Haben Sie schon einmal ein Puzzle gelegt? Vieles, was dabei hilft, lässt sich auch aufs Business übertragen.

Ich selbst habe als Kind leidenschaftlich gern gepuzzelt.

Anfangs habe ich einfach irgendwo angefangen.

Das hat nicht gut funktioniert.

Ich merkte, dass ich Orientierung brauchte: Diese kam vom Vorlagebild und auch, wenn ich zunächst den Rahmen legte.

Im Business ist es ganz ähnlich.

 

I. Ihr Business als Puzzle für Fortgeschrittene

Ein erfolgreiches Business aufzubauen, hat viel Gemeinsamkeit mit einem Puzzle.

Allerdings ist der Schwierigkeitsgrad um ein Vielfaches höher:

 

1. Es gibt kein fertiges Vorlagebild.

Sondern Sie müssen es selbst erstellen (oder quasi im Blindflug navigieren).

Entsprechendes gilt für den Rahmen.

 

Es gilt also herauszufinden, was Sie wirklich wollen.

 

2. Das selbst erstellte Vorlagebild ist nicht stabil.

Ihre Wünsche und Zielvorstellungen ändern sich.

Einflüsse von außen spielen dabei eine wichtige Rolle.

Das eigene Älterwerden kann eine Rolle spielen, weil sich Werte und Ziele damit ändern können.

 

Es gilt also, das Vorlagebild immer wieder zu aktualisieren, ohne dabei opportunistisch auf jede Veränderung von außen zu reagieren.

 

3. Sie haben kein fertiges Set an Puzzlesteinen.

Einen Teil der Steine bringen Sie mit, zum Beispiel in Form von fachlichen Kompetenzen und Erfahrungen.

Andere erwerben Sie im Laufe der Zeit, zum Beispiel unternehmerische Erfahrungen und Kompetenzen.

Andere Steine finden sich ein, die gar nicht dazu gehören.

Das können Aktivitäten sein, die Sie bei anderen sehen, die aber nicht zu Ihnen beziehungsweise Ihrem Business passen.

Oder neue Tools, für die Sie gar keine Verwendung haben.

Oder Expertenmeinungen, die in einem bestimmten Kontext sinnvoll sein können, aber für Sie nicht relevant sind.

Und einiges mehr.

 

Es gilt also herauszufinden, welche Steine wirklich wichtig sind und welche Steine eher hinderlich.

 

4. Spiel oder Arbeit?

Das Ganze mag über lange Strecken eher nach Arbeit und Anstrengung aussehen als nach Freude und Begeisterung.

 

Es gilt also, sich immer wieder neu zu motivieren, auch wenn die Wegstrecke mal holprig ist.

 

5. Sie wollen beziehungsweise müssen damit Geld verdienen.

Es reicht also nicht, wenn Ihnen die Puzzelei selbst Spaß macht.

Sondern es muss dabei etwas herauskommen, was auch Ihren Kunden dient und wofür diese gern Geld zahlen.

 

Es gilt also, das Ganze für die richtigen Kunden attraktiv zu machen und die Kunden darauf aufmerksam zu machen.

 

II. Freude an größeren Herausforderungen

Doch wir wachsen ja mit den Herausforderungen.

Meine ersten Puzzles als Kind hatten vielleicht 500 Steine.

Dann 1000 Steine.

Irgendwann 5000 Steine oder noch mehr.

Und mit jeder gestiegenen Herausforderung machte es mehr Spaß:-).

Die Business-Entwicklung ist in gewisser Weise die folgerichtige Fortführung meiner Kindheitsexperimente.

Wie ist es mit Ihnen?

 

Neue Perspektive: Das Business als Puzzle mit erhöhtem Schwierigkeitsgrad betrachten und die Freude an den neuen Herausforderungen genießen.

 

III. Was wäre, wenn Sie Ihr Business mal aus der Perspektive eines Puzzles betrachteten?

Das klingt vielleicht erst einmal abwegig.

Doch ich habe es selbst ausprobiert: Die Puzzle-Perspektive kann ganz neue Erkenntnisse bringen, wenn Sie sich darauf einlassen.

Ein paar Fragen zum Start:

  • Wie viele Teile soll das Puzzle haben, damit es Sie fordert, aber nicht überfordert?
  • Wie soll es aussehen, wenn es fertig ist?
  • Falls Sie irgendwo feststecken: Worauf ist es zurückzuführen? Hat es etwas mit zu wenig Systematik zu tun? Wo könnten Sie ansetzen, um wieder weiter zu kommen?
  • Welche Steine fehlen Ihnen? Welche Steine sind überflüssig?
  • Was macht Ihnen selbst am meisten Spaß dabei?
  • Wie könnten Sie potenzielle Kunden für Ihr Puzzle begeistern?
  • Falls das Puzzeln nun gar nicht Ihr Dinge ist: Was haben Sie als Kind gern gespielt? Wo gibt es Berührungspunkte zu Ihrem heutigen Business?​

 

IV. Nächste Schritte

Was bedeutet es, die Puzzle-Perspektive für Ihr Business umzusetzen?

Es bedeutet vor allem, Ihr Unternehmen als Gesamtes zu betrachten, statt isoliert an einzelnen Baustellen zu arbeiten. Erst wenn das Gesamtbild klar ist und der Rahmen gelegt sind, macht es Sinn, Einzelthemen in Angriff zu nehmen.

Die Gesamtperspektive zu schaffen, von da aus die weiteren Schritte zu priorisieren und bei der Umsetzung zu unterstützen – das ist es, worum es bei meiner Arbeit immer geht. Die Unterstützung im Einzelnen hängt davon ab, in welcher Phase Sie sich befinden.

  • Wenn Sie zunächst Ihr Business weiter optimieren wollen: Hier unterstütze ich Sie, das Gesamtbild zu klären und die aussichtsreichsten Optimierungsmöglichkeiten zu erkennen und eine nach der anderen zu realisieren.
  • Wenn Sie Ihr Unternehmen skalierbar machen wollen: Hier ist das Gesamtbild ebenfalls wichtig. Erst wenn Sie das haben, können Sie schrittweise die sinnvollsten Schritte tun und dabei die richtige Reihenfolge einhalten. Gern unterstütze ich Sie dabei.
  • Wenn Sie Ihr Unternehmen in den nächsten 7 – 10 Jahren verkaufsfähig machen wollen: Hier unterstütze ich Sie dabei, ein Puzzle zu gestalten, das für den potenziellen Erwerber ansprechend ist und für das er gern einen hohen Preis zahlt.

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Bildnachweis:

hahnsinn – Büro für Design & Webentwicklung 

 

Ich unterstütze Solopreneure, sich immer wieder neu zu erfinden, ein skalierbares Business zu schaffen und Exit-Strategien für ein verkaufsfähiges Business zu entwickeln. In diesem Blog schreibe ich über alle Themen, die in diesem Zusammenhang eine Rolle spielen, von Älterwerden als Solopreneur über Business-Strategien bei Positionierung, Marketing, Geschäftsmodell und Produktivität bis hin zu Zukunftsthemen für Solopreneure.

4 Kommentare
  1. Martina sagte:

    Liebe Monika,

    danke für die hilfreichen Fragen, die ich direkt für mich beantwortet habe. Besonders hilfreich: „Wie soll es aussehen, wenn es fertig ist?“ Der Ist-Soll-Abgleich ist immer wieder ernüchternd, aber das Leben ist ja hoffentlich noch ein bisschen länger…

    Allen Puzzlern und Puzzlerinnen wünsche ich ein Auge für die wesentlichen Teile, an die die anderen schnell drangedockt werden können und die Freude über Partien, die bereits gelungen sind und in denen sich das vollständige Bild schon abzeichnet. Schöne Grüße, Martina Nohl

    Antworten
    • Monika Birkner sagte:

      Liebe Martina,

      danke schön für deinen Kommentar. Ernüchterung muss nichts Schlechtes sein. Sie kann ja durchaus helfen, noch einmal neu zu überlegen, was man erreichen will und welche Systeme man schafft, damit das gelingt.

      Danke auch für die guten Wünsche. Den Blick für das Wesentliche immer wieder zu schärfen, kann sehr dabei helfen, sich nicht in den vielen Details zu verlieren. Und die Freude über die Partien, die bereits gelungen sind und in denen sich das vollständige Bild schon abzeichnet, ist auch nicht zu unterschätzen. Oftmals erlebe ich, dass der Fokus mehr auf das gerichtet ist, was noch fehlt. Ich denke, von Zeit zu Zeit einen Schritt zurückzutreten und Abstand zu gewinnen, ist dabei sehr hilfreich.

      Viele Grüße
      Monika

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  2. Torsten Schrimper sagte:

    Den Aufbau eines Unternehmens mit einem Puzzle zu vergleichen, ist eine gute Vorstellung. Dabei ist es nicht nur wichtig ALLE Puzzleteile zu haben, sondern auch die RICHTIGEN. Für mich gehören Zielorientierung, Planungsrechnung, Marketing, Organisation und ein positives Mindset immer dazu, wenn man erfolgreich ein Geschäft aufbauen möchte. Beste Grüße aus Essen. Torsten Schrimper

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    • Monika Birkner sagte:

      Hallo Herr Schrimper,

      oh, da die richtigen Puzzlesteine zu haben, ist eminent wichtig. Ihrer Auflistung kann ich gut zustimmen. Besonders spannend finde ich immer, wie „harte“ und „weiche“ Faktoren zusammenwirken.

      Viel Erfolg weiterhin!

      Monika Birkner

      Antworten

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