftmals handelt es sich um Videokurse, doch sind auch andere Formate denkbar wie Audio, pdf-Workbooks, Webinare und Webinaraufzeichnungen.

In jedem Fall brauchen Sie dafür Technik.

Selbst wenn Sie heute noch klassische 1:1-Beratung machen, so wollen Kunden doch vermehrt andere Lösungen wie zum Beispiel Coaching via Skype.

Grund Nr. 2: Sie brauchen Technik, um Ihre Leistungen auszuliefern

Wenn Sie Produkte irgendwelcher Art kreieren, brauchen Sie eine Plattform, um diese auszuliefern.

Im Falle eines Videokurses brauchen Sie eine Plattform, wo die Videos ihre Heimat haben. Das kann ein Service sein wie Wistia oder Vimeo, der Ihren Kunden ermöglicht, sich das Video anzusehen. Es kann auch eine Plattform sein, wo Sie zusätzlich Arbeitsmaterialien zum Download bereitstellen.

Seit einiger Zeit gibt es vermehrt deutsche Anbieter wie zum Beispiel Elopage, Spreadmind oder eShepherd, wo alles das möglich ist und sogar noch die Zahlungsabwicklung integriert ist.

Grund Nr. 3: Sie brauchen Technik, um Ihre Leistungen zu vermarkten

Ob Sie ein Blog betreiben, einen Podcast veröffentlichen, Video-Marketing betreiben, auf den Social Media aktiv sind – ohne Technik kommen Sie nirgendwo aus.

Hinzu kommt E-Mail-Marketing, das eine tragende Säule in Ihrem Gesamt-Marketing einnehmen sollte.

Selbst wenn Sie persönlich Technik nicht mögen, so nutzen doch Ihre Kunden sie zusehends. Denken Sie zum Beispiel an das Informationsverhalten über Social-Media-Kanäle und die Nutzung von mobilen Geräten.

Grund Nr. 4: Sie brauchen Technik, um sich selbst zu organisieren und Ihr Business zu steuern

Ich habe immer noch einen handlichen Papierkalender und liebe ihn. Doch ohne mein ausgefeiltes Projektsteuerungsprogramm käme ich nicht zurecht.

Es gibt mittlerweile viele Tools, die bei der Informationsbeschaffung, der Informationsverarbeitung, der Angebots- und Rechnungserstellung, der Buchhaltung und sonstigen Aktivitäten in Ihrem Backoffice helfen.

Grund Nr. 5: Sie brauchen Technik für Ihre Weiterbildung

Webinare, Online-Kurse, Online- oder Telefoncoaching, Podcasts, Blogartikel – alles das wäre ohne Technik nicht möglich.

Grund Nr. 6: Sie brauchen Technik, um Ihr Unternehmen verkaufsfähig zu machen

Für einen Erwerber ist es wichtig, dass er das Unternehmen auch ohne Ihre aktive Mitwirkung fortführen kann.

Gut dokumentierte und idealerweise auch automatisierte Prozesse sind dafür sehr wichtig.

Technik für Solo-Unternehmer: Ihr bester Freund

Die vorstehende Übersicht beabsichtigt nicht, Ihnen Angst zu machen. Es handelt sich lediglich um eine Bestandsaufnahme von Entwicklungen, die nicht mehr umkehrbar sind.

Sich zähneknirschend damit anzufreunden, ist das eine.

Ich gehe noch einen Schritt weiter und sage: Technik ist Ihr bester Freund. Hier ein paar Gründe für diese Behauptung:

  • Reichweite: Technik, zum Beispiel in Form von Social Media-Plattformen, ermöglicht Ihnen, Ihre Reichweite zu erhöhen.
  • Zeitversetzte Kommunikation: Ihre Außenkommunikation, ob via Einzel-Mail, E-Mail-Kampagnen, Social Media-Postings, lässt sich von Ihrer Arbeitszeit abkoppeln. Das heißt: Sie können diese Dinge dann bearbeiten, wenn Sie dafür Zeit haben, statt wie bei persönlichen Treffen oder Telefonaten zeitgleich mit der anderen Person agieren zu müssen.
  • Skalierbares Geschäftsmodell und persönliche Zufriedenheit: Durch die Umwandlung von Dienstleistungen in Produkte können Sie Einnahmequellen schaffen, die von Ihrer Arbeitszeit abgekoppelt sind und mit denen Ihr Geschäftsmodell skalierbar wird. Unabhängig von den positiven Auswirkungen, die das auf Ihr Business hat, kann es auch persönlich sehr befriedigend sein, Ihr Wissen zu systematisieren und in Produkte zu verpacken.
  • Expertenstatus: Produkte und deren Ableger in Form von Content für Ihr Marketing helfen Ihnen, sich als Experte zu positionieren und auch, Ihre Expertise immer mehr zu erweitern. Denn durch die Umwandlung Ihres Wissens in Produkte beziehungsweise Content müssen Sie sich vertieft damit auseinander setzen.
  • Medienunternehmer werden: Sie können beliebige Medien  nutzen, die noch vor wenigen Jahren Profis vorbehalten waren und sehr viel Geld kosteten. Heute ist es für verhältnismäßig wenig Geld möglich, dass Sie Ihre eigenen Bücher und eBooks veröffentlichen, Ihren eigenen Radio- oder Fernsehsender haben und vieles mehr. Letztlich können Sie damit zum einflussreichen Medienunternehmer werden mit weitgehender eigener Kontrolle über Ihre Inhalte und deren Darbietung, statt lediglich fremde Inhalte zu konsumieren. Durch Interviews, Gastbeiträge etc.  können Sie auch anderen (sonstige Experten, Partner, Kunden) eine Plattform zur Verfügung stellen für deren Inhalte.
  • Wachstum ohne Mitarbeiter: Auch ohne Einstellung von festen Mitarbeitern kann Ihr Unternehmen wachsen.

Durch Technik wird Solopreneurtum erst möglich

Den letzten Aspekt, Wachstum ohne Mitarbeiter, finde ich ganz besonders wichtig.

Als ich mich 2001 selbstständig machte, wurden  Solo-Unternehmer (den Begriff gab es damals noch gar nicht) als Leute angesehen, die es zum „echten“ Unternehmer nicht geschafft hatten.

Heute sind Solopreneure eine wichtige Gruppe in Wirtschaft und Gesellschaft geworden und das individuelle wie kollektive Selbstbewusstsein ist deutlich angestiegen.

Ich selbst kam aus dem Management und wollte eins nicht, nämlich wieder Mitarbeiter führen, so wie ich es lange getan hatte.

Moderne Technik macht es möglich, viele Aktivitäten, für die man früher Personal gebraucht hätte, automatisch erledigen zu lassen.

Moderne Technik ermöglicht auch, Dinge selbst zu tun, für die man früher einen Profi gebraucht hätte.

Canva ist ein typisches Beispiel dafür. Damit kann jeder schöne Bilder kreieren. Mit ThriveThemes, LeadPages und ähnlichen Angeboten kann jeder professionelle Websites gestalten.

Neun Wege, Technik meistern zu lernen

„Alles schön und gut“ denken Sie vielleicht. „Aber trotzdem ist mir Technik ein Buch mit sieben Siegeln und ich finde keinen rechten Zugang dazu.“

Ich verstehe das. Mir ging es ja lange Zeit ähnlich. Doch wie ich schon sagte: Wenn ich es gelernt habe,  mit Technik umzugehen und sie zu lieben, ist es für Sie erst recht möglich.

Denn begünstigend kommt ja hinzu, dass die Technik immer einfacher wird und man immer weniger Vorwissen benötigt.

Die folgenden neun Möglichkeiten haben sich für mich besonders bewährt, um Technik meistern zu lernen:

Nr. 1:  Nur Tools auswählen, die intuitiv für Sie verständlich sind

Es gibt unzählige Tools.  Sie brauchen sich nicht herumzuquälen.

Achten Sie schon bei der Auswahl eines Tools darauf, wie intuitiv verständlich dieses für Sie ist,

Was als intuitiv bedienbar empfunden wird, ist von Person zu Person unterschiedlich. Ich kenne Tools, die manche super-easy finden und mit denen ich nicht zurechtkomme. Und umgekehrt.

Stehen Sie zu Ihrem eigenen Stil.

Nr. 2:  Anwenderberichte lesen

Es lohnt sich, vor der Auswahl von Tools nach Anwenderberichten zu recherchieren.  Vor allem nach solchen, die auf Details eingehen.

Es nützt Ihnen nichts, wenn jemand Ihnen ohne weitere Begründung ein Tool empfiehlt.

Sie können es vergleichen mit Rezensionen bei Amazon: „Gutes Buch“ sagt wenig aus. Wenn jemand aber auf die Details eingeht, können Sie sich selbst ein Bild machen.

Ersparen Sie sich unnötigen Frust, indem Sie aus den Erfahrungen anderer lernen.

Nr. 3:  Klares Anforderungsprofil für das Tool

Ein technisches Tool kann Ihr wichtigster Mitarbeiter werden.

Auch für diesen würden Sie vorab ein Anforderungsprofil erstellen.

Machen Sie es auch bei einem Tool. Manchmal können Sie das von vornherein. In anderen Fällen brauchen Sie dazu erst den Input aus den Anwenderberichten.

Mit einem klaren Anforderungsprofil erkennen Sie schnell, ob ein Tool für Sie geeignet ist.

Nr. 4:  Tutorials zur Einarbeitung

Auch wenn die Bedienung einfach ist,  kann es  Kleinigkeiten geben, die man vorab wissen sollte.

Es gibt heute zu fast jedem Thema Videotutorials, entweder vom Anbieter oder von Anwendern auf YouTube.

Die Zeit, die Sie dafür investieren, zahlt sich schnell aus: Durch besseren Überblick, durch mehr Sicherheit und durch Vermeidung unnötiger Fehler.

Tutorials, die von Anwendern stammen, finde ich oft hilfreicher als die Infos des Anbieters. Nicht jeder Anbieter hat offenbar genug Vorstellungsvermögen, sich in die Sicht eines Anwenders zu versetzen.

Suchen Sie vor allem nach Tutorials von Anwendern.

Nr. 5:  Online-Kurse als Alternative

Wenn es keine kostenlosen Tutorials gibt, lassen sich oft auch preiswerte Online-Kurse finden.

Auf Udemy beispielsweise finden Sie ein umfangreiches Angebot.

Nr. 6:  Vom Einfachen zum Komplexen

Es ist ratsam, zunächst einmal mit Grundfunktionen zu beginnen.

Wenn Sie versuchen, von Anfang an die gesamte Komplexität eines Tools zu nutzen, können Sie sich leicht verheddern.

Auf der anderen Seite kann es sinnvoll sein, schon einmal zu wissen, welche weiteren Potenziale noch vorhanden sind.

Nr. 7:  Facebook-Gruppen zur Unterstützung

Manche  Anbieter haben eigene Facebook-Gruppen, zum Beispiel Elopage.

Oft gibt es auch Nutzergruppen unabhängig von einer offiziellen Anbietergruppe.  Beispiele dafür sind die Gruppen für ThriveThemes oder WordPress.

Gerade für kleine Tricks und Tipps, die einen sonst viel Zeit kosten können, haben sich solche Gruppen sehr für mich bewährt.

Im Gegenzug kann man dort auch andere unterstützen, so dass alle schneller vorankommen. Denn produktiv und erfolgreich als Solopreneur sind Sie heute nicht länger mit Einzelkämpfer-Mentalität. Sondern Solo-Unternehmertum wird immer mehr zum Teamsport.

Nr. 8:  Support des Anbieters nutzen

Die Qualität und Schnelligkeit des Supports ist für mich ein gleichrangiges Auswahlkriterium neben dem Tool selbst.

Machen Sie sich möglichst schnell ein Bild davon. Manche Anbieter reagieren innerhalb von Stunden, schicken Videos zur Illustration und tun alles, um behilflich zu sein. Doch es gibt auch andere.

Nr. 9:  Punktuelles Training durch Experten

In verschiedenen Fällen habe ich mir auch schon Experten gesucht und diese für eine Einführung in ein Tool oder für die Übernahme bestimmter Teilaufgaben gebucht.

Diese kleine Investition macht sich schnell bezahlt, wenn sie mir Stunden an Einarbeitung einspart.

Ihr Mindset entscheidet

Wichtig ist letztlich das Mindset. Wenn Sie sich einreden, dass das alles schwierig ist und Sie es nie lernen werden, ist es auch schwierig.

Wenn Sie hingegen offen und mit einer gewissen Neugierde herangehen und sich sagen, dass Sie es auch lernen können, wenn andere es geschafft haben, ist das schon die halbe Miete.

Outsourcing ja oder nein?

„Ich möchte mich mit Technik gar nicht beschäftigen. Am liebsten hätte ich eine Person, die das alles für mich erledigt“. Derartige Aussagen höre ich oft.

Meine eigene Haltung dazu hat sich im Laufe der Jahre verändert, nicht zuletzt aufgrund negativer Erfahrungen in verschiedenen Fällen.

Heute bin ich sehr skeptisch und zurückhaltend, was das Outsourcen von Technik-Angelegenheiten betrifft.

Denn abgesehen von der persönlichen Schlüsselkompetenz, die der Umgang mit Technik mehr und mehr darstellt, wird Technik auch mehr und mehr zum integralen Bestandteil von Geschäftsmodellen. Die Technik stellt oft die Schaltzentrale dar.

Negative Konsequenzen von Outsourcing können sein:

  • Sie verstehen nicht, was Sie eigentlich machen und wie die internen Zusammenhänge sind. Sie wissen damit nicht, ob Sie wirklich klug vorgehen. Sie wissen nicht, wie Sie das Ganze optimieren können.
  • Sie machen sich in wichtigen Angelegenheiten von anderen Personen abhängig. Wenn Sie etwas schnell ändern müssen und die Person nicht verfügbar ist, sind Sie hilflos.
  • Bestimmte Dinge sollten Sie selbst in der Hand behalten. Dazu gehört für mich Marketing. Dazu gehört für mich auch Technik, soweit diese mit strategischen Entscheidungen verbunden ist. E-Mail-Marketing ist ein typisches Beispiel dafür. Wie Sie Ihr E-Mail-Marketing organisieren, sollten Sie nicht fremden Personen überlassen. Dazu spielt es eine zu entscheidende Rolle. Als ich vor einigen Jahren zu einem anderen E-Mail-Anbieter wechselte, dachte ich, mir die Einarbeitung ersparen zu können durch Outsourcing. Es war ein Fehler, der noch schlimmer dadurch wurde, dass ich verschiedene Dienstleister einsetzte und jeder es auf seine Art machte.

Relativ unproblematisch bis sogar nützlich kann Outsourcing in Angelegenheiten sein, wo jemand eine begrenzte Aufgabe übernimmt, die nicht in Ihre Unternehmenssteuerung eingreift,

  • zum Beispiel unterstützende Aufgaben wie Erstellen von Präsentationscharts, Formatierung von Dokumenten, Transkription von Webinaren oder Podcast-Interviews, Hochladen von Materialien u.dgl.
  • oder Aufgaben, die nur einmalig oder eher selten anfallen und wo es zu aufwändig wäre, sich selbst die Kompetenz zu erarbeiten.

Diese vier Fehler sollten Sie vermeiden

Zum Schluss will ich Sie noch für vier Fehler sensibilisieren, die Sie besser vermeiden.

  1. Keine Einbindung in Ihre Gesamtstrategie: Wieder ein neues Tool. Alle Welt schwärmt davon. Die Versuchung kann groß sein, sich davon anstecken zu lassen. Besser ist es, eine klare Gesamtstrategie für Ihr Business zu haben nebst klarem Anforderungsprofil für die technischen Tools, die Sie benötigen, und sich nur dann mit etwas zu beschäftigen, wenn das zu Ihrer Strategie passt. Und auch erst zu dem Zeitpunkt, wo es für Sie passt. Erst die Strategie, und dann alles Weitere – das ist der Grundsatz, von dem ich mich in meinen Coachings leiten lasse.
  2. Nach dem idealen Tool zu suchen: Das ideale Tool gibt es nicht. Jedes Tool hat seine Vor- und Nachteile. Es gilt, diese gegeneinander abzuwägen. Auch hierbei zahlt es sich wieder aus, ein klares Anforderungsprofil zu haben.
  3. Ständig zu wechseln: Es kostet immer wieder eine gewisse Einarbeitungszeit, ein neues Tool kennen zu lernen. Und auch das neue Tool wird nicht ideal sein (s. vorheriger Punkt).
  4. Nie zu wechseln: Der Markt ändert sich schnell. Ständig gibt es neue Entwicklungen. Wer stur an dem festhält, was er hat, und die neuen Entwicklungen ignoriert, kann sich damit ins Abseits stellen.

Wie stehen Sie dazu? Wie sind Ihre Erfahrungen?

So viel zu meinen Erfahrungen und den Konsequenzen, die ich daraus gezogen habe. Wie sind Ihre Erfahrungen mit Technik? Was hilft Ihnen, Technik zu meistern? Was hat Sie bisher abgehalten? Welche neuen Chancen könnten sich für Sie ergeben, wenn Sie ein positives Verhältnis zur Technik gewinnen könnten?

Umgang mit Technik wird zunehmend zur Schlüsselkompetenz für Solopreneure Klick um zu Tweeten Vorsicht beim Outsourcen von Technikangelegenheiten Klick um zu Tweeten Technik lässt sich lernen #Solopreneure Klick um zu Tweeten

Der Beitrag erschien ursprünglich am 12.11.2016. Letzte Aktualisierung am 06.09.2017

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Bild: Pixabay

Danke fürs Teilen:-)
Monika Birkner
 

Monika Birkner unterstützt erfahrene Solopreneure, ein verkaufsfähiges Business zu schaffen und dadurch bereits kurzfristig erfolgreicher zu werden. Sie verbindet ganzheitliche Strategie mit den Systemen zur Umsetzung. In ihrem Blog und ihren Podcasts zeigt sie neue Perspektiven auf, wie Solopreneure anders an ihr gesamtes Business und alle Einzelthemen herangehen können. Für ihre Kunden bietet sie 1:1-Coaching, Membership-Programme und Online-Kurse. Mehr auf der Seite: https://MonikaBirknerFreedomBusiness.de

Hier klicken, um zu kommentieren 10 Kommentare
Ulli Heerdegen - 27. Dezember 2016

Hallo Frau Birkner,
ich gehe konform mit Ihren Ausführungen. Habe aber ein kleinen „Allerdings“ hinzuzufügen. Wer die letzten 10, 15 Jahren mit der Technik gewachsen ist, kann feststellen, daß heute zwar umfangreichere Möglichkeiten angeboten werden, die Anwendung der „Technik“ aber um ein vielfaches verständlicher geworden ist.
Jemand, der heute neu in das Metier einsteigt, sieht erstmal den Wald vor lauter Bäumen nicht. Es gibt Solo-Unternehmen – so wie ich – die den ersten Einstieg erleichtern. Learning by doing und Hilfe zur Selbsthilfe. So wird das Gerüst zuerst gemeinsam gebaut, und danach geht die Technik fast ganz von alleine.
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen und allen mitlesenden Solo-Unternehmer ein erfolgreiches und richtig gutes neues Jahr.
Ulli Heerdegen

Reply
    Monika Birkner - 27. Dezember 2016

    Hallo Herr Heerdegen, ja, das sehe ich auch so, dass die Anwendung der Technik mittlerweile leichter geworden ist – zumindest wenn man sich schon längere Zeit damit befasst hat und den Vergleich über die Jahre hinweg hat. Der Neuling sieht in der Tat erst einmal den Wald vor lauter Bäumen nicht. Umso besser, dass es Leute wie Sie gibt:-).
    Herzliche Grüße
    Monika Birkner

    Reply
Lothar Schmidt - 16. November 2016

Liebe Monika,
mit dem Thema hast Du mal wieder den Nerv getroffen. Technik ist sicherlich der Bereich, der für mich eine große Herausforderung darstellt und wo ich mich als ich gestartet bin gar nicht ausgekannt habe. Ich habe daher von Anfang an auf Outsorcing und Delegation gesetzt. Die Strategie hat sich jedoch nicht bewährt. Mit der Auswahl der Partner hatte ich wenig Glück. Die erste Agentur hat meine Wünsche, Technik viel zu kompliziert umgesetzt. Die zweite Agentur hat mich aufgrund krankheitsbedingter Ausfälle und Planungsfehlern der Agentur viel Geld und Zeit gekostet. Heute mache ich alles selber, hole mir aber immer wieder Unterstützung von Technikern, die sich als Coach verstehen.

Eigenständig, aber nicht allein.
So habe ich den Überblick, verstehe Entscheidungen viel besser und brauche bei neuen Anforderungen nicht alleine rumzuprobieren, was sehr zeitaufwendig ist. Ich habe für mich herausgefunden, dass es zwei Dinge sind, die ich am Meisten brauche:
1. Ich möchte wissen, wenn ich eine Entscheidung treffe, welche Auswirkungen das hat. Also Zusammenhänge verstehen.
2. Es gibt mir ein gutes Gefühl, wenn ich Neues nicht alleine ausprobiere (Angst, etwas falsch zu machen, womöglich Schaden anzurichten, hoher Zeitaufwand), sondern einen Profi an meiner Seite weiß. Hilfe zur Selbsthilfe.
Ein schöner Nebeneffekt: Das Thema „Technik“ macht mir immer bewußt, wie es ist, in einem Thema nicht zu Hause zu sein. Das hilft mir mich in die Lage meiner KundInnen zum Thema „Finanzen“ zu versetzen. Als Finanzcoach versuche ich meine KundInnen dort so zu unterstützen, wie ich es mir für mein Lernthema Technik wünsche.

Herzliche Grüße
Lothar Schmidt, Finanzcoach

Reply
    Monika Birkner - 17. November 2016

    Lieber Lothar,
    danke schön für die Schilderung deiner eigenen Erfahrungen. Deine Strategien in Sachen Technik gefallen mir sehr gut. „Eigenständig, aber nicht allein“ passt als Motto sehr schön dazu und passt ja auch zu der Art und Weise, wie du deine Arbeit verstehst.

    Die Zusammenhänge zu verstehen, finde ich elementar wichtig. Andernfalls kann man keine solide Entscheidung treffen.

    Sich bei der Umsetzung einen Profi zur Seite zu holen, kann in der Tat sehr helfen, etwas selbst zu lernen ohne die möglichen negativen Konsequenzen.

    Mir gefällt auch sehr, wie du das für deine eigene Arbeit umsetzt. Mein Credo ist immer: Keine Erfahrung, die wir machen, sei sie noch so schmerzlich, ist umsonst. Als Coaches und Berater machen wir diese Erfahrung letztlich auch für unsere Klienten. Was wir daraus lernen, kann dann in unsere Arbeit als Coach oder Berater einfließen und kommt den Klienten zugute.

    Herzliche Grüße
    Monika

    Reply
Maren Martschenko - 16. November 2016

Liebe Frau Birkner,
der Artikel ist Wasser auf meine Mühlen. Gerade als Trainer/Berater/Coach ist technisches Wissen strategischer Erfolgsfaktor. Wer seine Technik in den Kernfeldern nicht beherrscht, wird es künftig schwer haben, die Nase vorn zu haben. Ich kann dadurch nicht nur schneller arbeiten. Ich kann vorallem viel näher an meinen Kunden dran sein – gedanklich, inhaltlich, ihren Informations- und Entscheidungswegen. Es gibt ganz klar eine Tendenz, sich Wissen und Informationen in einem gewissen Umfang digital selbst zu suchen und anzueignen. Da sollten wir Wissensarbeiter nicht nur Zaungäste sein.

Reply
    Monika Birkner - 16. November 2016

    Liebe Frau Martschenko,

    danke schön für Ihren Kommentar. Die Nähe zu den Kunden ist in meinen Augen ein ganz wichtiges Argument. Denn die Tendenz, sich Wissen und Informationen selbst zu suchen und anzueignen, wird sicher zunehmen als abnehmen. Wenn wir als Wissensarbeiter dann Zaungäste bleiben, kann das bedeuten, die Verbindung zu den Kunden zu schwächen oder sogar ganz zu verlieren.

    Reply
Eva Laspas - 15. November 2016

Liebe Frau Birkner,
ich persönlich frage mich ehe ich ein neues Stück Technik integriere, was genau es für eine Verbesserung bzw. welche Zeitersparnis bringt.
Denn, wie Sie sagen, jedes Tool braucht Einarbeitungszeit.
Und nur um zu „probieren“ ist mir meine Zeit zu schade.
Ist der Nutzen klar, habe ich nichts gegen ein Stück Technik. 😉 Und auf Yt bzw. in Onlinekursen gibt es jede Menge Tutorials dazu.
Lg Eva Laspas

Reply
    Monika Birkner - 15. November 2016

    Liebe Frau Laspas,

    völlig einverstanden. Das ist natürlich eine ganz wichtige Frage. Es gibt eine Menge Tools, die man nicht unbedingt braucht. Wenn es um etwas wirklich Sinnvolles oder Notwendiges geht, schaue ich auch erst gern bei YouTube nach.

    Viele Grüße
    Monika Birkner

    Reply
Manuel Schmöllerl - 13. November 2016

Liebe Frau Birkner,

danke für den informativen Artikel. Ich denke, hier muss jeder genau abwägen, wo seine Prioritäten liegen. Denn, wenn man sich zu viel mit der Technik beschäftigt, obwohl einem das nicht liegt, würde ich eher die Finger davon lassen. Da empfehle ich eher, sich einen langfristigen vertrauensvollen Partner mit dem passenden Wissen zu suchen – auch wenn es länger dauern kann. Und bitte darauf achten, dass dieser keine selbstprogrammierte bzw. exotische Software verwendet, sondern eher anbieter-unabhängige Lösungen. Dann ist man hier schon einmal auf der sicher(er)en Seite, wenn die Zusammenarbeit irgendwann in die Brüche gehen sollte. Und zum Anbieter selbst kann man heute auch schon gut recherchieren. Entweder gibt es online Bewertungen zu ihm oder man fragt einfach bei seinen Referenzen nach, wie die Zusammenarbeit gelaufen ist bzw. läuft. Man darf ja auch nicht vergessen, dass sich die Software-Lösungen heute so schnell weiterentwickeln, dass man hier permanent am Laufenden bleiben muss. Und das alles nebenbei zu machen, bedeutet viel Zeit, die man hier aufwenden muss. Ein Basiswissen anzueignen kann sinnvoll sein, dass einem nicht die Blaue vom Himmel versprochen wird.

Lange Rede kurzer Sinn: „Schuster, bleib bei deinem Leisten.“

Alles Gute und Beste Grüße
Manuel Schmöllerl

Reply
    Monika Birkner - 14. November 2016

    Lieber Herr Schmöllerl, danke schön für Ihre wichtigen Anmerkungen.

    Ja, letztlich ist es eine Frage der persönlichen Abwägung, wie weit man sich in Technik hereinkniet. Es gibt sicher kein allgemein gültiges Rezept dafür. Wenn ich an mich selbst denke, so hat es sich auch erst im Laufe der Zeit entwickelt.

    Den Hinweis, bei der Zusammenarbeit mit einem Anbieter unbedingt darauf zu achten, dass er anbieter-unabhängige Lösungen nutzt, kann ich nur unterstreichen. Ich habe von Klienten schon die abenteuerlichsten Geschichten gehört, was sie mit Anbietern erlebt haben.

    Unabhängig davon, wie man sich im Einzelfall entscheidet, ist es wichtig, sich technische Kompetenz anzueignen, zumindest als Basiswissen. Denn Technik ist schon heute aus dem Leben von Solo-Unternehmern schon heute nicht mehr wegzudenken und in Zukunft wird das noch weniger der Fall sein. Alles aus der Hand zu geben, kann kurzfristig bequem sein. Doch es ist wichtig zu verstehen, was geschieht und wie alles zusammenhängt, so dass man Technik, egal in welchem Bereich, strategisch klug einsetzen kann.

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