I. Weshalb die Zukunft der Produktivität für Solopreneure mit klassischem Zeitmanagement allein nicht zu schaffen ist

Die Zukunft der Produktivität für Solopreneure wird mit klassischem Zeitmanagement nicht mehr viel zu tun haben. Sondern es gilt für Solo-Unternehmer, Produktivität neu zu denken und auf neue Weise umzusetzen. Dafür gibt es mehrer Gründe:

  • Zum einen wachsen die Herausforderungen für Solopreneure ständig.
  • Zum anderen entstehen mehr und mehr Herausforderungen​ ganz neuer Art, die sich mit kleinen Optimierungen nicht mehr lösen lassen. Sie erfordern einen Paradigmenwechsel mehrfacher Art.

In diesem Beitrag

  • stelle ich zunächst die Herausforderungen dar
  • gehe ich auf den nötigen Paradigmenwechsel ein
  • gebe ich Tipps, wie du das für dich umsetzen kannst.

Schnalle dich an und begib dich mit mir auf die Reise! Es wird spannend:-)

II. Die neuen Herausforderungen für Solopreneure

Die neuen Herausforderungen für Solopreneure sind mehrfacher Art:

  • Herausforderung Nr. 1: Die Menge der Aufgaben nimmt zu.
  • Herausforderung Nr. 2: Weniger Zeit für die Aktivitäten, mit denen du Geld verdienst.
  • Herausforderung Nr. 3: Du brauchst zusätzliche Zeit für deinen Businessumbau, wenn du ein Online-Business schaffen oder dein Business sonstwie weiter skalieren oder sogar verkaufsfähig machen willst.
  • Herausforderung Nr. 4: Du brauchst außerdem mehr Zeit, weil sich die Rahmenbedingungen ständig ändern.
  • Herausforderung Nr. 5: Du brauchst Zeit, vielleicht sogar mehr Zeit als bisher, um das „Inner Game“ zu meistern.

Kurz noch ein paar Erläuterungen dazu.

Herausforderung #1: Die Menge der Aufgaben nimmt zu

Dass die Menge der Aufgaben zunimmt, ist nicht nur ein subjektives Gefühl, sondern trifft objektiv zu.

Denke nur einmal an die Menge der Informationen, die es heute zu bewältigen gilt.

Oder an all die Aufgaben, die du vor zwei oder drei Jahren noch nicht hattest: Dein neues Blog, dein Podcast, neue Social Media Kanäle, neue Tools, die erst einmal kennen gelernt werden wollen, bevor sie dich entlasten können. Und noch viel mehr.

Herausforderung #2: Weniger Zeit für die Aktivitäten, mit denen du Geld verdienst

Es wäre natürlich schön, wenn mit der Zunahme an Aktivitäten auch die Einnahmen und Gewinne entsprechend zunehmen würden.

Doch es ist eher anders herum.

Du tust zwar mehr, doch es bleibt weniger Zeit zum Geldverdienen.Ein anschauliches Beispiel bietet das Bloggen.

a) Beispiel Bloggen: Wachsender Aufwand, um einen Blogartikel zu schreiben

Schon das Schreiben eines Blogartikels bedeutet heute mehr Zeit als früher.

Interessante Zahlen dazu gibt es im jährlichen Blogging Survey von Orbit Media. Ergebnisse aus dem Blogging Survey von 2019:

  • Durchschnittliche Dauer 2019, um einen Blogartikel zu schreiben: 3 Std. 57 Min.
  • Durchschnittliche Dauer 2014, um einen Blogartikel zu schreiben: 2 Std. 24 Min.
  • Steigerung in 5 Jahren: rd. 65 Prozent

Eine wachsende Zahl an Bloggern verwendet jedoch mehr als 6 Stunden pro Blogpost (rd. 19 Prozent 2019).

b) Beispiel Bloggen: Hoher Aufwand, um einen Blogartikel bekannt zu machen

Hinzu kommt der oft unterschätzte Aufwand, die Artikel bekannt zu machen.

Vladislav Melnik empfiehlt ein Verhältnis von 50:50. Also für eine Stunde Schreibaufwand eine Stunde an Promotion. Derek Halpern sieht das Verhältnis sogar bei 20 Prozent Schreiben und 80 Prozent Promotion. Und es gibt sogar die Empfehlung, 90 Prozent des Aufwandes für die Promotion zu verwenden.

c) Beispiel Bloggen: Was das genau bedeutet

Wenn du rd. 4 Stunden benötigst, um einen Blogpost zu schreiben, würdest du weitere 4 Stunden investieren, um ihn bekannt zu machen. Oder noch deutlich mehr, wenn du der Empfehlung von Derek Halpern folgst.

Auch wenn ich hier das Beispiel Blogging gewählt habe, heißt das nicht, dass es sich ausschließlich auf das Blogging bezieht. Auch für andere Marketingmethoden brauchst du heute deutlich mehr Zeit, um damit sichtbar zu werden.

Am Beispiel des Bloggens zeigt sich sehr anschaulich, dass du immer mehr Zeit verbringen musst mit Aufgaben, mit denen du nicht auf Anhieb Geld verdient.

Herausforderung #3: Du brauchst zusätzliche Zeit für deinen Businessumbau

Wenn du zu den Solopreneuren gehörst, die die Grenzen des Modells „Zeit-gegen-Geld“ erkannt haben und dabei sind, ihr Business umzubauen, weißt du, wie viel Arbeit das ist.

Einen Online-Kurs oder sonstige digitale Produkte zu kreieren, braucht mehrere Monate für die konzeptionelle Vorbereitung, die praktische Realisierung und auch für die Vermarktung.

Oftmals muss das bei laufendem Geschäft erfolgen, während du noch Aufträge von Kunden im Modell „Zeit-gegen-Geld“ abarbeitest.

Wenn du noch weiter gehen und dein Business verkaufsfähig machen willst, brauchst du Zeit, um noch mehr Assets zu schaffen, also Einkommen produzierende und übertragbare Vermögenswerte, und auch, um deine Systeme ständig zu verbessern.

Herausforderung #4: Du brauchst außerdem mehr Zeit, weil sich die Rahmenbedingungen ständig ändern

Eine Erfahrung, die immer mehr zur Normalität wird: Was gestern funktioniert hat, funktioniert heute nicht mehr.

Corona war bzw. ist dafür der schlagendste Beweis. Doch unabhängig von Corona ändert sich die Welt in einem atemberaubenden Tempo.

  • Das Marketing, das dich bis jetzt erfolgreich gemacht hat, funktioniert nicht mehr. Du musst dich mit neuen Methoden befassen.
  • Große Kunden brechen weg oder ändern ihre Politik bezüglich der Zusammenarbeit mit Solopreneuren.
  • Neue Gesetze erfordern andere Vorgehensweisen.
  • und so viel mehr….​

Das heißt: Du brauchst zusätzliche Zeit,

Und unabhängig, wie viel Zeit du dafür aufwendest, besteht das Risiko, etwas Wichtiges zu übersehen oder aufs falsche Pferd zu setzen.

Herausforderung #5: Du brauchst Zeit, vielleicht sogar mehr Zeit als bisher, um das „Inner Game“ zu meistern

Mit all dem, was wir bisher besprochen haben, bist du eigentlich gut beschäftigt. Doch das ist noch nicht alles.

Auch das „Inner Game“ und wie du dieses meisterst, spielt eine Rolle. Zum Beispiel

  • wie du mit deinem inneren Antreiber umgehst, der dir ständig zuflüstert, dass alles nicht schnell genug voran geht
  • wie du damit umgehst, wenn du siehst, dass andere erfolgreicher sind – oder es zumindest so aussieht –  als du selbst, obwohl du dich so anstrengst
  • wie du damit umgehst, wenn du dich überwältigt, erschöpft, wie vor einem Riesenberg fühlst.
  • und noch viel mehr.

Für alles das brauchst du ebenfalls Zeit und auch psychische Energie.

Oder es zieht dich herunter und macht dir das Leben zusätzlich schwer.

III. Die Quintessenz aus den neuen Herausforderungen für die Zukunft der Produktivität von Solopreneuren

  • Für uns Solopreneure ist Zeit eine unserer kostbarsten Ressourcen.
  • Doch es gibt mehr und mehr zu tun.
  • Und immer weniger dieser Aktivitäten sind solche, mit denen wir Geld verdienen. Immer mehr Zeit entfällt auf das, was auch nötig ist, aber nicht direkt zu neuen Einnahmen und Gewinnen führt.
  • Das ist ein weiterer Grund dafür, dass das Geschäftsmodell „Zeit-gegen-Geld“ auf Dauer nicht tragbar ist.
  • Doch um es zu ändern und zum Beispiel Produkte zu schaffen, Systeme zu etablieren usw., brauchen wir wiederum Zeit. Die Katze beißt sich also sozusagen in den Schwanz.
  • Diese Situation ist nicht nur faktisch sehr schwer zu bewältigen, sondern auch das „Inner Game“ stellt eine wachsende Herausforderung dar und es kostet wiederum Zeit, sich mit dem inneren Kritiker, dem inneren Antreiber und sonstigen Kräften zu befassen.
  • Und das alles gilt selbst dann, wenn wir bisher schon zu den Bestorganisierten und Produktivsten gehören.
  • Denn die neuen Herausforderungen haben nur zu einem geringen Maße mit unseren persönlichen Fähigkeiten zu tun und stattdessen weitaus mehr mit äußeren Veränderungen.
  • Daher reicht es auch nicht aus, mit klassischem Zeitmanagement auf individueller Ebene heranzugehen.
  • Sondern es ist ein Paradigmenwechsel, sogar mehrfacher Art, erforderlich.

Die neuen Herausforderungen für Solopreneure sind so, dass sie sich mit herkömmlichem Zeitmanagement allein nicht mehr lösen lassen. Es ist ein Paradigmenwechsel in verschiedener Hinsicht erforderlich.

IV. Der 5-fache Paradigmenwechsel

Vielleicht treffen nicht alle der oben genannten Herausforderungen gleichermaßen auf dich zu.

Vielleicht hast du noch weitere Herausforderungen wie zum Beispiel die Sorge für kranke Eltern oder Sonstiges.

Eins steht fest: Mit dem klassischen Zeitmanagement allein wirst du die neuen Herausforderungen auf Dauer nicht lösen können.

Ja, du kannst vielleicht eine halbe Stunde am Tag gewinnen, indem du deine Zeiten auf Facebook limitierst oder deine Mails zügiger bearbeitest.

Doch den Durchbruch auf eine höhere Ebene schaffst du damit nicht.

Aus meiner Sicht ist ein mindestens 5-facher Paradigmenwechsel nötig:

  • Neues Paradigma #1: Du bist der CEO deines Unternehmens
  • Neues Paradigma #2: Produktivität beginnt beim Geschäftsmodell
  • Neues Paradigma #3: Raus aus dem Alltagsbewusstsein – Flow, Intuition und mehr
  • Neues Paradigma #4: Systeme, Automatisierung, Künstliche Intelligenz
  • Neues Paradigma #5: Das Ende der One-Man-Show: Solo-Unternehmertum als Teamsport ​

Neues Paradigma #1: Du bist der CEO deines Unternehmens

Das klassische Modell von Selbstständigkeit ist auf das Tun ausgerichtet.

Viele Selbstständige arbeiten nicht wesentlich anders als vergleichbare Angestellte, nur auf eigene Faust und auf eigenes Risiko und im Zweifel mit längeren Arbeitszeiten.

Doch wenn du mit dem Tun beschäftigt bist, hast du den Kopf nicht frei, um „von oben“ auf dein Business zu schauen.

In größeren Unternehmen gibt es nicht umsonst einen CEO (Chief Executive Officer = die oberste Funktion in einem Unternehmen).

Ein CEO blickt auf das Unternehmen als Ganzes und sorgt dafür, dass es profitabel und zukunftsfähig ist.

Als Solopreneur wirst du auch in Zukunft mit dem operativen Tun befasst sein. Doch gleichzeitig ist es wichtig, zum CEO deines Business zu werden, wie ein CEO zu denken und zu handeln.

Dieser Beitrag zeigt am Beispiel des Informationsmanagements, was das bedeuten kann.

Neues Paradigma #2: Produktivität beginnt beim Geschäftsmodell

Ganz egal, welche Produktivitätsmethoden du bisher nutzt: Wenn dein Geschäftsmodell nicht produktivitätsfördernd ist, stößt du damit kurz oder lang an deine Grenzen.

Daher ist eins meiner Mantren: Produktivität beginnt beim Geschäftsmodell. Ganz besonders für Solopreneure.

Inwiefern kann das Geschäftsmodell die Produktivität beeinträchtigen? Nun zum Beispiel

  • zu viele unterschiedliche Zielgruppen: vor allem dann, wenn diese auch noch auf ganz unterschiedlichen Marketingkanälen erreicht werden
  • zu viele unterschiedliche Produkte: vor allem dann, wenn diese keine innere Verbindung untereinander haben und wenig Synergieeffekte ermöglichen
  • zu viele kleinpreisige Angebote: denn diese erfordern oft genauso viel Aufwand im Marketing, oft auch in der Durchführung, wie hochpreisige Angebote, allerdings mit deutlich niedrigeren Erträgen.

Was ich stattdessen favorisiere für mich selbst und meine Klienten: ein durchgängiges Geschäftskonzept „aus einem Guss“.

Die Premium-Positionierung mit einem Signature System ist eine gute Basis dafür.

Von da aus lassen sich dann mit verhältnismäßig geringem Aufwand alle möglichen Variationen von Produkten erstellen.

Der Charme so eines Modells ist, dass es allen Beteiligten dient: deinen Kunden wie auch dir selbst.

Und du setzen deine Ressourcen sehr klug ein und mit hoher Hebelwirkung.

Neues Paradigma #3: Raus aus dem Alltagsbewusstsein – Flow, Intuition und mehr

Unser menschliches Potenzial ist noch lange nicht erschöpft.

Doch um mehr davon zu nutzen, geht es nicht einfach linear voran.

Sondern es gibt faszinierende neue Entwicklungen, mit denen wir in der Lage sind, auf einen ganz neuen Level zu gelangen.

Einen Einblick in die Möglichkeiten, die uns künftig zur Verfügung stehen, bietet das Buch Stealing Fire von Steven Kotler und Jamie Wheal. Eine deutsche Version gibt es auch.

Es ist ein faszinierendes Buch und handelt davon, wie wir in neue Bewusstseinszustände (Flow) geraten und dadurch ungeahnte Potenziale freisetzen können.

Die Autoren (s. Links unterhalb der Bücher)  haben vier wichtige Treiber identifiziert, mit denen es künftig möglich ist, Flowzustände zu erreichen:

  • Moderne Psychologie und die Human Potential Bewegung
  • Neurobiologie und die vielfältigen Verbindungen zwischen Gehirn und Körper
  • Pharmakologie und die Möglichkeiten bewusstseinsverändernder Substanzen
  • Technologie: Sounds, 3D-Erfahrungen und mehr.
Steven Kotler/Jamie Wheal: Stealing Fire
5Steven Kotler/Jamie Wheal: Stealing Fire deutsch

Steven Kotler 

Jamie Wheal

Deutsche Version des Buches sowie Originalversion.

Unbedingte Leseempfehlung, wenn du an der weiteren Entwicklung deines Potenzials interessiert bist.

Die neuen Erfahrungen, die dadurch möglich werden, haben vier besondere Kennzeichen:

  • Selflessness: eine neue Perspektive auf sich selbst gewinnen, sich von außen wahrnehmen und den inneren Kritiker stummschalten
  • Timelessness: im Hier und Jetzt sein, Zeitlosigkeit erleben
  • Effortlessness: Motivation von innen heraus, so dass Arbeit sich nicht wie Arbeit anfühlt
  • Richness: erweiterte Wahrnehmung.

Neues Paradigma #4: Systeme, Automatisierung, Künstliche Intelligenz

Moderne Technologien sind der beste Freund von Solopreneuren. In dem erwähnten Artikel begründe ich, weshalb ich das so sehe und wie du dir deine Einstellung und den Umgang mit modernen Technologien erleichtern kannst.

Dabei geht die Entwicklung rasant voran.

Es gibt immer mehr Tools, die die Automatisierung erleichtern, ob es die Planung von Social Media Aktivitäten betrifft, die Automatisierung von E-Mails oder sonstige Aktivitäten.

Hier liegt noch viel Potenzial, das gefördert werden möchte.

Was in Zukunft vermutlich immer wichtiger werden wird, auch für Solo-Unternehmer, ist Künstliche Intelligenz (KI, auch bekannt als Artificial Intelligence oder AI).

Damit ist – vereinfacht ausgedrückt – eine lernende Software gemeint, die ähnlich funktioniert wie das menschliche Gehirn.

Sie geht über Automatisierung noch hinaus.

Möglicherweise nutzt du bereits so etwas, zum Beispiel einen digitalen persönlichen Assistenten wie Amazon Echo.

Es gibt viele Prognosen, was alles dadurch möglich werden kann.

Diese im Detail darzustellen,  würde den Rahmen dieses Artikels sprengen.

Faszinierend in diesem Zusammenhang ist das Buch The Future is Faster Than You Think von Peter H. Diamandis und Steven Kotler.

Konkrete Möglichkeiten können  zum Beispiel sein, dass deine Entscheidungsfindung erleichtert wird oder dass Künstliche Intelligenz vorbereitende Arbeiten übernimmt.

Es kann aber auch sein, dass schon in wenigen Jahren dein Computer oder dein Mobiltelephon deine Stimmung erkennt und dir Tipps gibt, wie du zum Beispiel Prokrastination überwindest.

Schon jetzt kann Ellie, eine virtuelle Therapeutin, also ein Roboter, Anzeichen von Depression erkennen.

Auch für das Marketing kann Künstliche Intelligenz wichtig werden. Schon heute kann Content von Maschinen verfasst werden und das wird sicher zunehmen.

Jeff Bullas sieht drei Möglicheiten des Einsatzes:

  • Daten sammeln
  • sie auswerten
  • und daraus Content generieren.

Doch selbst  wenn wir weniger futuristisch an das Thema gehen, sind Systeme für Solopreneure immer wichtiger.

Unter anderem dienen sie dazu, um bei regelmäßigen Aktivitäten den Kopf zu entlasten und gleichbleibende Qualität sicher zu stellen.

Systeme müssen nicht High-Tech sein. Manchmal sind Low-Tech-Lösungen sogar überlegen.

Wichtig ist, was zu dir passt.

Neues Paradigma Nr. 5: Solo-Unternehmertum als Team-Sport

Schon der Begriff „Solo-Unternehmer“ oder „Solopreneur“ legt ja nahe, dass man „solo“ arbeitet.

Doch ich sage seit längerem: Das ist ein Auslaufmodell.

Das bedeutet nun nicht, dass du den klassischen Weg gehen und viele Angestellte anheuern müsstest.

DU kannst ein „schlankes“ Ein-Personen-Unternehmen betreiben und dennoch mit anderen kollaborieren:

  • Virtuelle Assistenten stehen flexibel zur Verfügung und ohne Belastung mit regelmäßigen fixen Kosten. Was Virtuelle Assistenten leisten können, zeigen diese Interviews von Claudia Kauscheder.
  • Coworking Spaces sind mittlerweile schon weit verbreitet.
  • Barcamps verschiedenster Art sind eine moderne Möglichkeit, Wissen zu teilen. Ich habe erst an wenigen davon teilgenommen. Doch jedes Mal hat mich die Offenheit des Austausches beeindruckt.
  • Spätestens seit Corona ist deutlich geworden, dass Zusammenarbeit auch virtuell sehr gut funktionieren kann.
  • Mastermind-Gruppen und ähnliche Zusammenschlüsse sind bei vielen Solopreneuren sehr beliebt, weil sie helfen, der Einsamkeit des Solo-Unternehmers zu entkommen, Austausch und auch Accountability zu ermöglichen. Mit Accountability ist gemeint, dass man nicht nur darüber spricht, was man vorhat, sondern auch, was davon man erreicht hat.
  • Und auch Facebook-Gruppen können sehr nützlich sein. Ich bin in etlichen Gruppen und stoße auch da oft auf freimütiges Teilen von Informationen und Erfahrungen.

Letzten Endes denke ich, dass es nicht so sehr die konkreten Formen sind, sondern der Spirit, der dem zugrunde liegt.

Nämlich sich trotz dessen, dass man sich möglicherweise auf dem Markt im Wettbewerb befindet, gegenseitig zu unterstützen.

Ich denke, dass dieser Spirit Solopreneure in Zukunft weiter bringt: Der Erfolg jedes Einzelnen ist etwas, auf dem alle aufbauen können. Aus den Flops eines Einzelnen können alle lernen.

Kollektives Lernen also sozusagen, bei dem das Teilen von Erfahrungen alle weiter bringt.

V. Die Quintessenz aus den neuen Paradigmen für die Zukunft der Produktivität von Solopreneuren

  • Um die neuen Herausforderungen für Solopreneure zu meistern, reicht das klassische Zeitmanagement nicht aus.
  • Es ist ein Paradigmenwechsel mehrfacher Art erforderlich.
  • Gerade für diejenigen unter den Solopreneuren, die etwas bewirken und bewegen wollen, geht es darum, mit dem wirklich Wichtigem voranzukommen: Wert zu schaffen für die Kunden und die Gesellschaft insgesamt. Sich selbst den gewünschten Lebensstil zu ermöglichen und solide Gewinne zu erwirtschaften und ein Business zu schaffen, das auch ohne sie ertragreich  und verkaufsfähig ist.
  • Dazu braucht es ein Denken und Handeln wie ein CEO und ein Geschäftsmodell, das von vornherein auf Synergien und Fokussierung beruht, statt einem Bauchladen zu ähneln und Verzettelung zu fördern.
  • Die Premium-Positionierung mit einem Signature System schafft dafür eine ideale Grundlage.
  • Neben der Strategie und den Systemen ist genauso wichtig, Flow zu erleben und einen guten Zugang zur Intuition zu haben.
  • Hier sind wir als Solopreneure oft im Vorteil. Viele derjenigen in meinem Umfeld haben ein gutes Gespür dafür, was stimmig ist für sie und was nicht.
  • Allerdings ist es nicht immer einfach, dem zu folgen, wenn „Experten“ mit den Forderungen kommen „Du musst…“ oder „Du darfst nicht…“. Oder wenn man andere sieht und sich fragt, ob man nicht auch so arbeiten müsse wie diese.
  • Moderne Technik wird in Zukunft immer wichtiger. Die Einarbeitung kann durchaus Frust verursachen und mühselig sein. Doch mit der Zeit wird mehr und mehr Entlastung möglich bis hin zu Formen der Zusammenarbeit, die wir uns heute noch gar nicht vorstellen können.
  • Alles das bedeutet große Umstellungen im Denken und Im Handeln, ganz abgesehen von dem, was inhaltlich zu  lernen ist.
  • Es wird immer schwieriger, das alles auf eigene Faust zu bewältigen.
  • Mittlerweile gibt es viele Ansätze zur Zusammenarbeit unter Solopreneuren, selbst wenn sie auf dem Markt im Wettbewerb miteinander stehen.
  • Diese Modelle  lohnen sich, weiter verfolgt zu werden. Sie ermöglichen kollektives Lernen für alle, die daran teilnehmen.
  • Und darüber hinaus können sie auch wegweisend sein für das Miteinander in der Gesellschaft der Zukunft.

Auch wenn die Herausforderungen für Solopreneure eher wachsen, so gibt es doch schon jetzt – und mit steigender Tendenz –  eine Reihe von neuartigen Ansätzen, wie Solopreneure auf eine höhere Stufe in ihrer persönlichen und unternehmerischen Entwicklung gelangen können. 

Doch damit sind nicht nur neuartige Arbeitsweisen verbunden. Es gehört auch ein neues Mindset dazu, denn es stehen Paradigmenwechsel in verschiedener Hinsicht an.

VI. Die Umsetzung in die Praxis

So, das war ein langer Artikel. Was machst du nun damit? Wie kannst du das Ganze praktisch umsetzen?Ein paar Anregungen für die ersten Schritte:

  • Nimm dir regelmäßig Zeit, auch wenn es nur eine Stunde pro Woche ist, um aus der Rolle des CEO „von oben“, also aus der Vogelperspektive, auf dein Business zu blicken. Das ermöglicht dir, nicht nur die vielen Bäume zu sehen, zwischen denen du dich im Alltag bewegst, sondern auch den ganzen Wald.
  • Schaue dir dein Geschäftsmodell an: Wie produktivitätsförderlich ist es? Hilft es dir, dich auf die Dinge zu konzentrieren, die deine Kunden, dich selbst und dein Business wirklich weiter bringen und dir ermöglichen, das zu verwirklichen, weswegen du angetreten bist? Oder hindert es dich daran? Wo könntest du kurzfristig ansetzen, um es in die gewünschte Richtung weiter zu entwickeln? Was ist längerfristig nötig?
  • Was bringt dich in Flow? Was bringt dich in Verbindung mit deiner Intuition? Und was hindert dich daran?
  • Systeme zu schaffen, Technik und Automatisierung zu nutzen – das alles sind längerfristige Prozesse. Wo könntest du diese Woche beginnen oder auch weiter machen? Welche wiederkehrenden Aufgaben könntest du dokumentieren? Welches Tool, das du jetzt schon nutzt, könnte dir mehr dienen, wenn du es besser verstehst? Wo gibt es Tutorials dazu? Welche Ansatzpunkte für weitere Automatisierung siehst du?
  • Wie hältst du es mit der Zusammenarbeit mit anderen? Diese lebt vom Geben und Nehmen. Wie unterstützt du andere mit deinen Erfahrungen und deinem Wissen? Wo lässt du dich unterstützen?

VII. Wie ich dich unterstützen kann

Falls du interessiert bist an einer Zusammenarbeit mit mir, können wir gern über verschiedene Möglichkeiten sprechen. Einiges findest du bereits auf der Website. Weitere Angebote werden in Kürze hinzukommen.

Sehr geeignet, um wie ein CEO auf dein Business zu blicken und es strategisch weiter zu entwickeln, ist mein Programm #StrongerThanBefore!. Es umfasst drei Module:

  • Wie du selbst stärker wirst und produktivere Gewohnheiten entwickelst. Dazu gehört auch die 30 Tage-Challenge für mehr innere Stärke und produktivere Gewohnheiten.
  • Wie du deine Kunden stärker machst. Wie du immer besser verstehst, was sie gerade brauchen. Wie du auf veränderte Bedürfnisse blitzschnell reagieren kannst und Win-Win-Lösungen schaffst.
  • Wie du dein Business stärkst. Hier geht es ganz konkret um dein Geschäftsmodell, wie du es absicherst und weiter entwickelst. Und dadurch auch deine Produktivität erhöhst.

Hier erfährst du mehr über mein Programm #StrongerThanBefore!

Wenn du Fragen dazu hast oder zu den sonstigen Angeboten, sprich mich gern an über mein Kontaktformular.

Und natürlich bist du herzlich eingeladen, meinen kostenlosen Business Transformation Letter zu abonnieren.

Der Beitrag wurde erstmals veröffentlicht am 09.08.2017. Letztes Update am 27.06.2020.

Ich bin Monika Birkner und unterstütze vielseitige Solopreneure, gerade wegen ihrer Vielfalt erfolgreich zu sein und ein Business zu schaffen, das größer ist als sie selbst.

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