Sind Sie ungeduldig?

Willkommen im Club:-).

Sie brauchen sich für Ihre Ungeduld nicht zu rechtfertigen oder gar zu entschuldigen.

Unternehmerische Ungeduld – richtig genutzt – kann eine große Stärke sein.

Wo wären wir heute, wenn es nicht immer wieder Unternehmer gegeben hätte, die die Diskrepanz zwischen dem Bestehenden und dem Möglichen als Antrieb genutzt hätten für Innovationen und eigene Weiterentwicklung?

Viele von ihnen bezeichneten sich als ungeduldig.

I. Der „Trick“: Die Ungeduld kanalisieren

Der „Trick“ besteht darin, seine Ungeduld intelligent und zielgerichtet zu kanalisieren.

Das bringt mehr, als vor Frust in die Tischkante zu beißen oder in blinden Aktionismus zu verfallen.

In diesem Beitrag möchte ich einige Erfahrungen aus meinem eigenen Unternehmen mit Ihnen teilen wie auch aus der Arbeit mit Hunderten von Solo-Unternehmern.

Einiges davon widerspricht dem, was Sie womöglich woanders gehört oder gelesen haben.

Und das ganz bewusst.

Denn bei etlichen der Ratschläge, die gemeinhin verbreitet werden, habe ich mir eine blutige Nase geholt. Und das müssen Sie nicht auch erleben:-).

Alles beginnt mit intelligentem Erwartungsmanagement.

II. Entscheidende Weichenstellung: Das Management von Erwartungen

Es gibt viele Ursachen für Ungeduld.

Unrealistische Erwartungen sind eine besonders häufige.

Doch leider lernen wir in keiner Schule, Erwartungen zu managen.

Hier ein paar Tipps:

1. Nutzen Sie die Kraft des negativen Denkens (ja, Sie haben richtig gelesen).

Fragen Sie sich schon bei der Planung, was alles schief gehen kann. Und bereiten sich darauf vor.

Schon das alleine erhöht die Chancen, zügig voranzukommen, statt gebremst zu werden.

2. Schaffen Sie sich förderliche Rahmenbedingungen.

Prüfen Sie erst einmal die bestehenden Rahmenbedingungen.

Ein Buchprojekt on top, wenn Ihr Kalender bis an den Rand gefüllt ist, Sie ein Haus bauen, Ihre Website von Grund auf überarbeiten und außerdem kranke Eltern zu pflegen haben – das alles gleichzeitig ist ein bisschen viel, selbst für Superman und Superwoman.

Nutzen Sie Ihre Ungeduld, um erst ein Projekt zu Ende  zu bringen, bevor Sie etwas Neues anfangen.

3. Nutzen Sie Vergleiche mit anderen als Ansporn, nicht um sich selbst herunterzuziehen.

Lassen Sie sich von Menschen, die schon weiter sind als Sie oder scheinbar schneller vorankommen, nicht entmutigen, sondern inspirieren.

Und gehen Sie dann Ihren eigenen Weg, von Ihrem derzeitigen Ausgangspunkt aus, mit dem Rucksack an Erfahrungen und Voraussetzungen, den Sie zu tragen haben.

Es ist ok, wenn andere scheinbar schneller vorankommen.

Es spielt keine Rolle, wie schnell Sie sind im Vergleich zu anderen.

Es kommt darauf an, was Sie aus Ihren Möglichkeiten machen.

Messen Sie sich mit sich selbst, nicht mit anderen.

So wichtig wie das Management der eigenen Erwartungen ist auch das Management der Kundenerwartungen.

Versprechen Sie nicht zu viel.

Wenn Sie dann mehr oder schneller liefern, ist es eine positive Überraschung.

Umgekehrt funktioniert es nicht gut:-).

III. Erst das Fundament schaffen, dann die oberen Etagen bauen

Ein großes und komplexes Projekt zu stemmen, hat viel Ähnlichkeit mit einem Hausbau.

Das gilt in besonderem Maße für das Projekt., ein nachhaltig erfolgreiches oder sogar verkaufsfähiges Unternehmen zu schaffen.

1. Vom Ende her denken: erst das Gesamtkonzept.

Wenn Sie ein Haus bauen, haben Sie ein Gesamtkonzept.

Bei unternehmerischen Dingen folgen viele dem Ratschlag „erst einmal anfangen“.

Ungeduldigen kommt das entgegen.

Etwas zu tun, gibt das Gefühl, produktiv zu sein.

Meine Erfahrung: Einfach anzufangen, bevor das Gesamtkonzept steht, ist der sicherste Weg in Verzettelung und Stress.

Oftmals bedeutet es auch Umwege, Doppelarbeit, Korrektur von unnötigen Fehlern.

Wenn Sie ein Gesamtkonzept für Ihr Business haben, können Sie alle Maßnahmen aufeinander abstimmen, sie in der richtigen Reihenfolge angehen und Synergieeffekte nutzen.

Mit meinen Klienten erarbeite ich daher in der Regel ein Gesamtkonzept für ein nachhaltig erfolgreiches und letztlich verkaufsfähiges Unternehmen.

2. Warum „einfach anfangen“ ein schlechter Rat ist.

Was für das gesamte Unternehmen gilt, gilt auch für jedes einzelne Projekt. „Einfach anfangen“ kann desaströs enden.

Besonders wenn Sie ein Coaching-Programm oder Online-Produkt entwickeln, kann ich nur dringend abraten, einfach zu starten.

Planen Sie vom Ende her und schaffen sich erst die nötigen Voraussetzungen.

3. Schaffen Sie sich Systeme.

Systeme zu schaffen, erfordert Zeitaufwand, der sich nicht unmittelbar auszahlt. Doch spätestens im Wiederholungsfall werden Sie bereits eine einfache Checkliste zu schätzen wissen.

  • Systeme entlasten den Kopf.
  • Systeme garantieren, dass Sie aus Ihren Erfahrungen lernen.
  • Systeme gewährleisten gleichbleibende oder sogar steigende Qualität.
  • Und letztlich sparen Systeme Zeit.

Alle diese Punkte können für Ungeduldige wie bittere Medizin schmecken. Doch Verzettelung und Stress, die durch „einfach anfangen“ entstehen, sind auch nicht wohlschmeckender.

IV. Nutzen Sie Ihre Ungeduld als Erfolgsturbo

Ungeduld kann durchaus eine Stärke sein.

Und zwar dann, wenn sie zielführend genutzt wird, nachdem das Gesamtkonzept steht.

Hier ein paar Tipps:

1. Bauen Sie eine Erfolgstreppe.

Gerade größere Projekte können wie ein riesiger Berg erscheinen.

Es kann das Gefühl entstehen, diesen in einem Gewaltmarsch erklimmen zu müssen.

Und das ist meist kein angenehmes Gefühl.

Eine Erfolgstreppe zu bauen, lässt Sie den Weg Stufe für Stufe gehen.

Konkret bedeutet das, den Weg in kleine Abschnitte zu unterteilen und sich immer wieder Ihren Fortschritt vor Augen zu führen.

Auch die größten Ziele erreicht man letztlich in kleinen Schritten.

Das führt dazu, dass Sie permanent vorankommen.

Und darüber hinaus genießen Sie jeden Tag Ihre Fortschritte und Erfolgserlebnisse, statt immer auf das zu schauen, was noch unerledigt ist.

2. Experimente: für mehr Spaß und besseres Vorankommen

Kleine Schritte zu tun, erlaubt Ihnen, ganz bewusst Experimente  zu kreieren.

Das bedeutet konkret: Gehen Sie mit einer bestimmten Fragestellung heran.

Veröffentlichen Sie zum Beispiel einen Blogpost, ein Podcast oder ein Video, um die Resonanz auf Ihre Ideen  zu testen.

Zum einen macht das den Weg kurzweiliger, weil Sie Ihre Ungeduld sinnvoll einsetzen.

Darüber hinaus erhöht es die Erfolgschancen aufgrund der Resonanz, die Sie erhalten.

Ob Sie Bestätigung für Ihren Kurs erfahren oder kritisches Feedback, ist letztlich belanglos.

In jedem Fall gewinnen Sie mehr Sicherheit für Ihren weiteren Kurs.

Co-kreatives Vorgehen nenne ich das sehr gerne. Denn es bedeutet, gemeinsam mit Ihren Kunden das zu entwickeln, was am Markt erfolgreich ist.

3. Finden Sie Abkürzungen und Vereinfachungen.

Lassen Sie sich von Ihrer Ungeduld beflügeln, nach Abkürzungen und Vereinfachungspotenzialen zu suchen.

Vielleicht finden oder erfinden Sie nützliche Tools.

Oder Sie entdecken schon bei der anfänglichen Planung Vereinfachungsmöglichkeiten, Synergieeffekte und dergleichen.

Oder Sie suchen sich Unterstützung, statt alles selbst machen  zu wollen.

Diese Beispiele zeigen hoffentlich, dass Ungeduld ein sehr positiver Faktor sein kann unter der Voraussetzung, dass das Erwartungsmanagement stimmt und dass ein Gesamtkonzept vorhanden ist.

Was nehmen Sie mit aus diesem Artikel? Wie gehen Sie mit Ihrer Ungeduld um? Was funktioniert für Sie und was nicht?

Ich bin Monika Birkner und unterstütze vielseitige Solopreneure & Multipreneure, gerade wegen ihrer Vielfalt erfolgreich zu sein und ein Business zu schaffen, das größer ist als sie selbst.

Bleib auf dem Laufenden

Strategien & Handwerkszeug für dein Business als vielseitiger Solopreneur, so dass du jetzt und in Zukunft erfolgreich bist.

Alle 14 Tage. Versand über Mailchimp. Datenschutz.