Zeit finden, „am“ Business zu arbeiten und für Ihr Premium-Produkt

Immer wieder höre ich Aussagen wie „Ich finde nicht die Zeit, an meinem Premium-Produkt (oder: Online-Business, Buch, Marketing, Unternehmen….) zu arbeiten.“ Daher will ich heute auf vier verschiedene Strategien eingehen, die sich individuell anpassen und auch untereinander kombinieren lassen.

Es gibt noch einen aktuellen Anlass für diesen Post.

Ich war selbst aus dem Takt gekommen – so sollte es nicht bleiben.

In der Regel schaffe ich es ganz gut, genug Zeit zu finden für die Arbeit „an“ meinem Business und meinen Produkten.

Doch in letzter Zeit war ich aus dem Takt gekommen. Aufgrund  vieler Kunden- und sonstiger Gesprächstermine sowie einiger persönlicher  Angelegenheiten  war mein Kalender zwar voll, aber bestimmte strategische Aktivitäten kamen zu kurz.

Dass hier im Blog und bei meinen Podcasts wenig Neues erschien, hatte damit zu tun.

So sollte es definitiv nicht bleiben.

…da stieß ich auf „Deep Work“ von Cal Newport

Wenn man sich entschließt, etwas zu ändern, kommt auch Unterstützung. In meinem Fall war es das Buch „Deep Work“ von Cal Newport. Aus diesem Buch stammen die vier Strategien, die ich gleich vorstellen will. Mich haben sie sehr inspiriert. Vielleicht geht es Ihnen ähnlich.

Cal Newport bezeichnet sich in seinem Study Hacks Blog als einen Professor der Computerwissenschaft, der darüber schreibt, wie man im digitalen Zeitalter und in einer Welt voller Ablenkungen produktive, wertvolle und bedeutungsvolle Arbeit  verrichten kann.

Neue Motivation, meine Zeit anders zu organisieren und Zeit zu schaffen für „Deep Work“

41J1On7ksqL._SX322_BO1,204,203,200_Der erste Gewinn aus dem Buch bestand darin, mich neu mit meiner Motivation zu verbinden. Das liegt daran, dass Cal Newport ein ausgesprochener Verfechtet von dem ist, was er als „Deep Work“ bezeichnet.

Als „Deep Work“ definiert er professionelle Aktivitäten, die in einem fokussierten, ablenkungsfreien Zustand tiefer Konzentration verrichtet werden, einen über die Grenzen des  bisherigen Denkens hinausführen, Wert schaffen, die eigenen Fähigkeiten verbessern und schwer nachzuahmen sind.

Den Gegensatz dazu bildet „Shallow Work“. Damit spricht er Aktivitäten an, die kognitiv wenig anspruchsvoll sind, oft in einem abgelenkten Zustand verrichtet werden, wenig  Wert schaffen und leicht zu replizieren sind.

Mit anderen Worten und übertragen auf Solo-Unternehmer:

„Deep Work“ ist das, womit Sie Ihre Einzigartigkeit ausdrücken,  wahren Wert schaffen und sich von anderen abheben.

Für mich gehört definitiv dazu, mein Wissen und meine Erfahrungen zu systematisieren und zu materialisieren und sie in Form von Premium-Produkten der Welt zur Verfügung zu stellen oder auch in Form kostenloser Informationen wie zum Beispiel Blogposts, Podcasts etc. .

Ich merke immer wieder, wie mir das hilft, die Themen tiefer zu durchdringen und Wege zu finden, dass auch andere daraus Gewinn ziehen können. Ein häufiges Feedback ist beispielsweise, wie meine Struktur und Systematik hilfreich sind, selbst ins Tun zu kommen und Schritt für Schritt zu den gewünschten Ergebnissen zu gelangen, zum Beispiel zum eigenen Premium-Produkt.

Ohne das kann ich meine langfristige Mission nicht verwirklichen, ein Gesamtsystem zu schaffen, wie Solo-Unternehmer zu einem verkaufsfähigen Business kommen. Und auch für die Verkaufsfähigkeit meines eigenen Unternehmens ist das wichtig.

Was ist Ihre Motivation?

Mehr und mehr treffe ich auf Solo-Unternehmer, die durch Premium-Produkte die Qualität ihrer Leistungen auch nach außen darstellen und noch mehr Wert für den Kunden bieten möchten. Die vielleicht sogar ein Lebenswerk schaffen möchten.

Das gelingt nicht, wenn man sich von außen treiben und ständig ablenken lässt.  „Deep Work“, was auch immer das in Ihrem Fall bedeuten mag, ist  unumgänglich.

Was ist Ihre Motivation? Welchen Wert wollen Sie in die Welt bringen? Und was ist dazu nötig?

Vier Strategien für Solo-Unternehmer, um Zeit  zu finden für Premium-Produkte und andere Art von „Deep Work“

Cal Newport zeigt vier Strategien auf, um die nötige Zeit für „Deep Work“ zu finden. Für jede Strategie nennt er ein bekanntes Beispiel. Ich zitiere sie hier in anderer Reihenfolge als er, weil sie für Solo-Unternehmer nicht alle in gleicher Weise umzusetzen sind. Außerdem kommentiere ich anhand meiner eigener Erfahrungen. Die Begriffe in Klammern sind die Originalbegriffe von Cal Newport.

Strategie Nr. 1: Rhythmisch (rhythmic) oder „die Kette nicht unterbrechen“

Collection of red cross and green hook

Collection of red cross and green hook

Hier geht es darum, die Arbeit am Business, wie immer sie sich im Einzelfall darstellt, zu einer regelmäßigen Gewohnheit zu machen.

Der „Trick“ besteht darin, die Kette nicht zu unterbrechen.

Denn wenn man den Rhythmus einmal verlässt, dauert es oft unverhältnismäßig lange, ihn wieder aufzunehmen. Das gilt auch in anderen Bereichen wie zum Beispiel Fitness, Ernährung und mehr.

Für wen sich diese Strategie eignet:

Diese Strategie eignet sich besonders für alles, was regelmäßig erfolgt, zum Beispiel

  • täglich x Worte für sein Buch zu schreiben
  • jede Woche einen Blogpost zu veröffentlichen
  • täglich 30 Minuten für die Arbeit am Business zu verwenden.

Der regelmäßige Rhythmus sorgt dafür, dass die Zeiten eingehalten werden und möglichst gut genutzt werden.

Ein bekanntes Beispiel dafür ist der amerikanische Komiker Jerry Seinfeld. Als er von einem Nachwuchsmann nach Tipps gefragt wurde, erzählte er, dass er täglich Witze schrieb und auf einem Wandkalender jeweils ein rotes Kreuz machte für die Tage, an denen er das tut. Je länger die Kette roter Kreuze wurde, desto weniger war er geneigt, diese Kette zu unterbrechen.

Wichtiger Erfolgsfaktor:

Wie sich am Beispiel von Jerry Seinfeld zeigt, ist eine Visualisierung sehr hilfreich für diese Strategie, idealerweise an einem Ort, der in Ihrem Blickfeld liegt.  Das kann natürlich auch ein elektronisches Tracking-System sein oder irgend etwas, das für Sie funktioniert.

Strategie Nr. 2: Abwechselnd (bimodal)

HausFür diese Strategie nennt Cal Newport C. G. Jung als Beispiel. Der Begründer der analytischen Psychologie betrieb eine emsige Privatpraxis in Zürich, unterrichtete an der Hochschule, nahm an der Kaffeehaus-Kultur teil, die sich in gewisser Weise als Vorläufer der Vernetzung durch Social Media verstehen lässt.

Mit anderen Worten: Er führte ein ziemlich ähnliches Leben wie viele Solo-Unternehmer.

Wie gelang es ihm, trotzdem eine führende Persönlichkeit des 20. Jahrhunderts zu werden und einen Gegenpol zu den Theorien von Siegmund Freud aufzubauen?

Newport führt es darauf zurück, dass C.G. Jung in seinem Turm in Bollingen die Ruhe fand, um sein eigenes Konzept zu entwickeln und wichtige Werke dort zu schreiben.

Auch von anderen Größen ist bekannt, dass sie sich  zeitweise für ihre „Deep Work“ aus dem Alltagsgeschäft zurückzogen:

  • J. K. Rowling für den Abschluss ihrer Harry Potter Serie in ein luxuriöses Hotel (im Buch erwähnt)
  • Bill Gates für seine „Think Weeks“ in einem Haus, wo er eine Woche lang allein blieb
  • sonstige Autoren, die in einem Ferienhaus oder Hotel an ihren Büchern schreiben.

Für wen sich diese Strategie eignet:

Diese Strategie ist ideal, um längere Zeit am Stück zu finden. Sie lässt sich auch kombinieren mit der Regelmäßigkeit. Als ich mein Buch „Kurswechsel im Beruf“ schrieb, habe ich die ersten Entwürfe in kleineren täglichen  Zeiteinheiten geschrieben. Für die letzte Fassung habe ich mich dann 10 Tage komplett aus allem zurückgezogen, die Mails auf Autoresponder-Antworten eingestellt und meinen damaligen Telefondienst instruiert, dass ich nicht erreichbar sei.

Gerade diese Kombination hat sich für mich als ideal erwiesen. So konnte ich das Buch langsam entstehen lassen und dann zum Schluss sehr intensiv und fokussiert noch einmal tief eintauchen und es noch einmal komplett überarbeiten.

In den letzten Jahren habe ich viel die Regelmäßigkeit gepflegt. Derzeit experimentiere ich, wie ich mir längere Zeiteinheiten schaffen kann, um mich wirklich in ein Thema zu vertiefen und etwas Größeres zum Abschluss zu bringen. Ich denke an ein Sprint-Modell und bin selbst gespannt, wie es funktionieren wird.

Wichtiger Erfolgsfaktor:

Ein Ortswechsel kann sehr hilfreich sein, ist aber kein absolutes Muss, wie sich an meinem eigenen Beispiel zeigt. Wenn man im üblichen Umfeld bleibt, ist es allerdings umso wichtiger, alle Ablenkungen von vornherein zu elimieren. „Nur mal eben“ die Mails zu lesen oder bei Facebook vorbeizuschauen, bedeutet das Risiko, ganz aus dem Fluss herauszukommen.

Strategie Nr. 3: Klösterliche Abgeschiedenheit (Monastic)

StopDieses Modell dürfte für die meisten Solo-Unternehmer schwer zu praktizieren sein. Doch vielleicht gibt es Ausnahmen. Es geht darum, sich so weit wie möglich von der Außenwelt abzuschotten, zum Beispiel nicht in den Social Media aktiv zu sein, die Mail-Adresse nicht bekannt zu geben und sonstige Maßnahmen zu ergreifen, um „Deep Work“ zu vollbringen.

  • Donald Knuth ist ein berühmter Computerwissenschaftler. 1990 teilte er mit, keine Mailadresse mehr zu benutzen, und scheint das bis jetzt durchzuhalten.
  • Science Fiction Autor Neal Stephenson gibt auf seiner Website seine Mailadresse nicht bekannt. In diesem Beitrag begründet er,  warum er meint, seinen Lesern mehr Wert zu bieten, wenn er sich auf das Schreiben konzentriert, statt E-Mails zu beantworten, zu Events zu gehen etc.
  • Ein weiteres, in dem Buch nicht erwähntes, Beispiel ist Dan Kennedy,  seit 40 Jahren ein sehr erfolgreicher Unternehmer. Er hat u.a. eine Unzahl an Büchern, Info-Produkten, bezahlten Newslettern usw. veröffentlicht und erreicht das durch ein äußerst striktes Zeitmanagement und indem er sich weitgehend von der Außenwelt abschottet. Er hat Unzugänglichkeit quasi zu einem Markenzeichen gemacht und wurde dennoch – oder gerade deswegen –  sehr erfolgreich. Hier gibt er einige Tipps.

Für wen sich diese Strategie eignet:

Diese Strategie setzt in gewisser Weise ein „dickes Fell“ voraus und die Bereitschaft, eigene Wege zu gehen und dabei auf Unverständnis oder sogar Kritik der Umwelt zu stoßen. Das gelingt in der Regel nur, wenn man ein sehr wichtiges Ziel hat, das man mit der Arbeit verfolgt.

Wichtiger Erfolgsfaktor:

Niemand kann sich in der heutigen Welt komplett abschotten. Wichtig ist also, dass wichtige Nachrichten zu einem durchdringen. Teilweise arbeiten die erwähnten Persönlichkeiten mit Assistenten zusammen, die eingehende Nachrichten filtern und dafür sorgen, dass die ganz wichtigen Dinge durchdringen und erledigt werden.

Strategie Nr. 4: Das journalistische Modell (journalistic)

UhrHier erzählt Cal Newport von Walter Isaacson, hauptberuflich Journalist und außerdem Autor eines 873-Seiten(!)-Werkes  mit dem Titel The Wise Men: Six Friends and the World They Made sowie weiterer Biografien.

Besonders beeindruckend bei dem erwähnten Werk ist, dass es in kleinen Zeitabschnitten entstand. Wann immer Isaacson ein kleines  Zeitfenster hatte, zum Beispiel 20 Minuten, schrieb er an seinem monumentalen Werk.

Sein journalistischer Hintergrund half ihm sicher dabei, denn Journalisten sind trainiert, sozusagen auf Knopfdruck und mit kurzfristigen Abgabeterminen zu produzieren. Gleichwohl ist es beeindruckend, auf diese Weise so ein Riesenwerk entstehen zu lassen.

Für wen sich diese Strategie eignet:

Diese Strategie eignet sich dann für Sie, wenn Sie in der Lage sind, sozusagen auf Knopfdruck umzuswitchen in einen Produktionsmodus und in der Lage sind, den Faden dort wieder aufzunehmen, wo Sie ihn haben fallen lassen.

Wichtiger Erfolgsfaktor:

Kleine Zeiteinheiten finden sich immer.  Die mentale Bereitschaft, diese nicht als Hindernis zu betrachten, sondern als Chance, ist ein wichtiger Faktor. Oft ist es nur der Kopf, der einem weismachen will, dass man viel Zeit am Stück brauche. Auch in kleinen Zeiteinheiten lässt sich Erstaunliches erreichen.

Gelegentlich mache ich diese Übung mit meinen Klienten: Wir unterbrechen die Coaching-Session und die Klienten schreiben in 15 Minuten etwas für die Website, eine Seminarankündigung, einen Buchrückentext. Es ist immer wieder beeindruckend, wie gut das funktioniert.

Welche Strategien nutzen Sie?

Nun bin ich gespannt, wie Sie verfahren. Nutzen Sie bereits heute eine dieser vier Strategien oder eine Kombination davon? Was funktioniert dabei? Welche Herausforderungen gibt es? Oder machen Sie es ganz anders? Teilen Sie Ihre Erfahrungen hier. Das hilft allen weiter.

Weitere Ressourcen:

Wie Sie Zeit finden für die Arbeit an Ihrem Premium-Produkt und an Ihrem Business Klick um zu Tweeten Spannender Buchtipp, um mehr Zeit zu finden für die wirklich wichtige Arbeit Klick um zu Tweeten Mit diesen Strategien kann jeder Zeit finden für die Arbeit an seinem Business. Klick um zu Tweeten

Bildnachweise:

Beitragsbild: Pixabay

Schreibmaschine:  Unsplash – canva. com

Buchcover: Piatkus-Verlag 

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Danke fürs Teilen:-)

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Monika Birkner
 

Ich unterstütze Solo-Unternehmer, ihre Einzigartigkeit wertzuschätzen und damit ein erfolgreiches, verkaufsfähiges Business zu kreieren. Wenn Sie eine ganzheitlich-systematische Arbeitsweise lieben - ob im Rahmen von Coaching-Programmen oder 1:1-Zusammenarbeit - und bereit sind für echte Durchbrüche im Denken, Handeln und in den Ergebnissen, ist eine Discovery Session mit mir ein guter nächster Schritt. Mehr dazu auf meiner Seite "Angebote".

Hier klicken, um zu kommentieren 17 Kommentare
Neue Horizonte erobern: Top 8 Buchtipps 2016 für Solopreneure › Monika Birkner - 9. Februar 2017

[…]  weiter entwickeln oder sogar umbauen wollen. Auf dieses Buch con Cal Newport bin ich bereits in einem früheren Artikel ausführlich […]

Reply
Sandra Lorenz - 29. November 2016

Liebe Frau Birkner,

danke für den inspirierenden Beitrag. Ich bin auch wieder ein wenig aus dem Tritt, denn ein Projekt jagt das nächste, viele Kundentermine und private Themen haben mich die letzten Monate auf Trab gehalten, und die Konzentration auf die Weiterentwicklung meines Business kam definitiv zu kurz. Von daher hat mich der Beitrag wieder sehr inspiriert hier wieder Fahrt aufzunehmen. Ich arbeite mit den ersten beiden Strategien. Wenn ich allerdings in viele oder herausfordernde Kundenprojekte eingebunden bin, fällt es mir schwer kontinuierlich daran weiterzuarbeiten. Es ist für mich dann einfacher mich einen Tag oder mehrere aus dem Tagesgeschäft rauszuziehen und konzentriert an einigen Themen weiterzuarbeiten. Auf Knopfdruck für 20 Min. etwas zu produzieren, fällt mir sehr schwer. Ansonsten habe ich die 15 Min. am frühen Morgen bevor das „daily business“ beginnt beibehalten. Das funktioniert. Im Dezember und Januar wird es hinsichtlich Kundenprojekten, Workshops und Coachings ruhiger und hier habe ich eine Kreativpause für mich geplant, in der ich an der Weiterentwicklung meines Business arbeiten will, sowie der Überarbeitung der Homepage und Produktion von weiteren Blogbeiträgen geplant ist. Danke für die Erinnerung daran 😉

Ganz liebe Grüße,
Sandra Lorenz

Reply
    Monika Birkner - 30. November 2016

    Liebe Frau Lorenz,

    danke für Ihren Kommentar. Das Jonglieren zwischen der Arbeit „am“ Business, Kundenprojekten und privaten Projekten ist eine permanente Herausforderung für Solo-Unternehmer und das jeden Tag aufs Neue. Zwischendurch mal aus dem Tritt zu kommen, gehört wohl für fast jeden dazu. Umso mehr freue ich mich, dass Sie Ihre 15 Minuten am Morgen beibehalten haben und auch, dass Sie gleich zu Beginn des neuen Jahres sich Zeit nehmen für ein paar strategische Projekte.

    Herzliche Grüße
    Monika Birkner

    Reply
Stefanie - 14. September 2016

Toller Artikel und danke für den Buchtipp.

Reply
Stefanie Hoops - 9. September 2016

Liebe Monika,

vielen Dank für einen weiteren wertvollen Artikel.

Mein Vorgehen ist irgendwie eine Mischung aus vielen Strategien. Manchmal ist es ganz einfach, etwas „brauchbares“ fertigzustellen und an anderen Tagen gelingt es kaum innerhalb einer Stunde einen guten Satz zu formulieren.
Größere Projekte teile ich in kleinere Einheiten/Kapitel auf und mein Ziel ist es, in jeder Woche eine bestimmte Anzahl davon fertigzustellen.
Diese Kapitel haben nicht immer den gleichen Umfang und für einige benötige ich mehrere Anläufe. Aber es gibt glücklicherweise auch Themen, da geht es ganz schnell und leicht, und das nutze ich dann, um vorzuarbeiten. Dadurch verschaffe ich mir den erforderlichen Freiraum in meinem Zeitplan für die mühsameren Themen.
Das Gefühl, meinem persönlichen Plan immer etwas voraus zu sein (gelingt natürlich auch nicht immer), ist für mich gut, um kontinuierlich daran zu arbeiten. Das nimmt etwas von dem Druck, der ja bekanntlich der Feind der Kreativität ist.

Herzliche Grüße
Stefanie

Reply
    Monika Birkner - 9. September 2016

    Liebe Stefanie, das Gefühl, dem persönlichen Plan immer etwas voraus zu sein, ist sicher ein super Gefühl. Die meisten kennen sicherlich das Gegenteil: das Gefühl, dem Plan ständig hinterher zu hecheln. Du scheinst für dich eine sehr wirksame Strategie entwickelt zu haben. Klingt nachahmenswert:-).

    Herzliche Grüße
    Monika

    Reply
Astrid Ryzek - 6. September 2016

Hallo Frau Birkner,

ein toller inspirierender Artikel, vielen Dank dafür.

Die erste und die zweite Strategie nutze ich am meisten. Nicht jeden Tag habe ich diegleiche Anzahl an Stunden Zeit für mein Online-Business, und so werden die unterschiedlichen Aufgaben entsprechend aufgeteilt: Wichtiges und Konzeptionelles bei mehr Stundenzeit (mindestens ein halber Tag), und Abarbeiten von regelmäßigen Aufgaben bei freier Zeit zwischendrin oder nach dem sonstigen Tagesablauf.
Dafür benutze ich ein schönes Kalenderbuch, in das ich meine Haken setze nach Erledigung und auch neue Aufgaben notiert werden. Da ich viel am Bildschirm arbeite, mag ich diesen haptischen Ausgleich mit dem Buch.
Die dritte Strategie habe ich so extrem noch nicht probiert, weiß aber, dass ich mir das sehr wünsche. Ich hoffe, dass ich irgendwann einmal so arbeiten kann.
Die vierte Strategie ist nicht so ganz mein Ding, allerdings nutze ich Momente, in denen ich eine Inspiration habe insofern, dass ich mir diese Gedanken schnell notiere, damit sie nicht verloren gehen.
Im Sommer fällt es mir schwerer, dieses Dranbleiben zu praktizieren, da alles nach draußen drängt. Gerne verdunkle ich da mein zu helles Arbeitszimmer etwas, damit ich mehr zu mir komme, sozusagen in mein Inneres. In der dunkleren Jahreszeit fällt es mir viel leichter, intensiv an etwas zu arbeiten, da die Energie von je her nach Innen gerichtet und ruhiger ist. Deshalb ist für mich die dunklere Jahreszeit auch immer die kreativste und produktivste Zeit.
Herzliche Grüße
Astrid

Reply
    Monika Birkner - 6. September 2016

    Liebe Frau Ryzek, danke schön für Ihr Feedback und das Mitteilen Ihrer eigenen Erfahrungen. Der haptische Ausgleich zum Online-Arbeiten gefällt mir sehr gut. Sie scheinen insgesamt schon ein schönes System für sich gefunden zu haben. Auch scheinen Sie Ihre eigene Art zu haben, im Rhythmus der Natur zu arbeiten. Gutes Gelingen weiterhin!

    Reply
Lothar Schmidt - 5. September 2016

Liebe Monika,
zwei Herzen schlagen in meiner Brust. Zum Einen merke ich, dass es mir eine Routine gut tut. Zum Anderen wünsche ich mir längere Phasen der Konzentration auf ein Thema.
Ich habe gerade einen neuen Qigong-Kurs gestartet und mir bewußt einen Kurs ausgesucht, der die gleichen Figuren wiederholt und vertieft. Wiederholung und Übung ist die Mutter der Meisterschaft (Buchempfehlung: Der längere Atem von George Leonard). Ein positiver Effekt der Wiederholung ist, dass der Körper sich daran gewöhnt. Wir kennen das aus dem Urlaub. Reisen wir immer an den gleichen Ort, tritt die Entspannung schneller ein, da die Situation bekannt ist. Das gilt bei der Arbeit auch für die Konzentration. Letztlich geht es um die Einübung von Gewohnheiten, ein sehr spannendes Thema (Buchempfehlung: Die Macht der Gewohnheit von Charles Duhigg).
Gleichzeitig merke ich gerade beim Schreiben und Konzipieren, dass es wichtig ist, den Fluß nicht zu unterbrechen.
Strategie 2 finde ich daher eine sehr gute Methode: Rythmus aufnehmen und zur Vollendung volle Konzentration.
Danke Monika, das sind wieder wundervolle Anregungen, die Du gibst.
PS: Eine unausgesprochen Anregung für mich ist das Format einer wirklich sehr nützlichen Buchzusammenfassung mit persönlichem Transfer für Deine Zielgruppe.

Herzliche Grüße
Lothar

Reply
    Monika Birkner - 5. September 2016

    Lieber Lothar, danke schön für deine Erfahrungen und auch die weiterführenden Buchhinweise. Die Art und Weise, wie du die verschiedenen Modi beschreibst, machen noch einmal auf neue Weise klar, warum sie funktionieren und welche unterschiedlichen Vorteile damit verbunden sind. Die regelmäßige Praxis wird oft unterschätzt. Doch sie ist in der Tat ein Weg zur Meisterschaft, ob im Sport, in den Kampfkünsten, in der Kunst – und auch im Business. Den Wunsch, den Fluss nicht zu unterbrechen, kann ich auch gut nachvollziehen. Denn wenn man sich in diesem Zustand befindet, kann man oft in kurzer Zeit viel erreichen, und es fällt unter Umständen viel schwerer, wenn man noch einmal neu ansetzen muss.

    Danke auch für das Feedback zur unausgesprochenen Anregung:-). Ich freue mich, dass sie dir gefällt.

    Reply
Michael Schwarz - 5. September 2016

Hallo Frau Birkner,

danke für den guten Artikel.
Voll eingebunden in den Alltag, mit Kunden und Familie bleibt einem wie mir natürlich „nur“ die Variante 1, „täglich X Minuten für die Arbeit am Business zu verwenden“. Obwohl ich mich manchmal viel lieber in Klausur begeben würde.

Aber im Sinne von „Deep Work“ versuche ich neuerdings, diese Zeit nicht im Anschluss an mein Tagesgeschäft, sondern davor – zum Auftakt des Tages – einzubauen. Das ist eigentlich mental die bessere Zeit. Theoretisch plausibel besteht hier jedoch meine Herausforderung darin, einerseits dann nach der vorgenommenen Zeit auch wirklich aufzuhören (was total schade ist, wenn’s gerade super läuft) oder eben doch nicht von vorne herein – etwa von Deadlines getrieben – sofort ins Tagesgeschäft einzusteigen.

Jedenfalls lese und höre ich immer wieder gerne Ihre interessanten Beiträge.
Beste Grüße
Michael Schwarz

Reply
    Monika Birkner - 5. September 2016

    Hallo Herr Schwarz, danke schön für Ihre Erfahrungen und Ihr freundliches Feedback. Ich kann mir gut vorstellen, dass mit Kunden und Familien nicht allzu viel Zeit bleibt für „Deep Work“. Umso mehr freue ich mich, dass Sie sich dennoch Zeit schaffen. Für mich persönlich funktioniert es am Morgen ebenfalls am besten. Denn erstens hat man den Kopf dann noch halbwegs frei. Und außerdem: Man weiß nie, was alles im Laufe des Tages noch passiert und ob man dann abends tatsächlich zu dem kommt, was man sich eigentlich vorgenommen hatte. Ich wünsche Ihnen noch gute Ergebnisse damit.

    Reply
Tom Oberbichler - 5. September 2016

Schön, dass du wieder „da“ bist, liebe Monika und danke für den Impuls, den du mit dem Artikel gibst.

Bis auf „Monastic“ nutze ich alle Strategien selbst, manchmal parallel, manchmal im Wechsel.

Ich bin zB jetzt gerade wieder auf „Klausur“ mit mir selbst in einer Ferienwohnung in den Bergen und ordne mein Business und Innenleben neu.
Dabei arbeite ich oft mit einem Timer und schreibe für 20, 30 Minuten am Stück und mache dann etwas anderes. Musizieren, Lesen, Spazieren …
Auch die Regelmäßigkeit habe ich oft und lange praktiziert. Im Moment teste ich einen sehr spielerischen Zugang zu meinem Leben im Ganzen und habe fixe Slots weitgehendst und To-Do-Listen ganz aus meinem Alltag verbannt.

Herzliche Grüße,
Tom

Reply
    Monika Birkner - 5. September 2016

    Lieber Tom, danke schön für deine Erfahrungen. Eine „Klausur“ in den Bergen stelle ich mir sehr wertvoll vor, um Business und Innenleben neu zu ordnen. Ich finde auch sehr schön, dass du beides in einem Atemzug nennst. Denn gerade für Solo-Unternehmer gehört meiner Meinung nach auch beides zusammen.

    Kurze Einheiten können eine Herausforderung sein. Doch gerade für dich, der du ja sehr erfahren im Schreiben bist, kann ich sie mir überaus produktiv vorstellen.

    Sehr interessant finde ich auch dein Experimentieren mit einem mehr spielerischen Umgang. Vielleicht gibt es dazu mal einen Podcast? Ich kann mir vorstellen, dass das für viele attraktiv ist.

    Reply
Bianka Maria Seidl - 5. September 2016

Liebe Monika,

danke für diesen Beitrag über „Deep Work“ von Cal Newport.

Ich nutze bereits 3 dieser Wege. Zum einen lebe ich ganz bewusst
mit dem Rhythmus der Natur und das fließt auch in meine Arbeit
mit ein. Dieser Rhythmus ist getragen von bestimmten Qualitäten
die sich abwechseln. So finde ich es auch nicht weiter tragisch, wenn im Sommer,
wo alle Aktivitäten nach außen gekehrt sind und daher auch viele Leute nicht
erreichbar sind, es auch einmal eine Pause gibt.
Dafür bietet der Herbst und der Winter wieder eine lange Schaffenszeit in der
auch die Regelmäßigkeit leichter fällt.

Der zweite Weg, den ich nutze, ist der Ortswechsel und zwar im Großen wie im Kleinen.
Meine Kurse schreibe ich meist an Orten, wo ich Muse habe und das verbinde ich
meist mit einem längeren Aufenthalt auf den Kanaren, wo ich spüre, dass ich ganz in
meiner Kraft bin.
Im Kleinen wechsle ich während des Schreibens an einem Artikel oftmals
die Plätze hier im Haus, weil sie mir immer wieder andere Perspektiven ermöglichen
und sich zugleich die Qualität der Ausrichtung verändert. In einem meiner Kurse leite
ich die Teilnehmer dazu auch an, um in eine größter Tiefe bei ihren Thema gehen zu können.

Und den dritten Weg lebe ich buchstäblich – da ich in einem Kloster wohne und hier sehr von
der Kraft und Ruhe dieses Ortes profitiere – für mich, meine Arbeit und für meine Klienten,
die zu mir kommen.
Das ist sicherlich nicht für jeden möglich und auch nicht gewollt. Doch jeder kann und sollte sich
täglich eine Zeit des „Abgeschiedenseins“ von der Welt leisten. Im eigenen Inneren liegt ein Schatz – hier können wir unsere Akkus laden, wichtige Antworten finden und uns in Selbstversonnenheit genießen.

Ich finde es jedenfalls wunderbar, dass du diese Wege über das Buch „Deep Work“ von Cal Newport nochmals genauer herausarbeitest und es vielen Solounternehmern nutzbringend vermittelst.

In herzlicher Verbundenheit
Bianka Maria Seidl

Reply
    Monika Birkner - 5. September 2016

    Liebe Bianka, ganz herzlichen Dank, dass du deine Erfahrungen hier teilst. Ich denke,dass etliche Leser daraus wertvolle Anregungen gewinnen. Die Synchronisierung mit dem Rhythmus der Natur finde ich ganz besonders interessant, weil viele heutzutage darauf gar nicht mehr achten, sondern sich einen künstlichen Rhythmus auferlegen.

    Auch den Ortswechsel im Großen wie im Kleinen finde ich spannend. Mir fällt dabei gerade ein, dass auch ich für verschiedene Arten von Arbeiten gern unterschiedliche Plätze nutze.

    In einem Kloster zu leben, ist sicher eine ganz besondere Erfahrung. Doch die innere Abgeschiedenheit ist sicher für jeden möglich, der danach strebt. Da stimme ich dir voll zu und auch in Bezug auf die Gewinne, die man daraus zieht.

    Ich freue mich sehr über diese weiteren Facetten.

    Herzliche Grüße
    Monika

    Reply

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