Wenn Ihr Business ein Puzzle wäre

Als Kind habe ich leidenschaftlich gern gepuzzelt. Anfangs habe ich einfach irgendwo angefangen. Das hat nicht gut funktioniert. Ich merkte, dass ich Orientierung brauchte: Diese kam vom Vorlagebild und auch,  wenn ich zunächst den Rahmen legte.

Perspektivenwechsel

Ein erfolgreiches Business aufzubauen, hat viel Gemeinsamkeit mit einem Puzzle. Allerdings ist der Schwierigkeitsgrad um ein Vielfaches höher:

  • Es gibt kein fertiges Vorlagebild. Sondern Sie müssen es selbst erstellen (oder quasi im Blindflug navigieren). Entsprechendes gilt für den Rahmen.

    Es gilt also herauszufinden, was Sie wirklich wollen.
  • Das selbst erstellte Vorlagebild ist nicht stabil. Ihre Wünsche und Zielvorstellungen ändern sich. Einflüsse von außen spielen dabei eine wichtige Rolle. Das eigene Älterwerden kann eine Rolle spielen, weil sich Werte und Ziele damit ändern können.

    Es gilt also, das Vorlagebild immer wieder zu aktualisieren, ohne dabei opportunistisch auf jede Veränderung von außen zu reagieren.
  • Sie haben kein fertiges Set an Puzzlesteinen. Einen Teil der Steine bringen Sie mit, zum Beispiel in Form von fachlichen Kompetenzen und Erfahrungen.

    Andere erwerben Sie im Laufe der Zeit, zum Beispiel unternehmerische Erfahrungen und Kompetenzen.

    Andere Steine finden sich ein, die gar nicht dazu gehören. Das können Aktivitäten sein, die Sie bei anderen sehen, die aber nicht zu Ihnen beziehungsweise Ihrem Business passen. Oder neue Tools, für die Sie gar keine Verwendung haben. Oder Expertenmeinungen, die in einem bestimmten Kontext sinnvoll sein können, aber für Sie nicht relevant sind. Und einiges mehr.

    Es gilt also herauszufinden, welche Steine wirklich wichtig sind und welche Steine eher hinderlich.
  • Das Ganze mag über lange Strecken eher nach Arbeit und Anstrengung aussehen als nach Freude und Begeisterung.

    Es gilt also, sich immer wieder neu zu motivieren, auch wenn die Wegstrecke mal holprig ist.
  • Sie wollen beziehungsweise müssen damit Geld verdienen. Es reicht also nicht, wenn Ihnen die Puzzelei selbst Spaß macht. Sondern es muss dabei etwas herauskommen, was auch Ihren Kunden dient und wofür diese gern Geld zahlen.

    Es gilt also, das Ganze für die richtigen Kunden attraktiv zu machen und die Kunden darauf aufmerksam zu machen.

Doch wir wachsen ja mit den Herausforderungen. Meine ersten Puzzles als Kind hatten vielleicht 500 Steine, dann 1000 Steine, irgendwann 5000 Steine oder noch mehr. Die Business-Entwicklung ist in gewisser Weise die folgerichtige Fortführung meiner Kindheitsexperimente.

Wie ist es mit Ihnen?

Stellen Sie sich einmal diese Fragen

Was wäre, wenn Sie Ihr Business mal aus der Perspektive eines Puzzles betrachteten?

Das klingt vielleicht erst einmal abwegig. Doch ich habe es selbst ausprobiert: Die Puzzle-Perspektive kann ganz neue Erkenntnisse bringen, wenn Sie sich darauf einlassen. Ein paar Fragen zum Start:

  • Wie viele Teile soll das Puzzle haben, damit es Sie fordert, aber nicht überfordert?
  • Wie soll es aussehen, wenn es fertig ist?
  • Falls Sie irgendwo feststecken: Worauf ist es zurückzuführen? Hat es etwas mit zu wenig Systematik zu tun? Wo könnten Sie ansetzen, um wieder weiter zu kommen?
  • Welche Steine fehlen Ihnen? Welche Steine sind überflüssig?
  • Was macht Ihnen selbst am meisten Spaß dabei?
  • Wie könnten Sie potenzielle Kunden für Ihr Puzzle begeistern?

Falls das Puzzeln nun gar nicht Ihr Dinge ist: Was haben Sie als Kind gern gespielt? Wo gibt es Berührungspunkte zu Ihrem heutigen Business?

Noch eine Frage meinerseits

In Zusammenhang mit der Vorbereitung meines Membership-Programms würde mir Ihre Antwort auf die Frage sehr helfen, welche Herausforderungen Solopreneure erleben, wenn es darum geht, aus den vielen Einzelmaßnahmen und Puzzlesteinchen eine Gesamtstrategie für das Business zu entwickeln und systematisch umzusetzen. Wer mir dazu eine Antwort geben möchte, ist herzlich eingeladen, das hier zu tun:

https://go.bucketsurveys.com/ds/2a15fc7e

Bildnachweis: Pixabay

Ihr Business: ein Haufen einzelner Puzzlesteine oder ein Ganzes? Klick um zu Tweeten Interessante Einsichten zu gewinnen, wenn man das Business als Puzzle sieht Klick um zu Tweeten Business-Entwicklung mal aus ganz neuer Perspektive Klick um zu Tweeten
Danke fürs Teilen:-)
Monika Birkner
 

Monika Birkner ist Strategie-Coach für Solopreneure. Am liebsten arbeitet sie mit Freigeistern und Pionieren, die ihrem eigenen Weg folgen wollen, aber mit Strategie und System. Ihr großes Ziel ist, dass möglichst viele Solopreneure ein verkaufsfähiges Business schaffen. Dazu bietet sie 1:1-Coaching, Membership-Programme und Online-Kurse. Mehr auf der Seite: https://MonikaBirknerFreedomBusiness.de

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Martina - 23. Mai 2017

Liebe Monika,

danke für die hilfreichen Fragen, die ich direkt für mich beantwortet habe. Besonders hilfreich: „Wie soll es aussehen, wenn es fertig ist?“ Der Ist-Soll-Abgleich ist immer wieder ernüchternd, aber das Leben ist ja hoffentlich noch ein bisschen länger…

Allen Puzzlern und Puzzlerinnen wünsche ich ein Auge für die wesentlichen Teile, an die die anderen schnell drangedockt werden können und die Freude über Partien, die bereits gelungen sind und in denen sich das vollständige Bild schon abzeichnet. Schöne Grüße, Martina Nohl

Reply
    Monika Birkner - 6. Juni 2017

    Liebe Martina,

    danke schön für deinen Kommentar. Ernüchterung muss nichts Schlechtes sein. Sie kann ja durchaus helfen, noch einmal neu zu überlegen, was man erreichen will und welche Systeme man schafft, damit das gelingt.

    Danke auch für die guten Wünsche. Den Blick für das Wesentliche immer wieder zu schärfen, kann sehr dabei helfen, sich nicht in den vielen Details zu verlieren. Und die Freude über die Partien, die bereits gelungen sind und in denen sich das vollständige Bild schon abzeichnet, ist auch nicht zu unterschätzen. Oftmals erlebe ich, dass der Fokus mehr auf das gerichtet ist, was noch fehlt. Ich denke, von Zeit zu Zeit einen Schritt zurückzutreten und Abstand zu gewinnen, ist dabei sehr hilfreich.

    Viele Grüße
    Monika

    Reply
Torsten Schrimper - 22. Mai 2017

Den Aufbau eines Unternehmens mit einem Puzzle zu vergleichen, ist eine gute Vorstellung. Dabei ist es nicht nur wichtig ALLE Puzzleteile zu haben, sondern auch die RICHTIGEN. Für mich gehören Zielorientierung, Planungsrechnung, Marketing, Organisation und ein positives Mindset immer dazu, wenn man erfolgreich ein Geschäft aufbauen möchte. Beste Grüße aus Essen. Torsten Schrimper

Reply
    Monika Birkner - 22. Mai 2017

    Hallo Herr Schrimper,

    oh, da die richtigen Puzzlesteine zu haben, ist eminent wichtig. Ihrer Auflistung kann ich gut zustimmen. Besonders spannend finde ich immer, wie „harte“ und „weiche“ Faktoren zusammenwirken.

    Viel Erfolg weiterhin!

    Monika Birkner

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